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Zeitliche Ereignisse  : allg | 200 - 400 n. Chr. | 400- 500 n. Chr. | 500- 700 n. Chr.

allgemein: Als Übergangszeit von der Antike zum Mittelalter definiert man heute in der Regel die Zeit der Völkerwanderung ab 200 n Chr. mit der Hochzeit vom 4. bis 6. Jahrhundert und die damit verbundene Konfrontation der Germanen mit der Kultur der Antike und dem Christentum. Allerdings bedeutete das Eindringen der Germanen in das Römische Reich ab 200 n Chr nicht den völligen Untergang der antiken Kultur und ihrer sozialen und wirtschaftlichen Strukturen, wie in der älteren Forschung behauptet wird. Dort, wo das Römische Reich über Jahrhunderte prägend gewirkt hatte, blieben die alten Strukturen, Institutionen und Traditionen teilweise erhalten, denn die Germanen kamen nicht nur als Eroberer, sondern waren bereit, am Vorhandenen zu partizipieren. Mit der Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 beginnt Erneuerung des Römischen Reiches als >Heiliges römisches Reich deutscher Nationen<.

 

Hier geht es um die Völkerwanderungen zur Zeit der römischen Spätantike und nicht um die seit Ende des 3.Jt. v.Chr. auftretenden Wanderungen ganzer Völker oder Stämme, durch Landnot, Klimawechsel oder Einfall fremder Völker hervorgerufen z.B. die dorische Wanderung im 12.Jh. v.Chr.; die keltischen Wanderungen im 7. und 4./3.Jh. v.Chr., frühe germanische Wanderungen vor der Zeitenwende: Bastarnen im 3.Jh. v.Chr., Kimbern und Teutonen im 2.Jh. v.Christus.

Die Wanderungen der überwiegend germanischen Stämme nach Süd und Westeuropa hatten ihren Höhepunkt im 4.bis 6.Jh. n.Chr. und führten und zu Reichsbildungen auf dem Boden des auseinander brechenden Römischen Reiches.Auf die Soldatenkaiser folgt als letzter römischer Kaiser Romulus Augustus, der 476 n.Chr vom Germanen Odoaker abgesetzt wird und ließ sich zum König in Italien proklamieren. Es folgen die Barbarenherrscher.

Zu den Ergebnissen der german. Völkerwanderung gehören die tief greifenden Bevölkerungsumgruppierungen in ganz Europa, die mitverantwortlich für das Ende des Röm. Reichs 476 waren. Es ergab sich eine Westverlagerung der Germanen und der nachdrägenden Slawen. Neben dem Westgotenreich auf der Iberischen Halbinsel war nur den Staatsgründungen der Franken, Angelsachsen und Langobarden auf dem Gebiet des ehemaligen röm. Reichs eine längere Lebensdauer beschieden.

 

Frühe Völkerwanderung  200 n - 400 n Chr.

Mit ihrer Abwanderung von der Weichselmündung zum Schwarzmeerraum lösten die Goten im 2.Jh. n.Chr. eine größere Völkerverschiebung aus; wegen des sich verstärkenden Drucks auf die röm. Grenzen wurden dort andere german. Völkerschaften als röm. Bundesgenossen (»Foederaten«) angesiedelt. Dennoch mußte Rom die Grenzlinie zwischen Mittelrhein und oberer Donau 260/61 n.Chr aufgeben. Überfälle auf Gallien finden nach 270 n.Chr statt. Die Invasion erfolgt entlang des Moseltals westwärts und über die Donau und die Voralpen

Hochzeit der Völkerwanderung 400n.- 500 n Chr. 

Die eigentl. Völkerwanderung wurde erst mit dem Einbruch der Hunnen nach SüdRussland (375 Unterwerfung der Ostgoten) ausgelöst, Aufenthaltsräume waren östl. des Baikalsees,später Bereich der Karparten dann Theiss/Donau Zusammenfluß. In den folgenden Jahrzehnten bewirkte er nach und nach die Abwanderung auch geschlossener Volksstämme, von denen sich einige zu »Wanderbünden« zusammentaten (406 Wandalen, Alanen, Sweben).

