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Eine verfolgte Kunst

..........unreine Skizzen:

Da die Anbringung der Malerei (Graffiti) illegal erfolgt und als Sachbeschädigung der vorgefundenen Malfläche/Wandfläche nach der gültigen Rechtsauffassung ist, befindet sich der Maler in der Rolle des Straftäters. So wird er von der Justiz und den Opfern seiner Malerei gesehen und auf Schadensersatz und Beseitigung der Malerei (Graffiti) verfolgt. Der Strayer befindet sich in einem Kampf um Sichtbarkeit im öffentlichen Raum in der Gegnerschaft zu Hauseigentümern und Staatsorganen, als ein David gegen Goliath. Er hat das Recht nicht auf seiner Seite darum arbeitet er als Terrorist gegen den Mainstream der Gesellschaft, indem er der Gesellschaft das Lebens und Ausdrucksrecht des Einzelnen gegenüber der konformen Masse entgegen hält.

Die meisten heute agierenden Sprayer wollen ihr Selbst und Ihre Probleme mit der Gesellschaft ausdrücken. Ebenso taten es die dt. Expressionisten . Die äußere Darstellung einer inneren Befindlichkeit wollen auch die Sprayer verdeutlichen. Ein Ausweg aus einem zunehmend von außen gesteuerten Leben in einer technisch orientierten Gesellschaft schien den Expressionisten die Orientierung an der Lebensweise primitiver Naturvölker zu sein, die noch von innen heraus leben. Man könnte die expressionistischen Werke also als ideologische Vorläufer für die heute vereinzelt zu findenden politischen Graffiti sehen, die meistens auch einen Protest gegen gesellschaftliche Lebensumstände darstellen.  

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