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Helmut Middendorf ( 1953 -

 Middendorf war Mitbegründer der Galerie am Moritzplatz in Berlin und gehörte zu den 'Jungen Wilden'. Diese Gruppe ambitionierter Maler nutzte in den 1970er und 1980er Jahren den Sonderstatus West-Berlins für ihre provokativen, anarchischen Aktionen. Mit der eigenen Produzentengalerie setzten sie sich über die etablierten Normen des Kunstmarktes hinweg.

Helmut Middendorf wurde 1953 in Dinklage geboren.Von 1973 - 1979 studierte er an der Hochschule der Künste Berlin bei Karl Horst Hödicke. Gemeinsam mit Rainer Fetting, Salomé und Bernd Zimmer beteiligte er sich 1977 an der Gründung der Galerie am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg, Moritzplatz.

Durch die Anregungen seines Lehrers Karl Horst Hödicke, dem Ziehvater der Neuen Expressionisten in Berlin, wendet sich Middendorf jedoch in den späten siebziger Jahren einer gegenständlichen, betont malerischen Gestaltungsweise zu. Man zählt ihn zur Gruppe der "Jungen Wilden", die eine "heftige Malerei" proklamieren.

In verschiedenen farblichen Kombinationen variiert Middendorf serienmäßig Themen, die aus der direkten Umgebung und der persönlichen Erfahrung gewonnen werden. In vehementer Gestik und greller Farbigkeit, bei der die Führung des Lichtes eine zentrale kompositorische Funktion erfüllt, veranschaulicht der Künstler die zuckenden Bewegungen der Tanzenden in der Kreuzberger Discothek SO 36 oder bannt die Haltung eines Rocksängers auf die Leinwand und macht sie so zu "Ikonen der Gegenwart". Zitat Ketterer Kunst

1977 begründet Middendorf mit anderen Hödicke-Schülern die legendäre "Galerie am Moritzplatz" in Berlin-Kreuzberg, die neben Malerei, Zeichnung und Objektkunst auch Filme, Fotos und Performances zeigt. Seit 1979 hat Middendorf einen Lehrauftrag für Experimentalfilm an der Hochschule der Künste in Berlin, ein Medium, mit dem er sich parallel zur Malerei bereits während seines Studiums beschäftigt hat.

Schlagartig bekannt wird der Künstler allerdings durch die Anfang 1980 im Berliner Haus am Waldsee stattfindende Gruppenausstellung "Heftige Malerei", wo seine Werke mit denen von Rainer Fetting, Salomé und Bernd Zimmer gezeigt werden. Im selben Jahr erhält er ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und geht nach New York.

Die direkte Betroffenheit weicht in den jüngeren Arbeiten einer größeren emotionalen Abgeklärtheit. Über die Reduktion der Farbe und schließlich durch die Hinwendung zu neuen Themen findet er zu einer experimentellen Offenheit zurück.

Mit Malern wie Jiri Georg Dokoupil, Rainer Fetting, Salomé und Elvira Bach gehört er zu den >Neuen Wilden<. Namensgebend hierbei war die Ausstellung "Les Nouveaux Fauves - Die Neuen Wilden", die 1980 in Aachen gezeigt wurde. 2003/2004 war er bei der Ausstellung >Obsessive Malerei - Ein Rückblick auf die Neuen Wilden< vertreten.

Link:  

www.galerie-winter.de/kuenstler/helmut_middendorf.html

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