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 >video ART < TaschenVerlag, ISBN 3-8228-2947-1

Das bewegte Bild als Film oder Video bildet das Rückgrad bildlicher Ausdrucksformen ab Beginn des 20. Jahhunderts.Die Bezeichnung >Moving Image< für bewegte Bilder schließt begrifflich an die Äußerungen von John G. Handardt,Senior Curator of Film and Media Arts, Guggenheim Museum New York an. Unter >Moving Image< versteht er jegliche Form von bewegtem Bild, sei es Gif-Animation oder >Streaming Video<. Video ist teil der Medienkunst. Bei Medienkunst bezeichnet Werke die entweder bei ihrer Produktion oder Rezeption Elektrizität benötigen, wie: Experimentalfilm, Expanded Cinema ( Filminstallationen, Multiprojektionen, Filmperformances), Videobänder, Videoinstallationen ( u.a. Closed Circuit Installationen) Videoperformances, Computerkunst, Computergraphik, Computeranimation, CD-Rom, Internet- und Webkunst, Virtual Reality, Sound Art, MultiMedia Installationen und -Perfomances interaktiv oder auch nicht, Netradio und Net-TV, Live-Broadcast, VJ-Raves bis hin zu Fon- und Faxart. siehe auch werkleitz.de

The Moving Image represents the record of one of the most dynamic forces of modern times. In its various forms - motion pictures, television programs, video art, computer game - the moving image has provided new opportunities for artistic expression, influenced social mores and values, and become an integral part of daily life in the twentieth century. The rapid pace of moving image convergence and change makes preserving its material history difficult.
Der photochemische Film wird seit Beginn der 60ger Jahre durch Video als analoge elektronsiche Bandaufzeichnung zunehmend ersetzt. Die technische Entwicklung geht vom 16 mmm Film über Umax Analogbandaufzeichnung (Video) zu Digital Video bzw Digital Media, von der Leinwand zum >Flatscreen< , von der Film-Projektion zur Video-Skulptur , Video-Installation , Video-Räumen zu Streaming Video und Interaktiv Media, die inzwischen digital aufgenomen werden.

Die Künstler finden Wege neben der industriellen Fertigung von Foto und Film als industriellem Wirtschaftszweig, eine autorenbezogene Gestaltung zu entwickeln und offenzuhalten.

Videokünstler

 

ab 1960 Wolf Vostell, Nam June Paik, Shigeko Kubota , Jonas Mekas, Warhol ( in engen Grenzen ), Beuys ( in engen Grenzen ),

nan Hoover, Peter Roehr, Jan Dibbets; Otto Piene, Gerry Schum,

ab 1970 Peter Campus, Bruce Nauman, Gary Hill, Robert Wilson,Yvonne Rainer,Vito Acconci, Chris Burdon, Ulrike Rosenbach, Dara Birnbaum, Gordon Matta-Clark, Valie Export, Dan Graham, Joan Jonas, Martha Rosler, Katharina Sieverding, Jochen Gerz, Rebecca Horn,

  • Klaus vom Bruch,

    ab 1980 Laurie Anderson, Jo-Marie Lafontaine, David Byrne , Fischli/Weiß, Marcel Odenbach, Fabrizio Plessi, Dieter Kissling, Michael Klier, Die tödliche Doris, Ingo Günther, Bettina Gruber, Maria Vedder,

    ab 1990 Bill Viola, Mona Haoum, Tony Oursler, Mike Kelly, Paul Mc Carthy, Pipilotti Rist, Christian Jankkowski, Rodney Graham, Sam Taylor-Wood, Doug Aitken, Stan, Douglas, Dominique Gonzalez-Foerster, Douglas Gordon, Shirin Neshat, Tony Oursler, Fiona Tan, Gillian Wearing, Dellbrügge & Moll, Daniel Pflumm,

    ab 2000 Janet Cardiff, Mark Wallinger, Kutlug Ataman, Björn Melhus, Julia Scher, Chantal Akerman, Diana Thater, Candice Breitz, Yang Fudong, Piere Huyghe, Aernout Mik, Anri Sala, Harun Farocki, Rosemarie Trockel, Christian Jankowski, Jan Verbeek

    ab 2010 Shana Moulton

  

Experimentalfilm, Undergroundfilm bis Video:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

 

