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Jiri Georg Dokoupil (1954 -

Dokoupil wurde 1954 in Krnov, Tschechoslowakai geboren. Die Familie floh nach Deutschland und Dokoupil studierte Kunst in Köln, Frankfurt und NY. Mit Beginn der 80ziger Jahre wurde die Künstlergruppe um Walter Dahn und Jiri Georg Dokoupil die "Mühlheimer Freiheit" durch die Ausstellungstätigkeit u.a. in der Galerie Paul Maenz, Köln, weltbekannt. Der Durchbruch der sog. "Jungen Wilden" erfolgte mit der Ausstellung "Mühlheimer Freiheit und interessante Bilder aus Deutschland" in der Galerie Paul Maenz, es folgten Documentateilnahme, Gastprofessuren und weltweite Einzelausstellungen.

Dokoupil ist der Prototyp des postmodernen Künstlers. Da gibt es keinen einheitlichen Stil oder Stilentwicklung an seine Stelle treten konzeptuelle Werkzyklen die sich durchaus historisch bedienen bzw. historisch verweisen: Abstraktion, Surrealismus, Pop Art, Art Brut, Kubismus. Seine Arbeiten sind auch beeinflußt von den Themen der Alltagswelt: z.B. Astrologie. Dokoupil erneuert in regelmäßigen Abständen seinen Stil- erfindet sich künstlerisch neu , zB.erfand der 1998 die Malerei über der Kerzenflamme, es folgten Bilder mit Muttermilch und Seifenblasen, benutzt er die Technik des Scrafitto mit Pigment auf rauhem Putz, das Malen mit der Peitsche oder Autoreifenabrollungen.

Dokoupil ist einer der vielseitigsten Künstler der Gegenwart. Getreu den Thesen des Dadaisten Marcel Duchamp vergewissert sich Dokoupil seiner künstlerischen Autonomie, indem er sich keinem persönlichen Stil unterordnet. Dennoch zeigt sein künstlerisches Kalkül Konsequenz in der Suche nach einer Malerei, die "unmittelbar der Natur abgeleitet wird" (Dokoupil). Bei diesem Bemühen entwickelte er eine Reihe von naturnahen Techniken: Seifenblasen, Muttermilch und Kerzenruß.(chb)

1954 geboren in Krnov (Jägerndorf), CSFR

1976-78 Kunststudium in Köln, Frankfurt und New York (Cooper Union Hans Haacke)

1978-79 Mitbegründer des Gemeinschaftsateliers in Köln in der Straße "Mühlheimer Freiheit" Nr. 110,

zusammen mit Hans Peter Adamski, Peter Bömmels, Walter Dahn, Gerard Kever und Gerhard Naschberger

1983-84 Gastlehrer, Kunstakademie Düsseldorf

1989 Gastlehrer, Circulo de bellas Artes, Madrid

1994 Gastlehrer, Sommeruniversität Amsterdam

1994-95 Gastlehrer Gesamthochschule, Kassel

Dokoupil lebt und arbeitet in Köln, Santa Cruz de Tenerife und New York

Ausstellungen

1982 Teilnahme an der Dokumenta VII, Kassel

Einzelausstellungen im In- und Ausland: U.a. Galerie Paul Maenz, Köln; Galerie Karl Pfefferle, München; Kunstmuseum Luzern; Kunsthalle Kiel; Museo National Reina Sophia, Madrid (Retrospektive); Museum Ludwig, Palais Liechtenstein, Wien (Retrospektive), Hamburg (Retrospektive)

 

Links: http://www.jca-online.com/dokoupil.html

http://ifa.de/a/a1/kunst2/da18dobi.htm

Literatur:

 

kunstwissen.de

 
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