Die Invasion des Westens erfolgte von der nördlichen und mittleren Donau aus und zog nördlich der Alpen Richtung Rhein. Die eigentliche Invasion startete am 31.12.406 n.Chr über den zugefrorenen Rhein bei Mains, wandte sich gegen Worms unf führte Alamanen, Alanen, Sueben nach Nordgallien bis zur Kanalküste, später nach Aquitanien. Noch 406 erreichten sie Toulouse, dass sie aber nicht einnehmen konnten. 409 zogen sie über die Pyrenäen nach Spanien. Die Sueben und Vandalen zogen nach Gallizien im Nordwesten.428 hatten die Sueben große Teile des westlichen Spaniens unter Kontrolle nachdem die Vandalen nach Afrika übersetzten. Die Alanen besetzten den Osten und Süden Spaniens.  

Die Westgoten fielen ins Oström. Reich ein (Niederlage von Kaiser Valens bei Adrianopel 378), zogen unter Alarich (395-410) nach Italien (410 Eroberung Roms) und errichteten 418/419 zischen Pyrenäen und Loire das Tolosan. Reich, das unter Eurich (466-484) die Iber. Halbinsel zu erobern begann. Anders als die Sueben, die ihre Herrschaft von Callaecia (Galicien) aus bis 585 gegen die Westgoten behaupteten, wanderten Wandalen und Alanen 429 unter König Geiserich (428-477) nach Nordafrika aus, das sie bis 439 eroberten. 413 nahmen Burgunder das Gebiet um Worms und Speyer in Besitz, wurden jedoch 436 von hunn. Truppen im Auftrag des Aetius besiegt und 443 in der Sapaudia (heute Savoyen) angesiedelt. Angeln, Sachsen und Jüten nahmen Mitte des 5.Jh. Britannien ein. Das Hunnenreich brach nach dem Tod KönigAttilas (453) zusammen. Die Ostgoten fielen 488 in Italien ein und errichteten unter Theoderich d.Gr. das Ostgotenreich (493).

Nachzeit der Völkerwanderung 500n.- 700 n Chr

Zwar beseitigten die byzantin. Feldherren Belisar und Narses das Wandalenreich (533/534) und das Ostgotenreich (552), doch konnte Byzanz nicht verhindern, dass die Langobarden unter König Alboin (um 565-572) 568 in Norditalien einfielen (Langobardenreich bis 774). Die Franken unter Chlodwig I., die 486 das röm. Restreich des Syagrius in Gallien beseitigt hatten, verdrängten die Westgoten des Tolosan. Reiches 507 nach Spanien, wo sich diese bis 711 behaupteten. Dem Fränk. Reich wurden 531 auch das Thüringerreich und 532-534 das Burgunderreich einverleibt.

 


Germanen / Goten / Franken / Sachsen / Burgunder / Alamanen / Vandalen / Teutonen / Kimbern / Sueben /
Langobarden | Kelten / Boirer | Slawen | Hunnen / andere Steppenvölker

 

Die Germanen


Die Goten

 

Sein Schwager Athaulf heiratet Galla Placidia, die Stiefschwester von Honorius. Ihr gemeinsamer Sohn wird Thoedosius genannt. Athaulf, Theodosius und die Goten werden ermordet.

Athaulf, König der Westgoten seit 410, (ermordet) Barcelona 415; führte die Goten 412 nach Gallien, heiratete 414 Galla Placidia, die Tochter Kaiser Theodosius'I. Vom röm. Heer nach Spanien abgedrängt, fiel er der Blutrache zum Opfer.

 


Die Alamanen

Gruppe von germanischen Kriegsbanden,ohne Königtum mit dem Ziel von Plünderungen, von den Hunnen aus dem Karpatenbecken vertrieben, die sich Richtung Donau, dann Rhein bewegt haben


Die Vandalen

Literatur:

Todd, Malcolm >Die Zeit der Völkerwanderung< TheissVerlag

Machatschke, R.V. >Von der Antike zum Mittelalter. Die Wandlung des röm. Reichs u. das Werden Europas<. Wien 1994.

B.Krüger > Die Geschichte u. Kultur der german. Stämme in Mitteleuropa, 2Bde. Berlin 1986/88.

Kaifenheim >Aspekte der Kunst<, Lurz Verlag, ISBN 3-87501-060-4
Kammerlohr > Epochen der Kunst 1-5 <
Oldenburg Verlag, ISBN 3-486-87521-3
Debicki,Favre,Grünewald,Pimentel > Geschichte der Kunst<
Klett Verlag, ISBN3-12-205500-7
Krauße > Geschichte der Malerei<
Könemann Verlag, ISBN 3-89508-082-9
Homour, Flemming > Weltgeschichte der Kunst<
Prestel Verlag, ISBN 3-7913-0631-6  

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