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Thaddeus Strode ,* April 22.1964 , St. Monica

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Thaddeus Strode ist einer der tollsten Maler weltweit. Ich kenne da nur noch Manuel Ocampo der seine Qualität halten könnte. Thaddeus wurde1964 in Santa Monica, Kalifornien geboren und studierte am Otis/Parsons Art Institute, dann bis 1986 am California Institute of the Arts. 1992 erhielt er das WEST AF/NEA- Stipendium und hatte zahlreiche Ausstellungen in Amerika und Europa. Strode lebt und arbeitet in Los Angeles. Sein Werk steht formal in der Tradition von Gauguin, Kippenberger und der Kunst des Comic. Sein Thema ist -wie das Paul McCarthys- die dunklen Seiten der menschlichen Existenz. Die Bilder zeigen Figuren in einem psychischen alptraumartigen Raumzeitgefüge, es sind finstere Gestalten, Untote , Schuldige und Unschuldige eine Versammlung von Figuren aus B-Movies und Superheldencomics.

Thaddeus Strode: >Ich betrachte das Werk als 'Theater', die Figuren als 'reale Protagonisten in einer Geschichte, einem Film oder einem Theater'. Aber die Welt, in der sie leben, ist kaputt, absurd, finster, gefährlich und in der Tat irritierend und verwirrend. Ich möchte, dass der Betrachter buchstäblich in einen Dialog mit dem Werk oder mit den Protagonisten im Werk tritt und in eine andere Realität hineingezogen wird.<- Auszug aus dem Text »Mal sehen wohin das führt« - siehe ein Gespräch via E-Mail mit Thaddeus Strode, März 2006 (Autor: Jan Seewald), publiziert im Ausstellungskatalog Imagination Becomes Reality Part IV_Borrowed Images

 

Solo Exhibitions

 

Thaddeus Strode - > Folktales < ( Ausstellung vom 19.3.-15.5.2004 in der Galerie Micheal Janssen,Köln)

Vielsagend verweist der Ausstellungstitel ,folktales' zum einen auf zauberhafte Märchenwelten, die von vertrauten und zugleich dunklen, wilden Geschöpfkompilationen aus Mythologie, Volksmärchen, Comic und Science Fiction bewohnt werden. Zum anderen setzt sich Strode spielerisch mit einem postmodernen Paragone - Gedanken, dem Wettstreit zwischen Wort und Bild auseinander, indem er comicartige Grapheme in fiktive Bilder-weiten einbaut: in seinen aquarellierten Zeichnungen dominiert die Farbe über das rein graphische Element. Strodes besondere künstlerische Stärke liegt in der Absorption aller denkbaren Strömungen und Stile, in der virtuosen Invasion fremder Zeiten und Orte, die in ihrer Summe dem Überbegriff des Fantastischen zugrunde liegen, in dem Unheimlichen und Surrealen, dem Grotesken, Skurrilen und bis zur Karikatur tendierenden, leicht Süßlichen. Phantasie als Grundelement jedes künstlerischen Schaffens ermöglicht dem Künstler, »... die neuen Kräfte der Imagination nach Belieben durch die grenzenlosen Räume der Vorstellung schweifen zu lassen und damit erregendere Situationen zu erschaffen...« (H. Walpole, 1764). Es ist jene verkehrte Welt, die mundus inversus, die sich in Thaddeus Strodes Zeichnungen dem Betrachter eröffnet und gleichermaßen Bühne des Vergnügens und Schreckens ist, wo sich »... das schöne Schreckliche in das schrecklich Schöne wandelt « (Mario Praz, 1971), sich die Vorstellungen vor der Ordnung der Natur oder Gesellschaft in ihr Gegenteil wenden,

