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Kunst im öffentlichen Raum

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Ein Hauptanliegen des Künstlers ist die Darstellung und Vermittlung dessen was er darstellenswert findet und wichtig findet, also seine Auffassung von Schönheit und Warheit kommt besonders dann in die Diskussion wenn der mit seiner Auffassung einen Platz im Öffentlichen Raum beansprucht.

Während sein Einzug in ein Museum -der oft erst nach seinem Tode geschieht und seine einst eventuell umstrittene Position schon abgekühlt hat- oft nur von einer Bevölkerungsminderheit von ca 1 Porzent von Kunstinteressierten wahrgenommen wird und zumeist wohlwollend begleitet wird, sieht die Situation im öffentlichen Raum ganz anders aus. Während es im Museum um einen geschützten kulturellen Raum geht, mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen, ist das im Öffentlichen Raum nicht gegeben, weder sachlich noch intelektuell.

Der Öffentliche Raum ist ein Kriegsfeld , bzw. Marktplatz auf dem die beteiligten zumeitst anonym bleiben und ihre Meinung direkt oder über Presse

ohne Rücksicht, schonungslos darstellen können. Hier ist der Ort des sog. gesunden Volksempfindens, der Empörung oder auch des Starrummels.

 

Was will nun der Künstler im Öffentlichen Raum?

A. Die einen wollen die direkte ( aktive)Veränderung dieses Öfentlichen Raumes bzw. seines Bewußtseins. Als Hauptvertreter ist hier Joseph Beuys und seine Idee der

>Sozialen Plastik < zu nennen. Ihm war zeitlebens die direkte Veränderung sehr ernst. Wie schon bei Karl Marx ging es ihm nciht darum eine formale Neuerung einzubringen, sondern die Wirklichkeit zu verändern (siehe Karl Marx, Kommunistisches Manifest: > Nicht Philosophie , sondern konkretes Verändern der Gesellschaft , über wissenschaftlich-technische Methodik )

B. Die anderen wollen eine Widerspiegelung der Gesellschaft, d. h. der Gesellschaft den Spiegel vorhalten , als ( mediale ) Wirkung auf den Betrachter der Kunstwerke , der dann über Veränderungen seiner Sichtweise , diese in seine Handlungsweise in der Öffentlichkeit überfließen läßt. Diese Dokumentaristen bewergen sich zwischen den Polen von Dokumentar-Photographie und Karrikatur (Kabaret) , immer auf der Basis der Spiegelung der Wirklichkeit. zB. Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Don Eddy , Gilbert & George , Lisa Yuskavage

C. Dann gibt es noch die Utopisten, die Gesellschaftsmodelle für Morgen anbieten. zB. Finsterlin, auch Beuys und dies mit den Darreichungsformen : passiver Information , gezieltem Marketing uoder Propagandamaschinerie zu übermitteln versuchen.

D. Und letztlich gibt es noch die Clowns, die sich und die Umgebung unterhalten und mit der Welt versöhnen wollen, zB. George Maciunas, Jeff Koons, Monet , Peter Zimmermann u.a. Kunst als unterhaltende Dienstleistung führt eventuell zur Disneysierung und zur einer Architektur als Themenpark.


Was leistet der Öffentlichen Raum für uns, was sind seine Funktionen ?

Raum sichern | Raum und seine Recourcen nutzen/arbeiten/verteilen | Im Raum vergnügen/erholen

Dies ist exakt die Reihenfolge wie wir Räume erobern,belegen und benutzen, dabei setzen wir Duftmarken, wie andere Lebewesen auch, wir nennen das dann kulturelle Identität, die unser Zuhause uns so unverwechselbar und heimisch macht.

1. Duftmarke durch Bauwerke und Stelen als Gebietsanspruch ( zB. Feldkreuze, Kirchen, Markenreklame..)

2. Sicherung kultureller Identität ( zB. Aaseekugel für die moderne Identity, Kiepenkerl für die histor. Identity. in Münster, Westfalen)

3. Architektur und öffentl. Skulptur als Unterhaltung an sich und für uns. ( siehe Immanulel Kant über die Funktion von Kunst als interesselosem Wohlgefallen. Dazu dienen : Parkbänke, Brunnen( mit ehemals lebensnotwendiger biolog. Funktion) , Blumenbeete und Anlagen, Kinos,etc..

4. Unterhaltung funktionalisiert als Kaufanreiz für die Sicherung des Handels ( Anmerkung: Jesus war die Händler aus der Kirche, sollten wir das in den Museen auch tun?)

5. Stadtmarketing, für die Außenwirkung des Raumes und dem Hereinholen von

Kunden und neuen Mitbürgern zur materiellen Sicherung der Stadt im Ganzen.

6.Mit Architektur und Skultptur andere Sichtweisen darstellen, als ästhetische Reflexion und Angebot zum Querdenken. Gerade diese Funktion ist lebenswichtig für mobile und dynamische Gesellschaften,wollen sie nicht erstarren. Kunst als Wirtschaftsfaktor , weil Kreativfaktor ( KUNST = KAPITAL , Beuys) Als Beispiel : Unschlitt-jTallow , Beuys oder Chistian Hasucha" Interventiion" ( Münster Coerde, einen Platz um 180 Grad drehen , nach sechs Wochen wieder zurück bauen.Ms, 2004 )

 K.T. 

Literatur:

kunstwissen.de

 
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