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Thaddeus Strode ,geb.1964 ,St. Monica lebt in Pasadena Calif.

Buddhistische Comic-Strips auf Leinwand und romantisch schmelzendes Eis aus Plastikfolie: Thaddens Strode muß man sich wahrscheinlich als einen komplett durch high, low und abstract culture geschulten Californier der dritten Generation vorstellen - nach Ruscha, Baldessary, Kelley und Pettibon verarbeitet der PostKonzeptualist aus Los Angeles alles, was sich zwischen „Helter' und „Skelter" ansiedeln läßt.

Auf „Black" füllt ein amorph und sehr verschwollen gezeichneter Bauch fast die gesamte Bildfläche aus. nur an den Rändern ist noch etwas Platz für ein paar lose Zungen und Ohren, die das Leibesknäuel einrahmen. Strode wurde 1964 in Santa Monica geboren und ist mit der l999er Köln Show in Europa angekommen, als immer mehr Künstler damit begannen, CrossOver-Techniken im Bereich von Körper- und Selbstwahrnehmung anzuwenden.

In einem Video sieht man ihn zur Musik von den Upsetters, der Rocksteady-Band von Lee Perry, ungelenk, aber inbrünstig auf einer Holzpalette tanzen. Der Tanz im Quadrat ist einer Performance von Bruce Nauman nachempfunden. wobei es Strode immer wieder über dasFeld hinausdrängt. Auch in seiner Malerei spielt Überwindung eine wichtige Rolle, nur zielt sie hier mehr ins Transzendentale. In klassischer Beatnik-Manier sieht man Strode als Zombie zu Halloween an eine Türe pochen, hinter der sich „the other side" verbirgt. Trotz Doors- und Buddha-Lektüre sind die Bilder frisch und locker gemalt, der Farbgrund zwar in Modertönen, aber transparent zusammengestrichen.

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