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Attributierungen
im Mittelalter
Die Bibel nennt Gott den Schöpfer:Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat ? er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat ? er hat sie gegründet; er hat sie nicht geschaffen, daß sie leer sein soll, sondern sie bereitet, daß man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr. Jesaja 45,18
siehe, er ist's, der die Berge macht und den Wind schafft; er zeigt dem Menschen, was er im Sinne hat. Er macht die Morgenröte und die Finsternis Amos 4,13
Darüber hinaus ist diese Glaubensaussage in Geschichten formuliert.
Siebentagewerk, Adam und Eva
Im 1. Buch Mose (Genesis) der Bibel sind zwei komplementäre Versionen der Schöpfungsgeschichte überliefert. Nach der Dokumenten-Hypothese der historisch-kritischen Theologie wurde der Pentateuch nicht wie überliefert durch einen Autor (nämlich Moses) niedergeschrieben (siehe Biblische Verfasserschaft), sondern entstand durch das Verschmelzen verschiedener Traditionsströme während der mündlichen und schriftlichen Überlieferung. Konservative Theologen bezweifeln die Dokumenten-Hypothese, auch angesichts neuerer archäologischer Erkenntnisse.
Genesis 1,1-2,4a Hier wird in stark formalisierter Sprache das bekannte Sieben-Tage-Schöpfungswerk beschrieben. Am Anfang eines jeden Tages steht das Wort Gottes, gefolgt von der Bestätigung »und es geschah so«. Gott betrachtet sein »Tageswerk« und »sah, dass es gut war«. Am Ende des Tages wird aus »Abend und Morgen« der nächste Tag.
Direkt auf die erste Version folgt eine zweite: Genesis 2,4b-25 »Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.« Die einzelnen Schöpfungstaten folgen in anderer Anordnung. Jetzt ist die Erde zunächst trocken, eine unfruchtbare Steppe. Gott erschafft zuerst die Menschen, dann die Pflanzen. Die zweite Schöpfungsgeschichte mündet in die Erzählung vom Garten Eden.
Beide Überlieferungen geben gemeinsame Grundgedanken wieder:
- Die Schöpfung der gesamten Welt durch einen und nur einen Gott.
- Die Sabbatruhe
- Einsetzung des Menschen über die Welt, nicht durch eigenen Verdienst, sondern durch Gott.
Gott
Auge im Dreieck mit drei Strahlen / hl. Geist = Taube, Flammen
Jesus
Heiligenschein mit Kreuz, Nagelmale i .d Händen, Seitenwunde, Lamm, *Jesus war von Beruf Schreiner. Fisch als Symbol, Kreuz
12 Jünger
12 Stämme Israels ( 12 Lämmer, Tauben, Löwen; allg. Attribute: Kreuz. Schriftrolle, Buch, kranz i.d. Hand, Heiligenschein, Bekleidung: Tunika, Bart,Sandale (Typ des antiken Philosophen)
1. Petrus
Schlüssel, Fels
2. Andreas
Schrägbalkenkreuz
3. Jakobus d.Ä.
Bruder Jesu, Muschel, Pilgerhut
4.Johannes#
Kelch mit Schlange, bartlos
5.Philippus
Kreuz
6.Bartholomäus
Messer
7.Matthäus#
Winkelmaß, Beil, Meßstab
8.Thomas
Lanze, Winkelmaß
9.Jakobus d. J.
Walkerstange
10.Simon Zelotes
Säge, Beil
11. Judas Thaddäus
Hellebarde, Steine, Keule, Beil
12.Judas Ischariot
Geldbeutel
12. Matthias*
Lanze, Beil, Steine,* Ersatzjünger nach d. Tod Judas
4 EVANGELISTEN
1. Johannes#
Adler ( siehe Jünger)
2. Matthäus#
Engel oder Mensch ( siehe Jünger)
3. Lukas*
Stier * war von Beruf Maler
4. Markus
Löwe
Paulus
Schwert
Johannes d.Täufer
Tierfell, langes Haar, lederner Gürtel, Sandalen
HEILIGE MÄRTYRER
Links:Legenda Aurea ( Lexikon der christl. Heiligen)Literatur:
Da Cesare Ripa > Iconologia< (Kanonisierung von Abstrakta , wie Hass,Neid, Gerechtigkeit durch weibliche Figuren plus Attributierung ( 1600 n.Chr.)
Abby Warburg
Erwin Panofsky
>Legenda Aurea< ,Theologisches Lexika der Heiligen und Märtyrer
Lexikon der Christlichen Ikonographie, Kirschbaum