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Zeitgenössische Chinesische Malerei ( heute und histor. Entwicklung ab 1640 n )

>Mahjong< Chinesische Gegenwartskunst aus der Sammlung Sigg von Bernhard Fibicher und Matthias Frehner von Hatje Cantz Verlag
>China Art Book< (broschiert)

von Uta Grosenick &Caspar H. Schübbe (Herausgeber), Dumont Verlag


CHINA NOW - Kunst in Zeiten des Umbruchs

  Ab 2000 ist China kulturell auf die Weltbühne geraten, davor galt : Im Gegensatz zur Malerei des Abendlandes ist die Malerei Chinas nicht um Originalität und einen „persönlichen“ Stil bemüht, sondern rein dekorativ und führt eine Schultradition fort.;Dies bewirkt eine gewisse Variationsarmut chinesischer Bilder.Ein wichtiges Identifikations- und Kommunikationsmittel der Chinesen war und ist die Schrift. Die Dialekte im riesigen Reich der Mitte sind so unterschiedlich, dass die Schriftsprache eine gemeinsame Klammer für die vielen Völker bildet.

Die Ausstellung CHINA NOW, 15.09.06 - 28.01.07 aus der Sammlung Essl bot erstmals die Gelegenheit über 100 Werke von 42 KünstlerInnen aus China in Österreich zu sehen. Neben Malerei,Fotografie und Video sind auch raumgreifende Installationen.Werke, die Essl in den letzten Jahren bei Atelierbesuchen in Shanghai und Beijing angekauft hat, bilden die Basis dieser Ausstellung, dazu Leihgaben aus China und Europa ergänzten die Ausstellung.

Die zeitgenössische Kunst ist in China ein extrem junges Phänomen. Erst seit den 1990er Jahren und im Zuge politischer und gesellschaftlicher Umbrüche vollziehen chinesische Avantgarde-Künstler einen langsamen und von zahlreichen Rückschlägen gezeichneten Weg vom "Underground" zu internationalen Stars.

Die Künstler setzen sich kritisch bis humorvoll mit den Veränderungen der chinesischen Gesellschaft auseinander, mit Kapitalismus, Globalisierung, dem Spannungsfeld zwischen Masse und Individuum. Elemente traditioneller chinesischer Kunst fliessen ebenso ein wie Symbole des lange praktizierten Sozialistischen Realismus und westlicher Gestaltungsmethoden.

Zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern gehören :

Man wird sehen was noch alles außer einem zynischen Realismus, Yue, Minjun und einem romantischen Historismus, Zhang, Xiaogang sichtbar wird. Folgende Künstler sind aktuell wichtig: 

Ta Men genannt THEY malt chinesische Interieurs, Chen Wenling macht Skulpturen aus Edelstahl.

Ai Wei Wei, Wang Guangyi (* 1956), Qi Zhilong ( Frauenporträts),Fang Lijun, Zeng Fanzhi , Xú Bi-ng (* 1955), Wu Shan Zhuan (* 1960), Huáng Yo(ng Pi-ng (* 1954), Wéndá Gu ( * 1956), Lu"( Shèngzho-ng (* 1952) und Ma( Qi-ngyún (* 1965), Zhang Bin,

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Malerei#Volksrepublik_China

Link: http://www.chinesische-gegenwartskunst.de/index.php


 

Wie kam es dazu: Mit der Öffnung nach Westen wurde China der wichtigste Handelspartner für die USA und zT. Westeuropa. China hat innnerhalb kürzester Zeit einen kometenhaften wirtschaftlichen Aufstieg erzielt und ist dabei die führende Wirtschaftsmacht der Welt zu werden.Dies spiegelt sich auch nun im Siegeszug der Zeitgenössischen chinesischen Malerei.

1985 entstand die "Bewegung ’85", die sich auf den Dadaismus, insbesondere Marcel Duchamp, sowie die amerikanischen Pop Art und zeitgenössische Aktionskunst berief. Sie konnte immerhin einige bedeutende Ausstellungen organisieren, wie etwa die „Ausstellung Null von Shenzhen“, 1986 das „Festival der Jugendkunst“ in Hubei ,sowie die Ausstellung „China/Avantgarde“ in Peking 1989. Trotz massiver Unterdrückung und Behinderung der "Bewegung 85" blieb sie über Jahre hinweg am Leben und trug letztlich auch zu den Protesten am Platz des Himmlischen Friedens im Juni 1989 bei.

Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste am Platz des Himmlischen Friedens, kam die chinesische Kunst erneut zum Erliegen. Einige Künstler wanderten in der Folgezeit aus, andere arbeiteten im Untergrund weiter. In dieser Zeit entstand aber auch der Political Pop, der Elemente des sozialistischen Realismus mit der amerikanischen Popart vereint, um die Übernahme kapitalistischer Strukturen auf der Grundlage eines weiterhin autoritären Staatssystems zu geißeln. Vertreter dieser Richtung sind etwa die „Neue Geschichtsgruppe“ und die „Gruppe des Langschwänzigen Elefanten“. Auch die Arbeit dieser Kunstrichtung wurde von den Behörden aber weitreichend behindert.

