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Neue Leipziger Malerschule (1998 - ? )

Ab 2000 machen sich auf den Kunstmärkten verstärkt neue realistische Tendenzen in der deutschen Malerei bemerkbar. In Anlehnung an die alte "Leipziger Schule" der DDR-Kunst um die Maler Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke, werden sie als so genannte "Neue Leipziger Schule" exemplarisch von den, an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) lehrenden oder ausgebildeten Künstlern.

Die Neue Leipziger Malerei ist beheimatet in eine rehemaligen Baumwollspinnerei am Südwestrand von Leipzig. Vom "Sozialistischen Realismus" haben sich die DDR-Künstler in einem langen Prozess von den stalinistischen Dogmen gelöst und sich mit ihren Mitteln an der Avantgarde orientiert. Damit hatten die Leipziger Maler nach der Wende unverhofft eine eigene Position jenseits der Medienkunst, machten plötzlich die "deutschere" Kunst als die Kunst im Westen der Republik, die mit der US-Szene verbandelt ist. Star der Szene ist der Maler Neo Rauch mit seinen surrealistischen Bildern. Vorbereitet wurde der Boom der Malerei aus Leipzig an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Vater des Booms ist der Maler und langjährige Rektor ( seit 1978) Arno Rink und der Galerist Gerd Harry Lybke. Neo Rauch wurde 1993 Assistent von Arno Rink. Durch den Verkaufsbbom in den USA sind die Preise der Werke innerhalb von zwei Jahren von 4000 auf 30.000 und nach vier Jahren auf über 200 000 gestiegen. Neo Rauchs Werke liegen wesentlich höher.

Die bekanntesten Vertreter der Neuen Leipziger Malerei sind: Matthias Weischer, David Schnell, Martin Kobe, Tim Eitel, Julia Schmidt, Tilo Baumgärtel, Ruckhäberle, Katharina Immekus,Rosa Loy

Stilistisch ist die expressive Tradition unter Bezugnahme zu Beckmann, Corinth, Kokoschka, Heisig , Rink, Gille und die neue Sachlichkeit von Tübke, Mattheuer

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