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GEORG BASELITZ ( 1938 -

Baselitz, Georg - eigentlich Hans-Georg Kern- ist ein deutscher Maler und Bildhauer. Seine neoexpressionistisch-figurativen Werke beeinflussen stark die deutsche Kunst ab 1970 als eigenständige Antwort auf die amerikanische Kunst und Malerei.

Georg Baselitz wurde am 23. Januar 1938 in Deutschbaselitz (Sachsen) geboren. 1957 wurde er bereits nach kurzer Zeit von der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Ostberlin wegen künstlerischer Unfähigkeit verwiesen und siedelte nach Westberlin über, wo er zwischen 1957 und 1964 die >Hochschule für bildende Künste< besuchte. Hier war der Vertreter des Action Painting Hann Trier sein Lehrer. Seine erste Ausstellung hatte Baselitz 1961 zusammen mit dem Maler Eugen Schönebeck in Westberlin, mit dem er sich in den so genannten Pandämonischen Manifesten von den zeitgenössischen Kunststilen distanzierte. Bekannt wurde Baselitz 1963 mit >Die große Nacht im Eimer<, dem Gemälde eines onanierenden Jungen das er in Berlin ausstellte.

Baselitz' Arbeiten, die stark vom deutschen Expressionismus beeinflusst sind, stellen jedoch in Art der Postmoderne die Frage nach dem Sinn des Bildes. Ab 1969 begann er Bilder zu malen, deren Figuren verkehrt herum abgebildet sind, um die Unabhängigkeit der Kunst von der Wirklichkeit auszudrücken. Neben Gemälden schuf Baselitz Druckgraphiken, Holzschnitte, Zeichnungen und (seit 1980) auch bemalte Holzskulpturen, die er auch mit der Kettensäge erarbearbeitet. Er gehört zu den weltweit wichtigsten Malern unserer Zeit.


Baselitz wurde am 23. 1. 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz in Sachsen geboren und studierte ab 1956 in Ost-Berlin Kunst, wo er sich unter anderem mit Ralf Winkler (A.R. Penck) befreundete; siedelte 1957 nach West-Berlin über und studierte er an der Hochschule der Künste bis 1964 bei Hann Trier. Im Jahre 1978 erhielt Baselitz eine Professur an der Karlsruher Akademie der Bildenden Künste und lehrte zwischen 1983 und 88, sowie ab 1992 an der Hochschule der Künste in Berlin. Baselitz lebt in Derneburg bei Hildesheim. Seit den 50er Jahren entwickelte er eine dem gegenständlichen verbundenen Malerei, die anfänglich in schmutzigen Farben gemalte Tier und Landschaftsfragmente darstellte, ab 1964 gewann die Farbe und Form als eigentliches Medium der Malerei an Bedeutung und die Gegenständlichkeit wurde modifiziert und bedeutungslos gemacht.

Link:  www.baselitz

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