<<


Wandmalerei

Aus röm. Zeit haben sich Freskenreste erhalten, die zu den bedeutendsten Denkmälern dieser Zeit zählen (20-15 v. Chr.); daneben gibt es auch Beispiele der röm. Mosaikkunst, während abgesehen von vereinzelten Beispielen im 19./20. Jh. die Mosaikkunst später keine bedeutende Rolle mehr spielte.

 Nach der Unterbrechung durch die Völkerwanderungszeit entwickelten sich langsam, aber kontinuierlich seßhafte Kulturen die die Bildproduktion auf Wänden wieder aufnehmen

 Im Zusammenhang mit der Christianisierung finden sich die ersten Beispiele.Neben bedeutenden Werken der Buchmalerei und des Kunstgewerbes aus dieser Zeit haben sich in Naturns in SüdTirol. die ältesten Wand-M. (8. Jh.) des Abendlandes außerhalb des byzantin. und röm. Kunstkreises erhalten. Eines der wenigen Zeugnisse aus karoling. und otton. Zeit, das die Awaren- und Ungarnstürme überstand, ist St. Benedikt in Mals (SüdTirol) aus dem 9. Jh.

 

Der Bestand an Wand- und Buch-Malerei aus der Romanik ist dagegen - gemessen an anderen europ. Ländern - in Österreich . außergewöhnlich groß (Freskenzyklen und -reste in mehr als 50 Kirchen und Kapellen). In dieser Zeit standen Wand- und Buch-Malerei. in enger Wechselbeziehung. Viele Kirchen und Kapellen der Romanik waren zur Gänze mit Fresken bedeckt, die in Zyklen das gesamte christl. Heilsgeschehen dem Beschauer vor Augen führten. Das bedeutendste Zentrum der Malerei dieser Zeit war Salzburg, dessen hochentwickelte, vor allem durch die über Aquileia einströmenden byzantinischen Einflüsse geformte Buch-Malerei auch die Wand-Malerei entscheidend befruchtete. In Salzburg selbst haben sich Wandmalereien u. a. in Stift Nonnberg (um 1140) erhalten, ferner die Fresken von Lambach (OberÖsterreich., um 1070-90, bedeutendster erhaltener Freskenzyklus aus dieser Zeit in Österreich.), Pürgg (Stmk., Mitte 12. Jh.) und Friesach (Kä., 1. Hälfte 12. Jh.). Besonders. reich an Wand-Malerei aus der Romanik ist Süd-Tirol. (Burgeis, 12. Jh.; Burgkapelle von Hocheppan, um 1200).

Am Übergang der Romanik zur Gotik entstand mit den Fresken der W-Empore des Doms von Gurk (Kärten) in der 2. Hälfte des 13. Jh. ein Hauptwerk des sog. "Zackenstils" (oder "zackbrüchigen Stils").

 

In der Gotik verlor die Wand-Malerei infolge der Skelettkonstruktion der Kirchen und des dadurch bedingten großen Verlusts an Wandfläche teilweise an Bedeutung. An ihre Stelle trat die Glas-Malerei., die in der 2. Hälfte des 14. Jh. v. a. im Wirken der Wr. Hofwerkstatt internationale Bedeutung erlangte (Habsburgerfenster im Stephansdom, um 1390).

 

 

kunstwissen.de

 
>