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MARTIN KIPPENBERGER ( 1953 -1997 ) geb.1953 Dortmund, gest. 1997 Wien

Das Werk von Martin Kippenberger ist vollständig postmodern zu nennen, sowohl inhaltlich als auch formal. Es ist umfassend stildefinierend für die Postmoderne.Es umfaßt Gemälde, Zeichnungen, Photos, Plastiken, Skulpturen, Installationen, als auch von ihm gestaltete Bücher, Kataloge, Plakate und Einladungskarten dazu Aktionen und kuratonische Aktivitäten. Seine ironische aber dennoch moralische Darstellungen sind gekennzeichnet durch gezielte Stilbrüche.Seine Arbeiten sind immer erzählerisch, nutzen alle ihm verfügbaren Medien. High und Low treffen im Werk aufeinander. Die Motive konnten aus den Bereichen der Trivial- und Subtultur stammen oder aus der Bloßstellung der Hochkultur. So regten ihn Arbeiten von Henry Moore und Gericault ( Das Floß der Medusa) zu eigenen Bildern und Skulpturen an: „Familie Hunger' 1985. Es sind oft Themen des Scheiterns, des Alkohols, des gesellschaftlichen Außenseiters und der Jugendkultur. Hierin zeigt er sich als Punker der Kunst.

Kippenberger arbeitete bewußt mit der Ästhetik des schlechten Geschmacks. Ende der 70ger tirtt er auf im Umfeld der JUNGEN WILDEN in Hamburg,dann Berlin und Köln. Er arbeitet zwischen Dada,Popart ,Fluxus, Punk, Heavy Metal, und den Jungen Wilden, mit denen er in die Öffentlichkeit tritt. Eine Arbeitsfreundschaft verbindet ihn mit den Oehlenbrüdern.( siehe "Hetzler Boys" ) Er entwickelte zudem umfangreiche, verschiedene Medien umfassende Serien mit dazugehörigem Katalog zum Thema >Das Ei in der Kunst und im Alltag< 1995-1997.

Für sein Projekt "Metro-Net. Subway Around the World' 1993-1997, installierte Kippenberger an verschiedenen Orten auf der Erde (z. B. auf der greichischen Insel Syros oder im kanadischen Dawson) Eingänge zu einer imaginären U-Bahn. Anläßlich von >Skulptur. Projekte in Münster 1997< stellte er einen riesigen U-Bahn-Lüftungsschacht in die Landschaft, aus dem von Zeit zu Zeit die Geräusche vorbeifahrender Züge zu hören waren. Für die documenta X konzipierte er einen anderen mobilen Eingang zu der nur in seiner Phantasie existierenden, die Welt umspannenden U-Bahn.

siehe auch den Text von Yilmaz Dziewior 99 aus >Art at the turn of the millennium</TaschenVerlag,Köln

 

Literatur:

Kippenberger, Ed. Thomas Groetz, Hardcover, 29,7x 42 cm, TaschenVerlag 2004

Kippenberger: Der Künstler und seine Familien (Gebundene Ausgabe)

von Susanne Kippenberger

Link:

 http://www.saatchi-gallery.co.uk/artists/martin_kippenberger_kunstmaler.htm

http://www.single-generation.de/pop/martin_kippenberger.htm

kunstwissen.de

 
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