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1900 - 1945 | 1945 - 2000
Tachismus / Pop Art / Fluxus / Photorealismus / Minimal Art / Concept Art
USA
Frankreich
Italien
Fluxus (lateinisch: das Fließen), neodadaistische Kunstform (siehe Dada), zumeist Aktionskunst und Objektkunst (ready mades), die im Gegensatz zum Happening die Trennung von Künstler und Publikum nicht aufzuheben sucht. Ein zentrales Anliegen von Fluxus ist es außerdem, aktive Wandlungsprozesse als Prinzip der Wirklichkeit zu veranschaulichen. Dabei arbeitet Fluxus mit einem Nebeneinander von Musik, Malerei, Installations- und Objektkunst, Videokunst und Literatur, wobei oftmals verschiedene Künstler miteinander in Dialog treten. ( multimedia). Ziel ist es Kunst und Leben als Einheit - als Gesamtkunstwerk - zu gestalten. Kunst= Leben= Kunst.
Konzentration auf das menschliche Bewußtsein und auf die Problematik eines fehlenden kommunikativen Sozialverhaltens innerhalb der modernen Gesellschaftsstruktur. Grundmaxime von neodadaistischer Kunst bildet das Wissen, daß alles real und damit der Bewußtseinserweiterung wert ist. Das Banale, das gewöhnlich Verbrauchte, wird ebenso relevant wie die vielfältigen Prozesse des Alltags. In der Aktion findet die unmittelbare Präsentation eines künstlerischen Denkprozesses mit Hilfe theatralischer Mittel statt, um durch die überraschende Pointe des improvisierten Geschehens das Leben selbst, die Aktualität einer Problematik mit größtmöglicher Eindringlichkeit zu demonstrieren.Diese Aktionskunst liefert eine wichtige Bedingungen für die Annäherung zwischen Kunst und Lebenswirklichkeit
Die Fluxusbewegung fand ihren historischen Ausgangspunkt in Kursen für experimentelle Komposition, die John Cage ab 1957 in New York abhielt. Dort fanden jene Künstler zusammen, die dann zur ersten Generation der Fluxuskünstler gehörten. Mit George Maciunas als Gründer einer Galerie und Gruppe: George Brecht, Al Hansen, Nam June Paik und Charlotte Moorman.
1962 fand im Städtischen Museum Wiesbaden das von George Maciunas organisierte erste Fluxusfestival statt (bei dem auch Elvis Presley anwesend gewesen sein soll). Den Begriff Fluxus hatte Maciunas zunächst als Zeitschriftentitel gedacht: Nun diente er als Bezeichnung für ein Netz von Begegnungen und Veranstaltungen in New York, Düsseldorf, Wiesbaden und Nizza, die bis heute stattfinden. Weitere wichtige Künstler, die an Fluxusaktionen und events (Ereignissen) zwischen 1962 und 1992 teilnahmen, waren Joseph Beuys (Deutschland), Robert Filliou (Frankreich), Joe Jones (USA), Yoko Ono (USA), Wolf Vostell (Deutschland), Kazuo Katase (Japan), Emmet Willams (USA), Ben Vautier (Frankreich), Daniel Spoerri (Schweiz), Takako Saito (Japan), Gerhard Rühm (Österreich), Dieter Roth (Schweiz), Alison Knowles (USA), Milan Knizak (Tschechische Republik), Geoffrey Hendricks (USA), Oswald Wiener (Österreich), Henning Christiansen (Dänemark) und Dick Higgins (England).
Die politische Situation der 60er Jahre beeinflusste die Künstler zutiefst Zu nennen ist die Situation in Kuba; Die Ermordung J.F. Kennedys und seines Bruders sowie Martin Luther Kings; Der Vietnamkrieg; Der Kalte Krieg; Die Teilung der Welt in zwei Ideologien.; die Adenauer Ära in Deutschland. Aber auch die wirtschaftliche Entwicklung, Beginn von Massenproduktion, -konsum und -kommunikation, gab dieser Kunstform entscheidende Einflüsse. Die Akteure / Die Künstler. Die Akteure traten in einer weltweiten Vernetzung im Kollektiv auf und entpersonalisierten somit die Kunst. Oft inszenierten sie Konzerte, bei denen Musikinstrumente und deren Manipulation eine Rolle spielten. Partituren dienten als Handlungsvorlage.
Materialien: Als Werkstoffe der Fluxus-Objekte dienten Alltagsgegenstände oder einfachste, ärmliche Materialien, Musikinstrumente, Abfall, Zigarettenstumpen, Ansichtskarten, Seile, Filmdosen und vieles mehr, wenn es nur unkünstlerisch war.
- Maciunas, Beuys ( hier war eine Abb. vorgesehen ), Brecht , Ono , Filliou, Paik, Vautier
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