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Happening
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Happening , Aktion , Performance und Videopiece sind Konsequenzen einer befreiten Kunsttheorie als eine vom spartendenken befreite Kunstpraxis in der Tradition von DADA und FLUXUS. Performance und Aktion bezeichnen im allg. eine theatralische Vorführung ohne Mitwirkung des Publikums, während das Happening die Zuschauer als Publikum miteinbezieht. Grundelemente sind: Zeit, Raum, Körper, Sprache, GeräuschDer Begriff "Happening" wurde erstmals 1958 von Allan Kaprow benutzt um sein Tun in der Reuben Gallery NY zu bezeichnen :"18 Happenings in 6 Parts" Ohne es so zu bezeichnen hatte der deutsche Künstler Wolf Vostell 1954 schon eine Happening-Partitur geschrieben die Handlungsanweiseungen für Aktionen in Wuppertal gibt. Ziel des Happenings ist es den Betrachter direkt in das Geschehen einzubeziehen und die Grenze von Produzent und Rezipient aufzubrechen und zudem den traditionellen Kunstbegriff zu erweitern , die Kunst mit dem täglichen Leben zu verbinden. Dazu war es notwendig dass die Kunst auf die Straße ging.
>Happening soll nicht Kunst sein, sondern alltägliches Leben. Wenn die Amerikaner happenigs in der Kunsthalle machen, dann ist das kein happening mehr. Das Beste wätre , gute happenings nicht mehr happenings zu nennen und schlechte happenings happening zu nennen.< Name June PaikDie wesentlichen Schritte zu der Form des Happening machten Futurismus um 1909 und DADA ab1916 in der simmultanen Verbindung von gesprochenem Text, Ton und Aktion. Massenunterhalter wie der Entfesselungskünstler Harry Houdini oder der Zirkus sind durchaus Vorbilder für die Künstler. Die "Reklamation der Straße" d.h.öffentliche Auftritte außerhalb von Theaters und Museum, bezeichnen den Weg der Kunst in die moderne Massengesellschaft ( siehe Beuys " Die Geheimnisse finden im Hauptbahnhof statt").
Um 1960 ergänzten die Kinetiker programmierte Bewegung und Licht. FLUXUS brachte die Methoden von DADA auf die Höhe der damaligen Zeit ( 1960-1970) ergänzte Film und den Umgang mit der Gebrauchsgegenstands-Sphäre und dem Denken und Handlen in Konzepten und minimalen Stukturen. Vostell und Kaprow gelten als die Erfinder des Happening. Während in den 60ger und 70ger Jahren gesellschaftlich bezogen gearbeitet wurde, war die Kunst in den 80ger und 90ger Jahren persöhnlich/körperlich orientiert, selbst in den Bezügen zu zentralen Ideologien bzw. Weltanschauungen. ( Religion, Kapitalismus (american way of life) , wie zum Beispiel bei Mike Kelley . Disneyland ist wohl die amerikanische Form der Idee vom gelebten gesellschaftlichen >Gesamtkunstwerk< im Gegensatz zu Beuys´ >Soziale Plastik <. Der US-Amerikaner Paul McCarthy findet darum bei Disney seinen Werkansatz. Zudem nimmt der Bezug zu modernen Mythen wie "Star wars" (USA) , "Herr der Ringe"(Europa) und "Manga" (Japan) immer mehr den Platz von politischen Ideologien ein. An die Stelle von politischen Ideologien treten individuelle Mythologien die von großen Medienkomplexen ausgebaut und vermarktet werden.( "Superman","Spidermann", Batman" " Ninja Turtels", "Tarzan", "H-Man", The Fantastic Four" etc...
Der aufführende Charakter von Kunst tritt auch in Warhols Kunst ( Filmen) und seinen Lightshows auf . Der Weg der Entwicklung geht von gefilmten Aktionen zur Spielhandlung und Videotrailern , vom 16 mmm Film über Umax Analogbandaufzeichnung (Video) zu Digital Video; von der Leinwand zum >Flatscreen< in der Projektion zur Video-Skulptur , Video-Installation , Video-Räumen zu Website-Netzwerken mit Streaming Video und Interaktiv Media.
