<<
Wie ein Film entsteht
:::::::::: Übersicht / Herstellung / Berufe beim Film / Literatur

 

 Übersicht des Produktionsgangs: Die Filmproduktion verteilt sich auf Spielfilm (die wirtschaftliche Kerngruppe), Dokumentarfilm, Lehrfilm, Werbefilm. Spielfilme entstehen in Eigenproduktion, Auftragsproduktion und Co-Produktion. Herstellung, Vertrieb und Vorführung müssen wegen des hohen Kostenaufwandes genau geplant werden. Beim Spielfilm wird der Filmstoff über das Expose (kurzer Handlungsabriß) und das Treatment (ausführlicher Handlungsabriß) zum Drehbuch ausgearbeitet. Zum Stoff treten Rollenbesetzung und Stab (Mitwirkende für Regie Bauten, Kamera, Ton sowie für Produktions- und Aufnahmeleitung). Die kommerziellen Filmproduktion und Ästhetik ist unsere heutige Erscheinung von Kultur, als Massenkultur.

Die spezifisch filmischen Ausdrucksmöglichkeiten entdeckte der Stummfilm: Mimik und Gestik als Ersatz für Wort und Dialog, Licht und Schatten als raum- und stimmungsschaffende Faktoren, Bildkomposition und -montage als Symbol der auch inneren Vorgänge, die Großaufnahme, Perspektive und Kamerabewegungen (»Fahrten« oder »Schwenks«) als Ausdrucksmittel zur Spannungs- und Bewegungssteigerung sowie zur Hinlenkung auf bestimmte Details. Die Erkenntnis des vorwiegend erzählenden Charakters des Films setzte sich durch: Anders als im Schauspiel wird das Interesse des Zuschauers durch ständigen, raschen Szenenwechsel wach gehalten (Wechsel von Ort und Zeit).

Nach den Dreharbeiten wird der Film in der Kopieranstalt entwickelt. Die erste Kopierung der Negative ergibt die Arbeitskopie für den Filmchnitt, der die Aussage des Films entscheidend mitbestimmt. Es folgen Vertonung, Musik und Synchronisation. Durch den Filmverleih werden die Filme vom Produzenten an den Kinobesitzer vermittelt zudem gibt es ein genau geplantes Marketing und Merchandising vom T-shirt und Memorabilia.

 

 ....Herstellung:

I. ..Vorbereitungsphase (Preproduction) ::1.Idee / 2.Produktion/ 3.Drehbuch / 4.Storyboard / 5.Regie / 6.Kamera / 7.Casting / 8.Schauspieler / 9.Ausstattung / 10.Produktionsdesign , Matte

II. .Dreharbeiten

III. Nachbereitungsphase (Postpoduction)

IV. Vermarktung (Marketing)

 

.... I. Preproduction: Der Produzent betreut die Produktion von der Idee bis zum abgeschlossenen Film. Er organisiert die Finanzen für das Projekt, stellt den Mitarbeiterstab zusammen und trifft schließlich die Vorbereitungen für den Vertrieb des fertigen Produkts. Das Rohdrehbuch oder die Filmidee wird einem Produzenten empfohlen bzw. erzählt oder ein festangestellter "reader" liest für das Studio unaufgefordert zugesandte Drehbücher und beurteilt sie in einem vierseitigen Report.

Ein Drehbuchautor arbeitet das Script auf ca 100 Seiten aus. Die Filmhandlung wird zunächst meist in einem Exposé dargestellt, im Treatment sind Schauplätze und Charaktere umrissen. Glaubt der Produzent das daraus ein wirtschaftlich ertragreicher Film zu machen ist gibt er "Grünes Licht ", das bedeutet die Filmproduktion wird in Gang gesetzt: Regisseur, Schauspieler und Geld werden durch einen Besetzungsleiter gesucht. Neben der Eignung für die spezifische Rolle hat er noch seine Zugkraft beim Publikum und damit seinen Einfluss auf die Kasseneinnahmen zu bedenken.

