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.....Medienvorlagenhersteller

Vom ersten Strich zum fertigen Produkt

 

Der Medienvorlagenhersteller muß ein Tausendsassa sein, denn seine Fähigkeiten beinhatten schließlich das Wissen aus drei Berufen. Dazu kommt, daß er sich mit den Know-how von der technischen Seite auskennen sollte (Software, Systemabstürze). Auch muß er zumindest wissen, wie man einen Flachbettscanner bedient. Außerdem sollte man als Multitalent wissen, mit welchen Softwarelösungen die Ideen für Broschüren, Kataloge, Anzeigen und Zeitungen schnell und effizient und nicht zuletzt werbewirksam umgesetzt werden können. Klar, daß er mit den gängigen Grafikprogrammen wie FreeHand, Illustrator, dem Layout-Programm QuarkXPress, Pagemaker und Photoshop arbeiten kann. Nach dem zweiten Ausbildungsjahr sollte zusätzlich zur bisherigen Fachrichtung Gestaltung Medien-Operating angegeboten werden. Der Beruf deckt damit eine ganze Bandbreite zukünftiger Arbeitsfelder in der Werbung, der Druckvorstufe sowie der Multimediaproduktion ab.

Der Werbe- und Medienvorlagenhiif steller (Fachrichtung Medienopera-ting) sollte wissen , wie er für eine multimediale Produktion z.B. für eine CD, Videosquenzen und Sound, gesprochenen Text und Grafiken digitalisiert und schließlich kombiniert. Letzlich kann dieser kreative Medientechniker hinterher entscheiden, ob er lieber auf dem klas-sisch-grafischen Gebiet oder im multimedialen Sektor tätig seinmöchte. Im Vergleich zum Repro-hersteller/in beziehungsweise

Schriftsetzer/in sind Werbe- und Medienvorlagen h ersteller/i n stärker gestalterisch tätig. Die Ausbildung ist in zwei Fachrichtungen, Gestaltung und Medienoperating möglich. Zu empfehlen wäre vor Beginn der Ausbildung oder Umschulung an einem Praktikum oder an einer Fest-stellungsmaßname teilzunehmen. Die Adressen erfährt man beim Arbeitsamt (Berufsberatung). Eine normale schulische Ausbildung dauert drei Jahre, eine Umschulung 21 Monate. Zu empfehlen wäre nach meinen heutigen Kenntnissen das Bildungsforum Bottrop, Fachkompetente Ausbildung sind sein Markenzeichen. Ein Scanner im High-End Bereich ist vorhanden. Mac-Räume, PC-Räume, Belichter, Entwicklungsmaschine und eine richtige Druckerei. Also es kann ein richtiger Kundenauftrag nachgestellt werden. Dies war nur ein kleiner Eindruck.

O.S.

Als erster Schritt wird ein Scribble (grob dargestelltes Zeichnen) nach den Vorstellungen des Kunden an gefertigt. Hierbei werden mehere Versionen angefertigt, um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, leichter eine Entscheidung zu tref fen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Aus dem ausgewählten Scribble wird ein Reinlayout ange fertigt, d.h. es wird eine Zeichnung des Scribbles gemacht, die dem ge druckten Endprodukt sehr nahe kommen sollte.

Dieses wird dem Kunden nochmals vorgelegt, damit er entscheiden kann, ob er mit dem Entwurf zufrie den ist oder nochmals Verbesse rungsvorschläge macht. Nach er folgter Entwurfsfreigabe durch den Kunden erfolgt die Umsetzung am Computer. Im DTP-Bereich ist Apple mit seinem Rechner (Power Mac) marktführend. Eventuell einzusetzende Bilder wer den am Scanner (hier im Haus High End-Scanner Scitex Smart 320) eingescannt und bearbeitet. Über ein Netzwerk (Server) sind die Macs miteinander verbunden, sodaß je der Rechnerplatz die Möglich akeit hat, über das Netzwerk auf die Festplatte des Scanners zuzugreifen und eingescann te Bilder oder Texte auf seine Festplatte zu laden. Die endgültige Nachbearbeitung der Bilder findet im Programm Photoshop (von Adobe) statt. Logos und grafische Zeichnungen werden mit dem Programm Free hand (von Macromedia) ange fertigt.

Die endgültige Zusammensetzung von Logos und Bildern oder Zeichnungen, die Erfassung und das Setzen von Texten erfolgt mit dem Programm QuarkXPress.

Die fertigen Daten werden über das Netz werk zum Belichter geschickt. Der Belichter hat die Funktion, am Rechner erstellte Daten auf einen lichtempfindlichen Film (ähnlich dem Material in der Fotografie) auszubelichten. Der ausbelichtete Film wird im Entwickler Agfa Rapiflex (wie in der Fotografie mit Entwickler und Fixierer) entwickelt: Aus dem entwickelten Film werden Druckformen (Druckplatten) angefertigt. Dieses geschieht hier im Hause mit einer Montakop von Theimer. Erst mit diesen Druckformen kann der Drucker das Produkt anfertigen. Dazu spannt er die Druckformen in die Druckmaschine. (Adast 725 P) ein. Nach dem auftragen der Druckfarbe erfolgt dann der Druck. Das fertige Produkt wird dann vom Buchbinder mittels Falzmaschine (PIB multipl. CAS 524) gefalzt und je nach Kundenwunsch noch gehef tet, geleimt oder gebunden.

 

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