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Film als Medium
Medientechnik: mit fotograf. oder elektron. Mitteln erzeugte Folge von Einzelbildern, die schnell nacheinander auf eine Leinwand projiziert oder auf einem Bildschirm sichtbar gemacht den Eindruck von Bewegung hervorruft; eine Gattung der Massenmedien. Der Film besteht aus einem glasklaren, etwa 1/10 mm dickem, biegsamen Träger der mit einer lichtempfindlichen Schicht (Emulsion)in mehreren Schichten dient beschichtet ist.. Die Farbwiedergabe erfolgt beim Negativfilm als Farbfilm komplementärfarbig, als Schwarzweißfilm in umgekehrten Grauwerten (Schwarz als Weiß usw.); beim Umkehrfilm als Farbfilm in den natürl. Farben, als Schwarzweißfilm in entsprechenden Grauwerten. Durch das Kopieren der Negativfilm auf Positivmaterial (Papier oder Positivfilm) erhält man im Positiv die dem Motiv entsprechenden Farben bzw. Grauwerte.

Aufnahme- und Kopiermaterial: Zur kinematograph. Aufzeichnung von Bildern bewegten Inhalts und Schallereignissen werden Filme unterschiedl. Breite eingesetzt: Schmalfilme in den Breiten von 32 mm (2x16 mm, mit je ein- oder doppelseitiger Perforation, nur für Kopierverfahren), 16 mm (mit ein- oder doppelseitiger Perforation), 8-mm- oder Doppel-8-mm-Filme (mit einseitiger Perforation) sowie Super-8-mm-Filme, auch Single-8-mm-Filme gen. (mit einseitiger Perforation, verringerter Perforationslochgröße und vergrößertem Perforationslochabstand), Kinenormalfilme in der Breite von 35mm (mit doppelseitiger Perforation) und teilweise angewendete 70 mm breite Filme (mit doppelseitiger Perforation).

Aufnahme und Wiedergabe: Der Kinofilm ist zum mechanischen Transport in der Aufnahmekamera und im Vorführgerät an einer Seite (früher an beiden) mit Löchern versehen (perforiert). Die freie Seite dient zur Aufnahme der Lichtton- oder Magnettonspur. Bei einer Gesamtbreite von35 mm des Normal-Film, beträgt die Bildgröße 18 x 24 mm. Die Schmalfilme von 16, 9,5 und 8 mm habenBildgrößen von 7,5 x 10,5 mm, 6,5x8,5 mm und 4,5 x 3,25 mm, der Superacht-Film 5,4 x 4 mm. Bei demStudio-Film des Fernsehens wird heute meist nicht photographisch, sondern elektron. auf Magnetband oder auf Festplatte aufgenommen. Die Bildinformationen werden mit einer Bildaufnahmekamera (Filmkamera), einem optisch-mechan. Gerät, als Phasenbilder eines Bewegungsvorgangs auf einem perforierten Filmstreifen auf fotograf. Weg aufgezeichnet. Der Filmstreifen wird dabei schrittweise mithilfe eines Greifers durch einen Filmkanal mit einem Bildfenster bewegt und hier während der Stillstandzeiten belichtet. Während des Filmtransports wird der Film lichtdicht durch den Dunkelsektor eines Umlaufverschlusses abgedeckt. Die Belichtungszeit beträgt gewöhnlich 1/30 bis 1/50s (allgemeine Bildfrequenz 24 Bilder je Sekunde). Sprache, Musik und Geräusche werden i.Allg. zunächst auf unperforiertem 35 mm breitem Magnetfilm aufgezeichnet, später (bei der Herstellung der Theater- oder Sendekopie) auf die kombinierte Bild-Ton-Kopie übertragen. Sie können dort in einer Magnetspur oder in mehreren Magnetspuren bzw. in einer Lichttonspur oder in einer kombinierten Licht- und Magnetspur (Magoptical-Kopie) gespeichert enthalten sein. Bei den Spiel-, Dokumentar- u.a.Filmen verwendet man den 35 mm breiten Film. Für die Produktion von Großfilmen wurde v.a. der 70 mm breite Film verwendet, ausschließlich als Farbfilm. Für wiss. Filme wird sowohl der 35-mm-Normal-Film als auch der 16- und 8-mm-Schmal-Film angewendet. Der Super-8-mm-Film mit seiner um 44% größeren Fläche eines Phasenbildes hat heute den 8-mm-Fiolm der klass. Art und den 9,5-mm-Film verdrängt. Der Farbfilm hat den Schwarzweißfilm weitgehend abgelöst.

