<<


Wols eigtl. Alfred Otto Wolfgang Schulze (1913-1951)

 

::Am 27.5.1913 wird Alfred Otto Wolfgang Schulze in Berlin geboren. 1919 zieht er mit seiner Familie nach Dresden um. Bereits als Kind nimmt er Geigenunterricht. 1931 beginnt er eine Lehre als Fotograf.Im darauf folgendem Jahr arbeitet er kurze Zeit im Afrika-Institut in Frankfurt, besucht das Bauhaus in Berlin und reist das erste Mal nach Paris, wo er vermutlich Schüler bei Léger ist.

1933 wandert er schließlich nach Frankreich aus und schlägt sich in den folgenden Jahren als Fotograph in Frankreich, aber auch in Spanien durch. 1935 spielen ihn Naziagenten dem deutschen Konsulat zu. Er verbringt drei Monate im Gefängnis. Zwei Jahre darauf findet die Ausstellung „Photographies par Wolfgang Schulze“ in der Galérie de la Pléïde in Paris statt, die ihm eine gute Resonanz als Fotograf beschert. Im selben Jahr nimmt er das Pseudonym Wols an. 1938 lernt er surrealistische Künstler, Schriftsteller und Schauspieler, wie Tzara, Max Ernst, Blin und Marcel Duhamel kennen und mögen.

1939 wird er für 14 Monate interniert - in dieser Zeit entstehen zahlreiche Aquarelle. 1940, im Jahr seiner Entlassung, heiraten Wols und Gréty Dabija. In der Zeit des Krieges befinden sie sich auf ständiger Flucht vor dem Naziregime und Wols verfällt immer mehr dem Alkoholkonsum.

Bis zu seinem Tod nimmt Wols an zahlreichen Austellungen teil und illustriert für Satre, Kafka u.a..Aufgrund seiner schlechten gesundheitlichen Verfassug erliegt Alfred Otto Wolfgang Schulze alias Wols mit 38 Jahren in Paris einer Lebensmittelvergiftung.

 

Einzelausstellungen:

1937 Paris

1942 Betty Parson, New York

1945 René Drouin, Paris

1947 40 Ölgemälde, René Drouin, Paris Réalités Nouvelles, Gardin du Luxembourg, Paris

1950 Iolas, New York

  

WOLS gilt als Hauptbegründer und Wegbereiter des Tachismus. 40 Schwarzweissfotografien, 12 Aquarelle und 33 Radierungen verweisen auf Einflüße des Pariser Surrealistenkreises. Wols' Fotografien – Alltagsansichten, Porträts und absurd-morbide Stilleben – entstanden überwiegend in den 30er Jahren. Grafisch durchdacht komponierte er Licht und Schatten, Fläche und Linie der jeweiligen Motive zu ungewöhnlichen Bildeinheiten. In den 40er Jahren schuf Wols Radierungen, wovon einige auch als Bildillustrationen für Texte von Sartre, Artaud, Kafka u.a. verwendet wurden. Abstrahiert verarbeitete er darin natürliche Bauprinzipien von Tieren und Pflanzen. Auch in seinen Aquarellen aus den 40er Jahren fixierte er emotionale Impulse in der verhaltenen und gesteigerten Dynamik der Linie. Aus aquarellierten Farbfeldern entwickelt er in Verbindung mit kleinteiliger Federzeichnung visionäre Struktursequenzen und Stadttopografien.

 
Wols Werkauswahl

Wols hat Arbeiten nie Titel gegeben und sie auch nicht datiert. Alle Bildtitel sind nachträgliche Hinzufügungen, die zeitliche Zuordnung gründet sich, soweit dies feststellbar war, auf die Entstehungsorte der Arbeiten.

 

 

Aquarelle

 

   :

Druckgraphik

 

  von Janine Mielke

 

kunstwissen.de

 
>