Das Rohdrehbuch enthält die für die Filmaufnahmen wesentlichen Angaben. Die Produktionsfirma engagiert den Stab ( Regisseur, Kamera, dazu Produktionsdesign und Ausstattung, Schnitt, Ton ) und die Besetzung der Haupt- und Nebenrollen. Der Regisseur arbeitet mit den Autoren danach das Drehbuch aus. Danch wird ein Storyboard gezeichnet. Das Storyboard besteht aus den zu filmenden Einzeleinstellungen und der Drehplan wird gemacht, Ausstattung und Produktionsorte festgelegt. Im Drehplan sind die nummerierten Kameraeinstellungen des Storyboards und die an den einzelnen Drehtagen aufzunehmenden Szenen enthalten.

 

II. Dreharbeiten: Der Regisseur sorgt für die filmische Realisierung des Drehbuchs. Er führt den Produktionsstab ( Filmset ) und die Schauspieler bei der täglichen Arbeit an. Der Regisseur übernimmt so die künstlerische Aufsicht über den gesamten Hergang, vom Drehbuch bis zum Endschnitt des Filmes. Die Filmaufnahmen erfolgen im Freien oder im Studio nach dem Drehplan.Die Dreharbeiten arbeiten den Drehplan ab, in der Regel 35 Tage dauern Dreharbeiten für den gängigen 1,5 Stunden Spielfilm.Der Cutter beginnt mit der Synchronisisation von Film und Tonspur und führt täglich die Bildmuster (alle Aufnahmen eines Tages) in Anwesenheit des Regisseurs und wichtiger Mitglieder der Crew vor.

  

III. Postproduction: Aus den einzelnen Takes wird ein Film zusammengeschnitten; eventuell müssen Szenen nachgedreht werden. Ton, Filmmusik und Synchronisation werden dem Film beigefügt. Der zumeist vom Bild getrennt aufgenommene Ton (Dialog, Musik, Geräuschkulisse) ist im fertigen Film auf einem Filmstreifen mit dem Bild vereinigt. Dies ist die Aufgabe der Cutter, die ihrerseits Teams von Spezialisten für die Auswahl und den Schnitt der Tonspuren und Negativfilme beaufsichtigen.

IV. Marketing:

Verleihfirmen verleihen Kopien des Films von den Produzenten oder Produktionsfirmen an die Kinos, betreiben Werbung für ihn, organisieren öffentliche und private Fernsehübertragungen sowie den Videoverleih und -verkauf. Der Produzent entrichtet für diesen Dienst einen bestimmten Prozentsatz seiner Einnahmen an die Verleihfirma. Ausgeklügelte Marketing-Strategien sind untrennbar mit dem Massenmedium Film verbunden. Vermarktung des Films in Kinokarten, Plakate, Buchform, T-Shirts, Video, DVD , Modellfiguren, Filmmusik etc.unter Mithilfe von Interviews der Stars, TV-Spots, Premierenfeiern,Werbekampagien etc..


....Berufe beim Film: Art-director, Klimaeffekte, Beleuchter,Tontechniker, Kammeramann, Tischler, Besetzungschef, Verpflegung, Farbtechniker,Garderobier, Chefbeleuchter, Beleuchter, Techniker, Hair Stylist, Innenrequisiteur, Kameraassistent, kameramann, Kamerakranführer, Kabelhelfer, Lichtdouble, Schärfezieher,Komponist, Kulissenbauer, Kostümbildner, Kulissenmaler, Regisseur,Requisiteur, Kabelhelfer, Statist, Cutter, Geräuschemacher, Friseur, Aufnahmeleiter, Motivsucher, Maskenbildner, Matte-Maler, Designer für mechanische Effekte, Miniaturen- Designer, Modellbauer, Standfotograf, Stuntman, Spezialist für optische Trickeffekte, Computereffekte, Produktionsleiter, Aufnahmeleiter, Produzent, Produktionsdesigner, Requissitenhersteller, Requisiteur, Feuerwerker,Bühnenarbeiter, Skriptgirl, Standphotograph, Stpryboard-Zeichner, Stuntman, Bauteam, Title-Designer, Tischler, Pressebetreuer, Garderobier


Literatur:

 

kunstwissen.de

 
>