Gleichwohl erlangten zahlreiche chinesische Künstler internationale Anerkennung und wurden etwa 2000 zur Kasseler Documenta eingeladen.


Historischer Abriss - Von 1644 bis 2000

 

Chinesische Zeitepochen: Tang-Dynastie, Song-Dynastie, Yuang-Dynastie, Ming-Dynastie, Qing-Dynastie

Unter der Qing-Dynastie ( 1644-1911), die bis Ende des 17. Jahrhunderts ihre Herrschaft in ganz China durchgesetzt hatte, erreichte das chinesische Kaiserreich die höchste Blüte in seiner 2 000 Jahre währenden Geschichte. Im 19. Jahrhundert geriet das Qing-Reich zunehmend unter ausländischen Druck und wurde Objekt des von den europäischen Großmächten sowie den USA und Japan betriebenen Kolonialismus und Imperialismus. Schon zuvor war es zu ernsthaften Schwierigkeiten zwischen China und vor allem Großbritannien, der bedeutendsten ausländischen Handelsnation in China, gekommen. Aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Ohnmacht sank China auf eine Art halbkolonialen Status ab.Vor dem Hintergrund der imperialistischen Einmischung und ausgelöst durch den Putsch gegen den Kaiser durchzog eine reaktionäre Gegenbewegung das Land, die 1900 in den so genannten Boxeraufstand mündete, angeführt von der national-fanatischen und ausländerfeindlichen Geheimgesellschaft der – vom Westen so genannten – Boxer. Im Zuge der Eskalation erklärte China im Juni 1900 den imperialistischen Mächten den Krieg. Diese antworteten mit einer gemeinsamen militärischen Intervention, schlugen den Aufstand mit aller Härte nieder und diktierten China im so genannten Boxerprotokoll (1901) harte Friedensbedingungen, u. a. hohe Reparationszahlungen und ein Verbot für Waffenimporte.

Nach dem Boxeraufstand gewannen gemäßigte Kräfte in der Opposition an Einfluss. 1905 schlossen sich in Tokyo mehrere Geheimorganisationen zum „Revolutionsbund” (Tung-meng-hui) zusammen, der Sun Yatsen zu seinem Führer wählte. Nach seinem politischen Konzept, in dessen Mittelpunkt die nationalen Interessen Chinas, die Bürgerrechte und die Volkswohlfahrt standen, arbeitete der Revolutionsbund auf den Sturz des Kaisertums und die Errichtung einer parlamentarischen Regierungsform nach westlichem Muster hin. Aufstände in verschiedenen Teilen des Landes und ein Militärputsch in Wuchang (heute Wuhan) am 10. Oktober 1911 führten schließlich zur Revolution. Mit seiner Abdankung am 12. Februar 1912 schloss Xuantong (Pu Yi), der nach dem Tod des Kaisers 1908 im Alter von drei Jahren unter der Regentschaft seines Vaters auf den Thron gehoben worden war, die über 2000-jährige Geschichte des chinesischen Kaiserreiches ab.

Nach dem Sturz der Qing-Dynastie ( 1911) fand in der chinesischen Malerei eine bis dahin so nicht gekannte Differenzierung statt. Viele Künstler lösten sich unter vielfältigen politischen und kulturellen Einflüssen von den traditionellen Vorbildern und entwickelten höchst individuelle Stile. Nach der Machtergreifung der Kommunisten 1949 wurde daneben der in der Sowjetunion entstandene Stil des sozialistischen Realismus propagiert, auf dessen Grundlage häufig Kunst als Massenproduktion hergestellt wurde. Parallel dazu entstand eine bäuerlich geprägte Kunstrichtung, die sich insbesondere auf Wandbildern und in Ausstellungen mit dem Alltagsleben auf dem Land auseinandersetzte. Eine gewisse Wiederbelebung erfuhr die traditionelle chinesische Kunst nach Stalins Tod 1953 und insbesondere nach der "Hundert-Blumen-Bewegung" 1956–57.

Nicht offizielle Stilrichtungen standen unter starker staatlicher Repression und Zensur. Nach der Unterdrückung der Hundert-Blumen-Bewegung und insbesondere im Zuge der Kulturrevolution war die chinesische Kunst weitgehend in Lethargie verfallen.

Als Mao 1976 starb und Deng Xiaoping 1979 unter Vorbehalten eine neue Öffnungspolitik in die Wege leitete, begann auch für die Kunst Chinas eine neue Ära. Bis dahin vom Regime bestimmt und propagandistisch missbraucht, hatten Künstler nun selbst über den Kurs der aktuellen Kunst zu entscheiden. Viele Künstler suchten den Anschluss an die Tradition, die von der Kulturrevolution verdrängt wurde, manche adaptierten darin die westliche Kunst. Weltweit für Aufsehen sorgten jedoch neben seltenen konzeptuellen Ansätzen zwei Bewegungen, die Chinas Kunst von Grund auf erneuerten: Politischer Pop und Zynischer Realismus. Letztere Ausrichtung wird prägend vom Druckgraphiker Zhou Lu mitgetragen, auch wenn das graphische Medium keine sensationellen Rekorde in Auktionen erlaubt.