Experimentalfilm

Kurz nach dem 1. Weltkrieg beginnt sich die künstlerische Avantgarde mit dem Bewegtbild zu experimentieren. 1921 zeigt Walter Ruttmann in Berlin mit >OPUS 1< den ersten abstrakten Film. Weitere Pioniere sind Hans Richter mit RHYTHMUS 21 von 1923/24, der frühverstorbene Viking Eggeling : HORIZONTAL -VERTIKALES ORCHESTER von 1920 von dem nur noch Vorlagen existieren und DIAGONAL-SYMPHONIE von 1924, sowie Oskar Fischinger mit seinem 1922 fertiggestellten Film STROMLINIEN. Der Bauhauskünstler László Moholy-Nâgy experimentierte an neuen Gestaltungs- und Wahrnehmungsformen. So entstand 1921-22 ein Storyboard zu dem nie realisierten Film DYNAMIK DER GROSSTADT und 1930 der Film LICHTSPIEL SCHWARZ-WEISS-GRAU, der auf dem von ihm gebauten Licht-Raum-Modulator basiert. In dem legendären Programm DER ABSOLUTE FILM vereinten sich die ersten abstrakten filmischen Werke der deutschen und französischen Avantgarde 1925 in Berlin und lösten nachhaltigen Eindruck und Diskussionen in der Fachwelt aus. Gemeinsam war der Wille abstrakte Formen durch das Medium Film über eine gemeinsame Zeitachse mit der Musik zu verbinden., also die Möglichkeit Malerei in Bewegung auszuführen.

In den 30er Jahren begann der Experimentalfirlm vermehrt mit der Erforschung spezieller Filmtechniken, dies führte zu einer Auseinandersetzung mit der Konstruktion von Realität. Die Technik diente im Sinne Walter Benjamins nicht mehr nur dazu, Kunst zu reproduzieren, sondern die technischen Bilder wurden selbst zu einem eigenständigen Kunstwerk. Es entstanden spezielle Film-Tricks wie z.B. das Einfrieren von Bewegungsphasen oder die Vervielfältigung derselben Form innerhalb eines Bildes. Oskar Fischinger erreichte in seinen abstrakten Animationsfilmen wie ALLEGRETTO von 1936 einen Perfektionsgrad, der sich noch heute mit seinen Nachfolgern in der Videokunst und speziell den Musikvideoclips messen kann.

Nazideutschland und der 2. Weltkrieg führen zu einem Bruch in der weiteren Entwicklung der Filmkunst in Deutschland . In einigen wenigen Fällen, wie Walter Ruttmanns oder Leni Riefenstahl kam es zur Vereinnahmung durch das Naziregime, aber das Gros der Avantgarde wanderte in die USA aus, wie Hans Richter und László Moholy-Nâgy.

 

Undergroundfilm

Erst ab 1960 brach eine neue Schaffenswelle junger Experimentalfilmer unter anderem durch den Einfluß der ersten Projektionen nordamerikanischer Undergroundfilme in Österreich (wo Kurt Kren und Peter Kubelka bereits Ende der 50er ihre ersten Filme schufen) aber auch in Deutschand an. Sie brachte eine Fülle an Strömungen und Richtungen in der Kunst hervor. Der Oberbegriff Undergroundfilm wie er vom New American Cinema verwendet wurde, umfaßt alle verschiedenen Richtungen der Filmkunst der amerikanischen Subkultur. Der Name Undergroundfilm verwies auch auf die Nähe zum Tabubruch, der ihn in Kreisen außerhalb der Experimentalfilmszene bekannter machte. Warhol startete aus seiner Factory heraus seine Filmaktivitäten die parallel mit den Aktivitäten von Jonas Mekas-dem Freund von George Maciunas- gehen. Warhol zeigt schon am 29.9.1965 die ersten Kunstvideos. Aus den Drogenerfahrungen zu Beginn der 60er Jahre heraus formte sich der psychedelische Film, der die Kategorien des Denkens durchbrach und die Konstanten des Wahrnehmungsvermögens in Frage stellte. In dieser Tradition stand auch seit Mitte der 60er Jahre der Strukturelle Film, der sich intensiv mit der filmischen Wahrnehmung, mit der Konfrontation von Objekt und Abbild und mit der reproduzierten Realität auseinandersetzt. Er beschäftigt sich vorwiegend mit formalen Problemen, nicht mit erzählerischen Inhalten.

 

 

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