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Die Inka

Die Inka sind südamerikanische Indianer der Ketschua-Sprachgruppe, die in vorkolumb. Zeit ein großes Reich geschaffen hatten; urspr. Titel des Herrschers oder seiner Sippe, später auch Bez. für alle Angehörigen des Inkareichs im Hochland von Peru, die Ketschua sprachen. Das Reich erreichte im 16.Jh. seine größte Ausdehnung (zw. N-Ecuador und Mittelchile).

Kerngebiet war die Umgebung der vermutlich um 1200 gegr. Hauptstadt Cuzco. Der Herrscher Pachacutec Yupanqui (143871) begann mit Eroberungen, die von seinen Nachfolgern fortgesetzt wurden. Huayna Capac (14931525) teilte das Reich unter seine Söhne Huascar und Atahualpa auf, wodurch 1532 die span. Eroberung unter Pizarro erleichtert wurde. Der letzte Herrscher, Tupac Amaru I., wurde 1572 gefangen genommen und hingerichtet.

Der zentralistisch regierte Staat der Inka (Tahuantinsuyu) war streng hierarchisch gegliedert und straff organisiert. Der Sonnenkult war Staatsreligion (der Sonnengott Inti verdrängte den ursprüngl. Schöpfergott Viracocha); Fruchtbarkeitsgöttin Pachamama. Hoch entwickelt waren Ackerbau (bewässerte Terrassen; Mais, Kartoffeln, Gemüse), der Straßen- und Festungsbau sowie das Nachrichtenwesen (durch Läufer), daneben Viehhaltung (Lamas, Alpakas) und Fischerei. Ein Teil der Erträge musste an die Verw. abgeliefert werden. Die öffentl. Bauten wurden aus gut behauenen Steinblöcken ohne Mörtel errichtet (Reste v.a. in Cuzco, Sacsayhuamán, Pisac, Machu Picchu). In der Keramik herrschten kleinformatige, geometr. Muster vor (»Reichsstil«); typ. Form ist eine spitzbodige, bauchige Amphore mit langem Hals und zwei Henkeln. Gerätschaften bestanden z.T. aus Bronze, die Textiltechnik war hoch entwickelt. Die Inka kannten keine Schrift; zur Erfassung aller Abgaben und statist. Angaben dienten Knotenschnüre (Quipu). andine Hochkulturen

 

Literatur:

kunstwissen.de

 
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