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Mühlheimer Freiheit ( 1979-1984)

Eine Explosion spontaner Malerei findet am Ende der siebziger Jahre auch in dem Kölner Gemeinschaftsatelier an der Straße >Mülheimer Freiheit< Nr. 110 statt Die Mühlheimer Freiheit war eine Künstlervereinigung von Malerfreunden im Kölner Stadtteil Mühlheim am Platz Mühlheimer Freiheit Nr. 110. In dem Gemeinschaftsaltelier von Hans Peter Adamski, Peter Bömmels, Walter Dahn, Georg Jiri Dokoupil, Gerhard Kever und Gerhard Naschberger finden sie mit ihrem neoexpressiven Malstil den zeitgemäßen Bildausdruck und eröffnen der Malerei neue Möglichkeiten. >Hunger nach Bildern< war nicht nur der Titel einer Ausstellung sondern ein Zeitgeistmotto nach den Jahren ohne Malerei in Conzept Kunst und Minimal Art die sich vor allem in den Bereichen jenseits des Bildes bewegten., wo einträchtig nebeneinander, gelegentlich sogar miteinander auf derselben Leinwand, malen. Auch hier läßt sich ein starker Einfluß der neuen Musikszene als Stimulanz spontaner Malgesten beobachten. Doch dieser verbindet sich nicht wie in Berlin mit expressionistischen Traditionsanleihen, sondern mit einem >stillosen< Nebeneinander und Übereinander diverser Stile, wie es bei Francis Picabia, Sigmar Polke und den Italienern begegnet. Da es keinen sogenannten Gruppenstil gibt, sondern das Verbindende lediglich in der spontan vollzogenen Alternativmalerei zur Concept Art liegt, fällt die Gruppengemeinschaft sehr rasch auseinander.

In Berlin gab es die >Moritz Boys< um die Disco SO 36 mit Fetting , Middendorf , Salome

und in Hamburg die Oehlenbrüder , Kippenberger und Büttner.