Australien

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AUSTRALIEN
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Australien [lat. terra australis »Südland«]ist der kleinste Erdteil. Er umfasst das austral. Festland sowie die Inseln Tasmanien, die Furneaux Islands, die Hunter Islands und King Island sowie die Inseln in der Torresstraße im N, ferner die Inseln vor der austral. W-Küste. Das Festland Australien und die Inseln bilden den Staat Australien.Australien liegt auf der Südhalbkugel beiderseits des südl. Wendekreises zw. Ind. und Pazif. Ozean. Größte N-S-Erstreckung 3680 km, größte W-O-Erstreckung 4100 km.

Landesnatur: Die Küsten Australiens sind wenig gegliedert, nur die Große Austral. Bucht im S und der Carpentariagolf im N greifen tief ins Land ein. Auf den Halbinseln im N und S, im SW und SO besitzt Australien Riaküsten mit z.T. ausgezeichneten Naturhäfen. Vor der NO-Küste erstreckt sich das der Schifffahrt hinderl. Große Barriereriff (Korallenriff). Australien ist ein Land der Weite und Gleichförmigkeit mit geringen Höhenunterschieden. Es gliedert sich in die Great Dividing Range (im Mount Kosciusko 2230m ü.M.) parallel der O-Küste und das westlich vorgelagerte Austral. Tiefland mit der Murray-Darling-Senke. Die Mitte und den W des Erdteils nimmt der Austral. Schild ein (von Mittelgebirgen durchsetzte weite Tafelländer). Rd. 60% der Fläche Australiens sind abflusslos. Die Seen bilden in der Trockenzeit Salzpfannen, die meisten Flüsse führen nur periodisch Wasser (Creeks). Die große Wasserarmut des Kontinents wird durch artesische Wasservorkommen gemildert.

 

Klima: Der südl. Wendekreis teilt Australien in ein nördl. tropisches und in ein südl. subtropisches Gebiet; Tasmanien gehört zum gemäßigten Bereich. Durch den jahreszeitl. Wechsel sind ausgeprägte Regen- und Trockenzeiten bestimmend. Die Randgebiete sind regenarm; außerordentlich trocken ist das Innere.

 

Pflanzen- und Tierwelt: Die Vegetation bildet mit der Tasmaniens ein eigenes austral. Florenreich. Den trop. Regenwäldern im N und NO schließen sich Baum-, Busch- und Grassavannen an; charakterist. Pflanzenarten sind Eukalyptus, Flaschenbaum, Grasbaum, Kasuarine, Akazie und Spinifex. Auch die Tierwelt weist eigene Formen auf. Die Säugetierfauna setzt sich v.a. aus Beuteltieren zusammen (Känguru, Koalabär), außerdem leben hier Vertreter der primitiven Kloakentiere wie Schnabeltier und Ameisenigel. Außergewöhnlich artenreich ist die Vogelfauna mit u.a. Emu, Leierschwanz, Kakadus und Echten Papageien. Der Dingo ist wohl eine verwilderte primitive Form des Haushundes, die sich stark vermehrenden Wildkaninchen wurden aus Europa eingeführt.

 

Vorgeschichte: Die Besiedlung Australiens von Asien aus in der letzten Kaltzeit wurde durch den zu dieser Zeit niedrigen Meeresspiegel (schmale Wasserstraßen) begünstigt. Etwa 43000 bis 47000 Jahre alt sind Steinwerkzeuge, die bei Sydney gefunden wurden. Die ältesten Siedlungsfunde stammen aus der Zeit um 30000 v.Chr.; vor rd. 25000 Jahren wurde an der austral. S-Küste (Koonaldahöhle) erstmals Feuerstein abgebaut. Der Bumerang ist seit etwa 8000 v.Chr. belegt; die für Australien typ. Felsbilder (Tier- und Menschendarstellungen) sind z.T. 5000 Jahre alt. In Tasmanien, das um 8000 v.Chr. durch die sich bildende Bass-Straße von Australien getrennt wurde, blieb die Kultur auf dem Stand der austral. Frühzeit. Nachdem sich in den letzten zwei Jt. die Fähigkeit der austral. Ureinwohner, Steingeräte herzustellen, allmählich zurückbildete, bestanden zur Zeit der Entdeckung Australiens ihre Waffen und Geräte meist aus Holz.

 

Literatur:

kunstwissen.de

 
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