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Pop Art (1959-1970)

/ Zur Genese der US Kunst:Pop Art /

 

Zusammengekürzt aus > popular art < = >volkstümliche Kunst< als Strömung der zeitgenössischen Kunst, die in Großbritannien und in den USA seit Mitte der 1950er-Jahre und in den 60er-Jahren die Kunstszene beherrschte. - Die Pop-Art entdeckte die Welt der Unterhaltungsindustrie und der Werbung als ästhetische Wirklichkeit. Banale Objekte des Massenkonsums wurden durch Isolierung, Ausschnitt, Vergrößerung, Reihung oder durch Imitationen verfremdet und parodiert. Die Pop-Art wollte die Kunst mit moderner Lebenswirklichkeit verbinden.( siehe DADA ) Grelle Farbzusammenstellungen ( Popfarben ) und große Formate dominieren. Der rasche Erfolg amerikanischer Künstler wie R. Rauschenberg, J. Johns, J. Dine, R. Lichtenstein, C. Oldenburg, J. Rosenquist, G. Segal, A. Warhol, T. Wesselmann, R. Indiana und E. Kienholz hing auch mit der Neubewertung der Volkskunst in den USA zusammen. In Großbritannien (E. Paolozzi, R. Hamilton, P. Blake, D. Hockney, A. Jones, R. B. Kitaj, P. Phillips, J Tilson, P. Caulfield)

Die Pop Art nahm ihren Weg von Großbritannien nach den USA. Die Künstler entdeckten die Welt der Massenmedien und des Massenkonsums - also die moderne Lebenswirklichkeit- als Thema.

Der Glaube an die Machbarkeit (Konkreten Malerei) der Welt und die Hoffnung auf den Humanismus des Individuums (Abstrakten Expressionismus), hat sich nicht erfüllt. Die Welt hatte sich nach 1945 in die Massenkultur des >american way of life< entwickelt.Die Wurzeln des neuen Kunstwillens führen im Grunde auf zwei Quellen zurück, deren eine das »Ready-made« Duchamps, die andere der >Nouveau Realisme< Legers bildet. Beide Künstler lieferten die Grundlagen für eine »Wirklichkeit«, deren Ursprünge im modernen Leben selbst liegen.

 

Die Malerei der Pop Art hat ihren Ursprung in den Massenkommunikationsmitteln der Wirtschaft und der Reportage. Zu ihrem Themenkreis gehören vor allem Comic-Bilder, Plakate der Großstadt und des Supermarkts, Bildreportagen, Autos, Verkehrszeichen, aber auch die Superstars des Films und des Showgeschäftes. Nach Simon Wilson ist die Malerei im Stil der Pop Art durch drei Hauptmerkmale gekennzeichnet erstens ist sie sowohl figurativ wie realistisch, zweitens wurde die Pop Art in New York und London geboren, . . . ihre Welt ist deshalb die spezielle Welt der großen Metropolen des 20. Jahrhunderts; drittens behandeln die Pop-Künstler diese Themen auf eine ganz besondere Art. Sie betonen, daß der Comic strip oder die Suppendose oder was auch immer nur ein „Motiv" sei, wie etwa ein Apfel in einem Stilleben von Cézanne, und rechtfertigen damit ihre Bilder.

Im allgemeinen hat die amerikanische Pop Art keine echten sozial-kritischen Tendenzen, ebenso wenig weltanschauliche Ambitionen. Eher ist sie eine Kunst fröhlicher Fellows, die das Leben nicht sonderlich tragisch nehmen. Die formalen Anregungen der Pop Art kommen aus der Reklame, dem Showbusiness und dem Film. Die deutsche Pop Art ist konsumkritisch und aufklärerisch orientiert.

Vorläufer sind Stuard Davis und .... 

Einer der ersten Pop artists Amerikas, RICHARD LINDNER (geb. 1901, 1933- 1941 in Paris, seit 1941 in New York), gehört noch der zweiten Generation an. Man hat seinen Stil mit der Malerei der zwanziger Jahre in Verbindung gebracht, mit der Neuen Sachlichkeit, mit dem Surrealismus, mit dem Realismus Legers. Mit jenem Jahrzehnt verbinden ihn die Kritik an der Gesellschaft und die Aggressivität. Lindners langbeinige, gestiefelte Girls sind Schwestern der Geschöpfe von George Grosz.

 

Charakteristik. Sekundäres Bildmaterial wird zum Motiv. Leuchtende Plakatfarben und Komlementärkontraste. Riesenformate, >blow up< der Vorlage. Industrielle Fertigung der Bilder bei Warhol in dessen >factory<.

Themen und Bildgattungen

Maler

GB: Peter Blake, David Hockney, Allan Jones, R.B. Kitaj, Joe Tilson, Patric Caulfield, Paolozzi, Phillips

USA : Richard Lindner > Andy Warhol,Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Tom Wesselmann, Jim Dine,James Rosenquist , Richard Lindner, Wayne Tibeau, George Segal, Robert Indiana , Edward Kienholz

Frankreich: F. Leger > Martial Raysse,

Italien: Renato Guttoso

Deutschland: Gerhard Richter, Sigmar Polke, Martin Kippenberger, Jörg Immendorf

Literatur:

Pop Art , Hatje Cantz Verlag

Links:

 

kunstwissen.de

 
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