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PHIDIAS ( ca 500 - 430 vor Christus )

 

 

 gespiegelter Text http://www.griechische-antike.de

Phidias (griechisch: Pheidias), und bekanntester griechischer Bildhauer der Antike. Er lebte um 500 bis 430 v. Chr. in Athen. Seine Wirkenszeit als Architekt und Bildhauer war in der Zeit von 460-430 v. Chr. Phidias fühlte sich als Athener und Sohn des Charmides. Sein bildhauerisches Schaffen soll er von den nicht sehr bekannten Bildhauern Hegias und Agelades gelehrt bekommen haben. 447 v. Chr. wurde er von Perikles mit der Aufsicht über das Erbauen der Akropolis in Athen beauftragt, zur Unterstützung halfen ihm der Architekt Iktinos, über 70 weitere Bildhauer und viele Helfer. Seine Lieblingsaufgabe war die Gestaltung des Frieses des Parthenon, das 163 m lang war. Aber Beratung und Entwurfsarbeiten gehörten auch dazu. In nur neun Jahren wurde der monumentale Marmorbau des Parthenon gebaut, für die Bauplastik brauchten sie sieben Jahre. Auf die übliche Bemalung dieser Objekte durfte natürlich nicht verzichtet werden.

 

Laut Pausanias soll Phidias auch die fast 17 m hohe Bronzestatue der "Athena Promachos" (Vorkämpferin) geschaffen haben. Sie war am Prozessionsweg von den Propyläen zum Parthenon platziert. Die Statue war auch auf athenischen Münzen (Drachmen) abgebildet. Den Bau des bronzenen Standbildes "Athena Lemnia" am Weg von den Propyläen zum Erechtheion hat er genauso beaufsichtigt wie den des 12 m hohen Standbildes der Göttin "Athena Parthenos", das im Parthenon auf der Athener Akropolis, steht und 438 v. Chr. eingeweiht wurde. Eine Figur der Nike hielt die Göttin auf der rechten Handfläche, mit der Linken ein Schild, auf dem angeblich Phidias selbst und Perikles abgebildet sein sollen. Deshalb bekam er auch später eine Anklage wegen Gotteslästerung und wurde wohl deswegen eingekerkert und vergiftet.

Anderseits wird auch behauptet, dass ihm die Flucht nach Elis gelungen sei, der Küstenlandschaft auf dem westlichen Teil des Peloponnes. 430 v. Chr. fertigte er in Olympia die riesengroße Zeusstatue an. 1954-58 wurden in Olympia Funde gemacht und nachgewiesen, dass Phidias noch Jahre später dort gearbeitet haben muss. Konkurrenzkämpfe fanden aus Neid gegen Phidias statt, auch dachte die Anklagebank, dass er sich etwas vom Gold für die Zeusstatue genommen habe. Mit insgesamt 1.100 kg soll für die aus Holz geschnitzte und mit Goldblech überzogene Gewandung der Göttin mehr Gold verwendet worden sein als später für die Kultstatue des Gottes Zeus. Für die sichtbaren Körperteile der Athena Parthenos wurde eine große Menge Elfenbein verwandt. Heute gibt es nur einige kleine Nachbildungen des Standbildes, zum Beispiel eine 1,07 m große römische, gut nachempfundene Kopie, die 1880 beim Gymnasium von Varvakeion in Athen gefunden wurde. Die "Varvakeionische Athena" stammt wohl aus dem 2. Jh. n. Chr. und steht jetzt im Athener Nationalmuseum.

Die Nachbildung des Antiochos, das in Rom im Thermenmuseum zu sehen ist, ist sehr bekannt, erhalten sind auch die Beschreibungen der Athena Parthenos von Pausanias und Plinius. Die kolossale Zeusstatue in Olympia gehört zu den sieben Weltwundern der Antike. Das Aussehen ist durch Schriftstücke und zeitgenössische Münzen aus Elis überliefert. Auf Anordnung des Kaisers Hadrian wurde 137 n. Chr. wurde zum Anlass der 230. Olympiade eine solche Münze geprägt. Mit großer Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass die Statue des Zeus etwa 12,40 m hoch war. Denn die Angaben der damals lebenden Pausanias und Kallimachos und die Ergebnisse der archäologischen Forschungen stimmen annähernd überein.

 

 

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