Der Filmprojektor (Laufbildwerfer) dient der Wiedergabe der gespeicherten Phasenbilder und ähnelt in Aufbau (bis auf die zusätzlich vorhandene Projektionslichtquelle) und Arbeitsweise der Bildaufnahmekamera. Wichtigste Teile sind das Projektorlaufwerk, das Abbildungssystem, die Tonabtasteinrichtung und der Antriebsmotor mit konstanter Drehzahl (Asynchron- oder Synchronmotor).

 

Produktionsgang: Die F.-Produktion verteilt sich auf Spiel-F. (die wirtschaftliche Kerngruppe), Dokumentar-F., Lehr-F., Kultur-F. und Werbe-F. - Spiel-F. entstehen in Eigenproduktion, Auftragsproduktion und Co-Produktion. Herstellung, Vertrieb und VorfÜhrung müssen wegen des hohen Kostenaufwandes genau geplant werden. Beim Spiel-F. wird der F.-Stoff über das Expose (kurzer Handlungsabriß) und das Treatment (ausführlicher Handlungsabriß) zum Drehbuch ausgearbeitet. Zum Stoff treten Rollenbesetzung und Stab (Mitwirkende für Regie Bauten, Kamera, Ton sowie für Produktions- und Aufnahmeleitung).

Nach den Dreharbeiten wird der F. in der Kopieranstalt photochem. bearbeitet. Die erste Kopierung der Negative ergibt die Arbeitskopie für den F.-Schnitt, der die künstler. Qualität des Films entscheidend mitbestimmt. Durch den F.- Verleih werden die F. vom Produzenten an den F.-Theaterbesitzer vermittelt.

Filmgattungen: Komödie, Krimi, Drama, Thriller, Horror, Science fiction, Abenteuer, Western,, Kriegsfilm, Historienfilm, Heimatfilm, Märchenfilm, Liebesfilm, Erotik, Musikfilm undZeichentrick. Arten des Trickfilms (Animationsfilm) sind der Zeichen-, der Puppentrick- und der 3D-Animationsfilm. Nach der Funktion wird der Film eingeordnet als : Unterhaltungsfilm, Werbefilm, Dokumentarfilm, Anleitungsfilm. Film läßt sich auch einteilen nach dem angestrebten Publikum: Kinderfilme, Jugendfilme und Erwachsenenfilme.

Spielfilm: Der Begriff Spielfilm bezeichnet eine Filmgattung von unterschiedl. Länge, bei der das Geschehen vor der Kamera mit dem Ziel der Gestaltung einer vorher im Drehbuch festgelegten Handlung in Szene gesetzt wird, wobei Darsteller bestimmte Rollen spielen. Der Dokumentarfilm gibt im Unterschied zum Spielfilm mit dokumentar. Material die Realität unmittelbar berichtend wieder; häufig wird er durch gesprochenen Text kommentiert. Ein Kurzfilm ist i.Allg. kürzer als eine Stunde. Die durch das Fernsehen verdrängte Wochenschau als period. aktuelle Filmberichterstattung enthielt neben dokumentar. auch unterhaltende Beiträge. Bis zur Erfindung des Tonfilmverfahrens und dessen prakt. Durchsetzung (erste Tonfilme 1926-29) wurden Filme ohne Ton (Stummfilme) bei der Vorführung meist von Klavier-, Orgel- oder Orchestermusik begleitet. In den 30er-Jahren kam zuerst in den USA, dann in Europa der Farbfilm auf.

Der Begriff Spielfilm bezeichnet eine Filmgattung von unterschiedl. Länge, bei der das Geschehen vor der Kamera mit dem Ziel der Gestaltung einer vorher im Drehbuch festgelegten Handlung in Szene gesetzt wird, wobei Darsteller bestimmte Rollen spielen. Der Dokumentarfilm gibt im Unterschied zum Spielfilm mit dokumentar. Material die Realität unmittelbar berichtend wieder; häufig wird er durch gesprochenen Text kommentiert. Ein Kurzfilm ist i.Allg. kürzer als eine Stunde. Die durch das Fernsehen verdrängte Wochenschau als period. aktuelle Filmberichterstattung enthielt neben dokumentar. auch unterhaltende Beiträge. Bis zur Erfindung des Tonfilmverfahrens und dessen prakt. Durchsetzung (erste Tonfilme 192629) wurden Filme ohne Ton (Stummfilme) bei der Vorführung meist von Klavier-, Orgel- oder Orchestermusik begleitet. In den 30er-Jahren kam zuerst in den USA, dann in Europa der Farbfilm auf.

 

Literatur:

kunstwissen.de

 
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