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Klaus Liebig (
1936 -1996)
Klaus Liebig - Malerei von 1971 bis 1980, Galerie Michael Janssen, Berlin
Die Galerie Michael Janssen freut sich, eine Auswahl von Werken aus den 1970er Jahren präsentiert von dem inzwischen verstorbenen deutschen Künstlers Klaus Liebig (* 1936 - 1996).
Klaus Liebig wurde in Datteln geboren, studierte an der Kunstakademie in Stuttgart und lebte im Schwarzwald von 1957 bis 1970. Es war hier, dass seine künstlerische Laufbahn mit unruhigen, rhythmisch gegliederte Landschaften und Figurenbilder mit einem hohen Grad an Abstraktion und Strukturen erinnern an Kubismus begann. Nach und nach links Liebig den Einfluss des Kubismus hinter ihm und fand seine eigene gegenständliche Bildsprache beeinflusst vom Informel und der Pop Art. Erro, Fahlstrom und Baruchello sind zu nennende Künstlerfreunde mit denen er gemeinsam ausstellte, besonders Erro gehörte zu seinem Freundeskreis, ansonsgten war Liebig ein Einzelgänger.
Als ein Mann mit vielen Interessen, Liebig systematisch Informationen, Texte und Reproduktionen von seinen verschiedenen Bereichen von Interesse, das er in ca. 200 Ordnern organisiert hatte, als seine eigene Enzyklopädie. Aus diesem Pool übernahm der Künstler Inspiration und formale Elemente.
In den siebziger Jahren gegründet Liebig Kontakt mit dem Künstler Erró, Fahlström und Baruchello, die ihm nahe waren und im Geist, wie er, waren erfolgreich Mavericks. Trotz großer Unterschiede, hat die Arbeit dieser vier Individuen viel gemeinsam: die Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten in der figurativen Malerei, der Einfluss der amerikanischen Pop-Art und ein narrativer Stil erinnert an Comics. Im Jahr 1975 zeigte die Städtische Galerie im Lenbachhaus in München die Ausstellung "Lasst mischen alle Gefühle zusammen" mit Arbeiten von Liebig, Baruchello, Erró und Fahlström, die anschließend in sechs weiteren europäischen Städten gezeigt wurde, auch im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris und im Louisiana Museum in Humblebaek, Dänemark.
Landschaften erhalten ein besonderes Gewicht in Liebigs Arbeit. Seen und Flüsse, Wiesen und Wäldern, Hügeln und Tälern fast immer bestimmen den Bildgrund, noch nicht bilden ein räumliches Kontinuum. Ständig wechselnde Perspektiven verdunkeln das Prinzip der Verkettung von kompositorischen Details, wie auch die partielle Identität von Figur und Grund. Dies wird durch die teilweise Beseitigung der Konturen und durch Verwendung der gleichen Farbe für benachbarte Elemente erreicht.
Auffällig in einigen Werken ist der "Psychologisierung" und "Infantilisierung" von Personen oder Themen, meist mit einem ironischen Wendung: sie stammen aus einem Zeitraum, in dem Liebig äußerte sich kritisch über Psychologie.
Besonders in seinen frühen Landschaften, kann er spürte, dass die Erfahrung des Seins in einer Landschaft, um es in seinem Wesen fühlen, einen großen Einfluss auf ihn gehabt werden. Figuren, mythologischen Wesen, Träger von Bedeutung, echte Menschen: Die verschiedenen Stile der Darstellung - - aus der Vogelperspektive, geologische Zusammensetzung, kartographische Darstellung, anthropomorphe Reproduktion mit der fraktionierten Darstellung der Personen entsprechen.
Ausstellungen (Auswahl):
Galerie Michael Janssen, Berlin
April 28 - June 2, 2012
Galerie Michael Janssen is pleased to present a selection of works from the 1970s by the late German artist Klaus Liebig (* 1936 - 1996).
Klaus Liebig studied at the Art Academy in Stuttgart and lived in the Black Forest from 1957 to 1970. It was here that his artistic career began with restless, rhythmically structured landscapes and figurative paintings using a high degree of abstraction and structures reminiscent of cubism. Little by little, Liebig left the influence of Cubism behind him and found his own representational imagery.
As a man of many interests, Liebig systematically collected information, texts and reproductions from his various fields of interest, which he organized in circa 200 folders as his own encyclopedia. The artist drew creative inspiration and formal elements from this pool.
In the seventies, Liebig established contact with the artists Erró, Fahlström and Baruchello, who were close to him in spirit and, like him, were successful mavericks. Despite great differences, the work of these four individuals has much in common: the search for new expressive possibilities in figurative painting, the influence of American pop art and a narrative style reminiscent of comics. In 1975, the Lenbachhaus in Munich showed the exhibition "Lets mix all feelings together" with works by Liebig, Baruchello, Erró and Fahlström, which was subsequently shown in six other European cities, including at the Musée dArt Moderne de la Ville de Paris and at the Louisiana Museum in Humblebaek, Denmark.
Landscapes maintained a particular weight in Liebigs work. Lakes and rivers, meadows and forests, hills and valleys almost always determine the pictorial ground, yet do not form a spatial continuum. Constantly changing perspectives obscure the principle of compositional chaining of details, as does the partial identity of figure and ground. This is achieved through the partial elimination of contours and by using the same color for adjacent elements.
Also striking in some works is the psychologization and infantilization of people or topics, usually with an ironic twist: they come from a period during which Liebig was critical of psychology.
Especially in his early landscapes, it can be sensed that the experience of being within a landscape, to feel it in its essence, had a great impact upon him. The different styles of presentation birds eye view, geological composition, cartographic representation, anthropomorphic reproduction correspond with the fractional representation of persons: figurines, mythological beings, carriers of meaning, real people.
Klaus Liebig (* 1936 - 1996). Exhibitions (Selection): 2007: peripherie-arts galerie, Ittigen, Switzerland (solo). 2001: Retrospective 1964-1995, Kallmann-Museum Ismaning, Munich, Germany (solo). 2000: Museum Burg Vischering, Lüdinghausen, Germany (solo). 1994: Das Kleid, Werkraum Buchholz, Denklingen, Germany (group). 1992: Kunstverein Augsburg, Holbeinhaus, Augsburg, Germany (solo).