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Griechische ( Vasen- ) Malerei

Einführung und Übersicht der griech. Malerei / Vasenmalerei

 

 Aus allen Zeiten der griechischen Kunst ist eine Fülle von Vasenmalerei erhalten. Werke der Wand- und Tafelmalerei sind fast nicht erhalten. Ihre Entwicklung könnte der der griechischen Plastik analog und ebenbürtig verlaufen sein. Einige Tafeln aus Ton (Metopen von Thermos, Ende des 7.Jh. v.Chr.) oder Marmor (Scheibe mit Bild des Arztes Äneas; Athen, Archäolog. Nationalmuseum) zeigen flächig kolorierte Umrisszeichnungen. Die Grabmalereien von Elmali (Lykien) und Paestum (Tomba del tuffatore) bestätigen die Vermutung, dass sich die Monumentalmalerei vor der Mitte des 5.Jh. grundsätzlich nicht von der Vasenmalerei, besonders der des rotfigurigen Stils, unterschied.

Histor. Abriss:

 

 




 

 

 

Von den Wandbildern des Polygnot in Athen und in Delphi (um 460) ist, wie von anderen Werken der klass. Maler (Zeuxis, Apollodoros u.a.), nur der Inhalt der Darstellungen durch antike Beschreibungen bekannt. Pompejanische Fresken lassen nur Anlehnungen und Nachklänge erkennen. Am ehesten vermag die Mosaikkopie der Alexanderschlacht den Eindruck einer spätklass. Monumentalmalerei zu vermitteln. Auch die Wand- und Tafelbilder des Apelles, des Hofmalers Alexanders d.Gr., mit denen die Malerei des Hellenismus einsetzte, sind nicht erhalten. Einen gewissen Ersatz für die verloren gegangenen Werke der hellenist. Zeit bieten die Mosaikbilder des Dioskurides von Samos. Späthellenist. Beispiele des 1.Jh. sind die Wandgemälde der Villa von Boscoreale, der Mysterienvilla von Pompeji und die aldobrandinische Hochzeit.

Historischer Abriss

An die spätmykenischen Kunst (ägäischeKultur) anschließend, entwickelte sich auf dem griechischen Festland gegen Ende des 11.Jh. v.Chr. die geometrische Kunst.

Aus dem 9. und 8.Jh. sind kleinplast. Arbeiten aus Ton und Bronze sowie Geräte aus Eisen und Bronze bekannt.

Ende des 8.Jh. v.Chr. folgte auf den geometr. Stil die archaische Kunst mit monumentalen Werken der Skulptur und Architektur und bemalten Vasen des »erzählenden Stils« im 7.6.Jh. v.Chr..

Im 5.Jh. entfaltete sich die erste, im 4.Jh. die zweite Blüte der klassischen Kunst. Nach dem Tod Alexanders d.Gr. (323) wandelte sich die klass. zur hellenistischen Kunst (3.-1.Jh.).
Vom Ende des 4.Jh. n.Chr. an lässt sich die griechische Kunst von der byzantinischen Kunst nicht mehr trennen.

 

Geometrische Vasenmalerei ( 10.- 7. Jh)

Eine Vase kann unterschiedlichen Materials sein: Ton, Metall, Glas, Stein, Porzellan. Ihre Funktion liegt entweder im kultischen oder alltäglichen Gebrauch. Voraussetzung für die sich in der kretisch-mykenischen Kultur des 2.Jt. v.Chr. zu ihrer ersten Blütezeit entwickelnde Töpferkunst und Vasenmalerei war die Erfindung der Töpferscheibe und einer wasser-, säure- und feuerbeständigen Malfarbe, die, aus eisenoxidhaltigem Ton bestehend, beim Brand tiefschwarze Färbung und starken Glanz annahm (fälschlich als »Firnis« bezeichnet).

Die geometr. Kunst (griechische Kunst) des 10.-8.Jh. v.Chr. übernahm die Technik der myken. Zeit und bildete die Formen der von den Griechen verwendeten Gefäße aus: Amphora für Wein und Öl, Hydria für Wasser, Kantharos, Krater, Lekythos, Skyphos u.a. Im 7.Jh. wurde die Dekoration durch neue, z.T. aus dem Orient stammende Pflanzenornamente, Tiere und Fabelwesen bereichert.