Zu den Protagonisten von Aktionskunst sind zu zählen:ab 1909 Marinetti
ab 1910 Huelsenbeck , Tzara , Arp, Schwitters,
ab 1945 John Cage, Allan Kaprow, Wolf Vostell , Nam June Paik , George Maciunas, George Brecht , Yoko Ono , Yves Klein , Beuys, Dick Higgins, FLUXUS, Gustav Metzger, Carolee Schneemann, H.A. Schult , Wiener Aktionisten , Situationisten
ab 1970 Stuart Brisley , Robert Wilson,Yvonne Rainer,Vito Acconci, Bruce Nauman, Chris Burdon, Gilbert& George, Tim Ulrichs, Marina Abramovic,
ab 1980 Fischli/Weiß, Laurie Anderson, David Byrne
ab 1990 Mike Kelly, Paul Mc Carthy, Leigh Bowery , Rirkrit Tiravanija
- ab 2000 John Bock, Jonathan Meese
Weitere Themen:
- Happening meets Fluxus und Media
- Neue Musik und Fluxus
- Beuys Weg zum Gesamtkünstwerk
- Der Körper ist das Interface
- Performance, Aktion, Installation
- Medienkunst im Museum
Literatur:
......
José Antonio Agúndez Garcia > 10 Happenings von Wolf Vostell<, Malpardida 1999/2001, ISBN- 84-7671-510-2
Uwe M. Schneede>Joseph Beuys -Die Aktionen<, HatjeVerlag, 1994
>Paul McCarthy<
Hatje Cantz Verlag Englisch 2000. 258 Seiten, 440 Abb., davon 280 farbig, 21,60 x 27,00 cm,Broschur , ISBN3-7757-0949-5
>Marina Abramovic<
Charles Atlas,Hatje Cantz Verlag (1994) Sondereinband / Sprache Englisch
>Experiments in the Everyday: Allan Kaprow and Robert Watts--Events, Objects, Documents< Benjamin H. D. Buchloh, u. a.
Miriam & IRA D. Wallach Art Gallery (2000)
Taschenbuch / Sprache Englisch
Phill Niblocks Musik ist in gewisser Weise ein Oberflächenexperiment mit der Spannung von Statik und Mobilität. "Es geht nicht um Bedeutung, sondern um Klang." Zwischen Bild und Klang gibt es keine Koordination; die Phasenverschiebungen, die sich zwischen den repetitiven Bewegungen in den Filmen und den Reibungen der Musik entfalten, haben keinen Autor. Sie entstehen von selbst, jedesmal anders. Der ästhetische Schock bleibt sich gleich: Man erlebt einen radikalen Ausstieg aus der gewohnten Wahrnehmung von Zeit bis hin zum Hypnotischen. Diese Belagerung der Sinne läßt dem Denken (vielleicht gar dem eigenen Ich) keinen Raum, die Stille danach ist betäubend. ("Neue Züricher Zeitung")
Phill Niblock ist nicht nur mit seinen Intermedia-Performances international vertreten (MOMA oder Whitney Museum in N.Y, Paris Autumn Festival, Palais des Beaux Arts in Brüssel, Akademie der Künste in Berlin), er ist auch Direktor der Experimental Intermedia Foundation in New York, die er u.a. mit Trisha Brown und Elaine Summers 1968 begründet hat und die seither in über tausend Konzerten und Performances einen tiefen Einblick in das Who's who der experimentellen Szene bietet.
-Hans Breder (* Herford, D- lebt in IowaCity ) wurde es zuteil das erste Universitätsinstitut für Intermedia in den USA zu gründen. 1964 gründete er das Department for Intermedia an der University of Iowa (UIOWA) in Iowacity.
- Electronic Arts Intermix
- intermediafoundation.org
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- intermediaart onlline (ATCA and CIAO)
- vasulka.org
- multimediakunst.net
- Cassone - Zu Multimedia
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