Strodes Zeichnung „ A Cruel Joke, A Cruel Sea ... " (2003) zeigt einer, lachenden Flusskrebs, der mit mächtigen Scheren aus seinem Schneckengehäuse herauslugt, menschlich in Gesichtszügen und Habitus ist und von den Worte,i ,A Cruel Joke' und ,A Cruel Sea' gerahmt wird. Ebenso gesellt sich in „When The Creatures Sleep And The Serpents Rise", (2003) das Harmlose beiläufig dem Grausamen: inmitten eines uferlosen Meeres, umgeben von Seeungeheuern, versendet eine Männergestait mit nacktem Oberkörper und brennender Kerze in erhobener Hand Botschaften per Flaschenpost an unbekannte Adressaten. In seinem 2004 entstandenen Bild „The North: War Of The Gargantuas" skizziert Strode die mythologische Gestalt des Nordwindes Boreas bärtig, mit wirrem, struppigem Haar, flankiert von Gnomen und Unholden zu einem ,nie zuvor erlebten Spektakel'. Die Kerze des Meergottes taucht als Vergänglichkeitssymbo! erneut in „The Reader" (2002) auf, hier jedoch als Ausdruck des eigenen zeitlich begrenzten Seins: die körperliche Hülle der Figur verflüssigt sich zu einem Meer aus unzusammenhängenden Worten und massig aufgestapelten Büchern. In „Saga" (20C2) bannt Strc

de den Betrachter durch spannungsgeladenen Bild- und Sprachzauber in eine stark assoziative Wortwelt von "Listen', ,Sleepwalker',Welcome' und ,End'. 


'Rotate succinctly over a well-popped alley-oop frontside switchflip'

Wie der Titel der Ausstellung in Heidelberg Feb 1999 ahnen läßt, bezieht sich Thaddeus Strode (geb.1964 ) auf verschiedenste kulturelle Phänomene. Ursprünglich nicht zueinander passende Elemente und Motive aus östlicher Philosophie (Buddhismus), California-Surf und Skateboard-Culture, Rockmusik, Literatur, Film und Comic Strips tauchen als Versatzstücke immer wieder in seinem Werk. Die Arbeiten von Thaddeus Strode spiegeln sein subjektives Verständnis der Welt, und mit Hilfe der unterschiedlichen kulturellen Fragmente schafft er seine eigene Mythologie. Seine Arbeit versucht die andere Seite des Lebens, das 'unfaßbare Transzendente' anzudeuten und für dieses Unfassbare Antworten zu finden. Dieses Phä nomen beschreibt Thaddeus Strode wie folgt: " ohne die Fragen zu kennen, nach den Antworten zu suchen".

"Strodes Arbeiten feiern weder den völligen Bankrott westlicher Wissenschaft, Logik und Ordnung, noch lassen sie fantastische Betrachtungen über das Mysteriöse und Authentische im Mythos und der Tradition fremder Kulturen zu. Strodes Werk ...vermittelt Erkenntnis und versteht Erfahrungen genau in dem Maße wie sie undefinierbar werden - jedoch mit einer unartikulierten Ahnung, die die Möglichkeit des 'Anderen' aufrechterhält." (David Pagel, in: Texte zur Kunst 1991).


Strode's work represents a provocative strain within contemporary painting, one that expresses, among other things, a strong penchant for dark humor and the absurd. Much of the strength and visual pleasure of Strode's aesthetic comes from his self-reflexive combination of painterly styles and preposterous elements, allowing enigmatic texts, phantoms, monsters and castaways to play off one another to produce cryptic — and captivating — fantasy worlds od post-punk.

Strode's compositions seldom convey specific themes or fixed ideas, but are filled with contradictions and incoherencies that play with viewers' expectations while merging modes and styles historically viewed as oppositional — abstraction versus figuration, the expressive versus the rational. Unlike Pop or various instances of appropriation art, which directly incorporate recognizable imagery from mass media and everyday life, Strode's canvases contain fragments that appear familiar yet somehow thwart the viewer's ability to pinpoint definitive sources. One striking example is Come out Screaming (American Dreams) (2006), in which a hillbilly-like cartoon figure marches through geometric abstractions as well as loose, painterly drips and splashes.

Links: Strode Homepage | Strode Text1 / Happy Lion Gallery, LA | Strode in St Louis  

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