Ab 1979 ( Deng’schen Reformen) zeichnete sich jedoch eine Wende ab. Einige Künstler durften zu Studienzwecken nach Europa reisen; auch wurden Ausstellungen über zeitgenössische westliche Kunst sowie die Publikation der anspruchsvollen Kunstzeitschrift Review of Foreign Art geduldet. Während sich die Künstlergruppe "Die Sterne" an die Traditionen der europäischen klassischen Moderne anlehnte, bemühten sich die Künstler der "Schramme“ um künstlerische Verarbeitung des durch die Kulturrevolution über China gebrachten Leids.

Ab 1982 wurde das Klima wieder härter, als die Regierung die zeitgenössische Kunst als „bürgerlich“ diffamierte, mehrere Ausstellungen schloss und die Redaktion der Art Monthly mit linientreuen Kadern besetzte.

1985 entstand die "Bewegung ’85", die sich auf den Dadaismus, insbesondere Marcel Duchamp, sowie die amerikanischen Pop Art und zeitgenössische Aktionskunst berief. Sie konnte immerhin einige bedeutende Ausstellungen organisieren, wie etwa die „Ausstellung Null von Shenzhen“, 1986 das „Festival der Jugendkunst“ in Hubei ,sowie die Ausstellung „China/Avantgarde“ in Peking 1989. Trotz massiver Unterdrückung und Behinderung der "Bewegung 85" blieb sie über Jahre hinweg am Leben und trug letztlich auch zu den Protesten am Platz des Himmlischen Friedens im Juni 1989 bei.

Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste am Platz des Himmlischen Friedens, kam die chinesische Kunst erneut zum Erliegen. Einige Künstler wanderten in der Folgezeit aus, andere arbeiteten im Untergrund weiter. In dieser Zeit entstand aber auch der Political Pop, der Elemente des sozialistischen Realismus mit der amerikanischen Popart vereint, um die Übernahme kapitalistischer Strukturen auf der Grundlage eines weiterhin autoritären Staatssystems zu geißeln. Vertreter dieser Richtung sind etwa die „Neue Geschichtsgruppe“ und die „Gruppe des Langschwänzigen Elefanten“. Auch die Arbeit dieser Kunstrichtung wurde von den Behörden aber weitreichend behindert.

Gleichwohl erlangten zahlreiche chinesische Künstler internationale Anerkennung und wurden etwa 2000 zur Kasseler Documenta eingeladen.


CHINA NOW - Kunst in Zeiten des Umbruchs

Die Ausstellung CHINA NOW, 15.09.06 - 28.01.07 aus der Sammlung Essl bietet erstmals in Österreich die Gelegenheit über 100 Werke von 42 Künstler/innen aus China zu sehen.Neben Malerei,Fotografie und Video sind auch raumgreifende Installationen.Werke, die Essl in den letzten Jahren bei Atelierbesuchen in Shanghai und Beijing angekauft hat, bilden die Basis dieser Ausstellung, dazu Leihgaben aus China und Europa ergänzen die Schau.

Die zeitgenössische Kunst ist in China ein extrem junges Phänomen. Erst seit den 1990er Jahren und im Zuge politischer und gesellschaftlicher Umbrüche vollziehen chinesische Avantgarde-Künstler einen langsamen und von zahlreichen Rückschlägen gezeichneten Weg vom "Underground" zu internationalen Stars.

Die Künstler setzen sich kritisch bis humorvoll mit den Veränderungen der chinesischen Gesellschaft auseinander, mit Kapitalismus, Globalisierung, dem Spannungsfeld zwischen Masse und Individuum. Elemente traditioneller chinesischer Kunst fliessen ebenso ein wie Symbole des lange praktizierten Sozialistischen Realismus und westlicher Gestaltungsmethoden.

Zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern gehören :

Man wird sehen was noch alles außer einem zynischen Realismus, Yue Minjun und einem romantischen Historismus, Zhang Xiaogang sichtbar wird. Folgende Künstler sind aktuell wichtig: 

Ta Men genannt THEY malt chinesische Interieurs, Chen Wenling macht Skulpturen aus Edelstahl.

Ai Wei Wei, Wang Guangyi (* 1956), Qi Zhilong ( Frauenporträts) Zeng Fanzhi ,Fang Lijun, Xú Bi-ng (* 1955), Wu Shan Zhuan (* 1960), Huáng Yo(ng Pi-ng (* 1954), Wéndá Gu ( * 1956), Lu"( Shèngzho-ng (* 1952) und Ma( Qi-ngyún (* 1965), Zhang Bin,

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Malerei#Volksrepublik_China

 Link:

http://www.chinesische-gegenwartskunst.de/index.php

 Literatur:

>Mahjong< Chinesische Gegenwartskunst aus der Sammlung Sigg von Bernhard Fibicher und Matthias Frehner von Hatje Cantz Verlag
>China Art Book< (broschiert)

von Uta Grosenick &Caspar H. Schübbe (Herausgeber), Dumont Verlag

 

kunstwissen.de

 
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