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Jean Arp (1987-1966)
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Jean Arp wurde am 16. Sept. 1887 in Straßburg als Sohn eines Zigarrenfabrikanten und dessen elsässischer Frau in Straßburg geboren. Sein ursprünglicher Name war Hans Peter Wilhelm Arp ( nach Frankreich emigriert, nannte er sich Jean).
Während seines Studiums an der Kunstgewerbeschule in Straßburg veröffentlicht Arp 1904 seine ersten Gedichte.
1904-1908 studierte er an den Kunstschulen in Straßburg und Weimar, dann an der Academie Julian in Paris. Dort langweilten ihn die konventionellen Lehrmethoden und so suchte er nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Angeregt von der Kunst und den Künstlern des Blauen Reiters und der Galerie „Der Sturm" von Herwarth Walden in Berlin begann er seinen Weg. 1909 Umzug nach Weggis (Schweiz).
 

1911 Arp ist Mitbegründer der Künstlervereinigung "Moderner Bund" in der Schweiz. Er lernt Wassily Kandinsky kennen und knüpft über ihn Kontakte zu der expressionistischen Künstlergruppe Der Blaue Reiter in München.1913 veröffentlicht Arp Artikel in der expressionistischen Zeitschrift "Der Sturm" in Berlin.

1914 Nach Beginn des Ersten Weltkriegs kehrt Arp in die Schweiz zurück. November 1915 stellt Arp erstmals abstrakte Werke in der Galerie Tanner in Zürich aus. Hier lernt er die Malerin Sophie Täuber kennen, die er 1922 heiratet.

 

1916 Arp illustriert Tristan Tzaras (1896-1963) "25 Gedichte".Arp gehört zu einer Gruppe von Künstlern, die sich regelmäßig im Café Voltaire in Zürich treffen, um ihre pazifistische Einstellung öffentlich zu äußern. Diese Gruppe, zu der neben Tristan Tzara auch Hugo Ball (1886-1927) und Richard Huelsenbeck (1892-1974) Marcel Janco, und Emmy Hennings gehören, begründet er die Dada-Bewegung in der Schweiz und veranstaltet regelmäßig ein Kabarett, in dem Künstler ihre dadaistischen Werke vorstellen.
Es war eine kreativ anarchische Gruppe die spielerisch versuchten Möglichkeiten der Kunst auszuloten. Zusammen mit seiner Frau fertigte er - neben der Malerei - Collagen, Holzrelefiefs, Teppiche und Stickereien an. Arp erinnerte sich: „Wahrend in der Ferne der Donner der Geschütze grollte, sangen, klebten und dichteten wir aus Leibeskräften". „Wir suchten eine elementare Kunst, die den Menschen vom Wahnsinn der Zeit heilen sollte".

 
Arp und seine Frau gaben die Leinwandmalerei auf, er konzentrierte sich auf Plastiken und Collagen. Berühmt machten ihn vor allem seine Reliefs, in denen runde, organische Formen vorherrschen. Er fertigte sie aus übereinander geschichteten, bemalten Holzern und Kartons, aus Platten aus Schichtholz , auch aus Bronze und Messing. Mit seinen Arbeitsschwerpunkten Zufall, Abfallmaterial und biomorphe Formen wurde er ein Vorläufer von Fluxus und Funk Art, aber auch für die Minimal Art und den Konstruktivismus hat er Anstöße gegeben.

1919 Arp zieht nach Köln. Hier schließt er Freundschaft mit Max Ernst und Johannes Baargeld (1892-1927). Mit beiden Künstlern steht Arp für den "Kölner Dadaismus", der sich durch politisch-provokante Arbeiten auszeichnet. Gemeinsam geben sie die marxistisch orientierte Satire-Zeitschrift "Der Ventilator" heraus.

1920 Arp wendet sich mit seinen Arbeiten stärker dem abstrakten Surrealismus zu.
1923 Arp beginnt die Zusammenarbeit mit dem in Hannover lebenden Dadaisten Kurt Schwitters (1887-1948). Arp verfaßt Beiträge für die Zeitschrift "Merz". Er zieht nach Paris und nimmt dort an der ersten Gruppenausstellung der Surrealisten teil.


1926 Arp zieht nach Meudon (heute: Clamart) in Frankreich. Er wird französischer Staatsbürger am 20. Juli 1926.

1929 bezog er ein Atelierhaus zwischen Clamart und Meudon bei Paris, in dem er - mit Unterbrechung. 1931/32 Arp wendet sich der Arbeit an abstrakten Plastiken zu. Er wird Mitglied der französischen Künstlergruppe "Abstraction-Création", die von Georges Vantongerloo (1886-1965) geleitet wird. Die Gruppe arbeitet in ihren Werken mit der reinen Abstraktion. -bis zu seinem Lebensende wohnte und vor allem seine organischen Plastiken formte.

1940 Von den Nationalsozialisten werden Arps Werke als "Entartete Kunst" betrachtet und verboten. Nach der deutschen Besetzung Frankreichs flieht Arp nach Grasse (bei Nizza) in den unbesetzten Teil Frankreichs.1941 Arp zieht in die neutrale Schweiz und läßt sich in Zürich nieder. 1942 flüchteten sich die Arps in die neutrale Schweiz. Dort starb Sophie 1943 nachts im Schlaf, weil aus einem defekten Ofen Gas ausgeströmt war. Sie konnte nicht mehr erleben, wie Arp nach Kriegsende weltweite Anerkennung erhielt.13. Januar 1943 stirbt Sophie Täuber-Arp in Zürich an einer Gasvergiftung.

1949 erschien eine Monografie, und er hatte eine große Werkschau m New York. 1950-1959 Arp entwirft mehrere Großplastiken für die Universitäten Harvard und Caracas sowie für das Gebäude der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) in 1952-1958 Arp unternimmt Reisen nach Griechenland, Mexiko und in die USA. Paris 1954 wurde Arp auf der Biennale in Venedig mit dem großen Preis für Skulptur geehrt. Jean Arp starb 1966 in Basel.

1959 Er zieht nach Locarno (Schweiz).Arp heiratet Marguerite Hagenbach.

7. Juni 1966 stirbt Hans Arp in Basel.

siehe auch PETRA BOSETTI in art-Das Kunstmagazin


Literatur:

Schwitters Arp, Hatje Cantz Verlag

Links: Arpmuseum-Rolandseck

kunstwissen.de

 
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