Die Bezeichnung der geometrische Kunst geht auf die Linienornamentik der Tongefäße dieser Zeit zurück: Mäander, Dreieck, Raute, Kreis und Hakenkreuz sind zu waagerechten Streifen angeordnet. An die Stelle der naturhaften kretisch-myken. Formensprache trat ein mathematisch-ordnender Stilwille. Die Gefäße der streng geometrische Stufe (850-775 v.Chr.) sind oft ganz mit schwarzem, glänzendem Überzug versehen, aus dem nur wenige schmale Ornamentstreifen ausgespart sind (Haken- und Zinnenmäander). In der reifgeometrischen Phase (775-750 v) wurden die differenzierteren Gefäßformen von Ornamenten dicht überzogen. Neben die Tierfriese trat das Menschenbild, v.a. die figurenreiche Totenklage sowie Krieger- und Wagenzüge. Der spätgeometrische Stil (750-700 v ) bietet übermäßig geschwellte oder zugespitzte Formen, malerisch flimmernde Ornamente. Seit etwa 720 fanden Bildmotive des Vorderen Orients (Tiere und Fabelwesen) Aufnahme (orientalisierender Stil). Die gleichen geometr. Stilgrundsätze wie die Tongefäße zeigen Schmuckstücke und Geräte sowie Kleinplastiken aus Metall, Elfenbein und Ton.

 

Schwarzfigurige Vasenmalerei ( 6. - 5.Jh )

Zu hoher Vollendung entwickelte sich im 6.Jh., v.a. in Attika, der schwarzfigurige Stil, dessen figürl. und ornamentale Malereien als Silhouetten mit eingeritzter Binnenzeichnung auf dem rötl. Tongrund erscheinen. Dargestellt wurden Szenen aus dem Mythos und Alltagsleben. Die Namen der Künstler sind z.T. durch Signaturen bekannt (Exekias). Um 530 kam der rotfigurige Stil auf, dessen Darstellungen aus der schwarz bemalten Oberfläche der Vase ausgespart sind und in der Farbe des Tons mit schwarz eingezeichneten Linien erscheinen. Die Vasenbilder des rotfigurigen Stils sind wie die zu dessen Blütezeit im 5.Jh. auf weißem Grund gemalten der Lekythen Meisterwerke grch. Zeichenkunst, die eine Vorstellung von der nicht erhalten gebliebenen Malerei, aber auch vom Alltagsleben der Griechen geben. Die spätere Vasenmalerei bevorzugt ornamentale, auch farbige Mittel, mit denen sie sich vom strengen graf. Stil entfernte. Griechische Vasen wurden schon früh nach fast allen Ländern der Alten Welt ausgeführt und regten zur Nachahmung an. Bed. wurde bes. die Entwicklung des Töpferhandwerks in Mittelitalien (etruskische Kunst).

Rotfigurige Vasenmalerei ( 5. -3 Jh)

Um 530 kam der rotfigurige Stil auf, dessen Darstellungen aus der schwarz bemalten Oberfläche der Vase ausgespart sind und in der Farbe des Tons mit schwarz eingezeichneten Linien erscheinen. Die Vasenbilder des rotfigurigen Stils sind wie die zu dessen Blütezeit im 5.Jh. auf weißem Grund gemalten der Lekythen Meisterwerke griechischen Zeichenkunst, die eine Vorstellung von der nicht erhalten gebliebenen Malerei, aber auch vom Alltagsleben der Griechen geben.

Helenistische Vasenmalereie ( 3.-1. Jh )

Die spätere Vasenmalerei bevorzugt ornamentale, auch farbige Mittel, mit denen sie sich vom strengen grafischen. Stil entfernte. Griechische Vasen wurden schon früh nach fast allen Ländern der Alten Welt ausgeführt und regten zur Nachahmung an. Bedeutend wurde besonders die Entwicklung des Töpferhandwerks in Mittelitalien in der etruskischen Kunst.

Literatur:

Arias, P.E.u. Hirmer,M.: Tausend Jahre griechische Vasenkunst. München 1960.
 

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