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Josef Neuhaus (1923 - 1999 )

Josef Neuhaus ist einer der wenigen deutschen Minimalisten . ( Heerich, Kricke, Herrmanns). Der Minimalismus ist eine Endform der Konkreten Kunst . Die künstlerischen Mittel der Konkreten Kunst sind zwar die gleichen wie die der herkömmlichen Malerei und Skulptur – Linie , Fläche, Farbe, Volumen. Doch dienen diese Mittel den Konkreten Künstlern nicht zur nachahmenden Abbildung, sie möchten uns keine Geschichten erzählen. Vielmehr isolieren sie ihre künstlerischen Mittel und untersuchen deren Wirkung und Beziehungen zueinander.

Neuhaus strebt in seinen Werken nach Objektivität, Klarheit, Logik und Entpersönlichung. Typisch für seine Objekte ist das Reduzieren auf geometrische Grundstrukturen (sogenannte Primary Structures). Neuhaus als konkreter Künstler bildet keine Realität ab, sondern schafft eine neue, eine künstlerische Realität. "Nichts wirklicher ist als eine Linie, eine Farbe, eine Fläche, " verkündete schon Theo van Doesburg,NL um 1930.

Am 30. 11. 1923 wurde Neuhaus in Essen geboren. Sein Werk steht in der Tradition der konkreten Kunst. Neuhaus variierte in seinen Wand- und Bodenarbeiten, Reliefs und Zeichnungen die Grundlagen einer bildnerischen Grammatik, wobei er sich auf die Gegensatzpaare konzentriert. Er benutzt häfig das Rechteck, und gliedert die Binnenform in serieller Wiederholung. Die Farbe seiner Ojekte ist Weiss oder zeigt in den Aussenobjekten Materialfarbigkeit ( Chrom und Alu). Die „Inszenierung“ der Zeichnung in die dritte Dimension hinein hatte für Neuahus eine maßgeblichen Bedeutung . Verdräng man die Tiefenausdehnung der Objekte können diese im Umkehrschluss als Zeichnungen und Reliefs gelesen werden.

Seine Arbeiten sind in den Maßen intim, jedoch stets von geometrischer Strenge geprägt. Immer beruht die Wirkung der kargen Formen auf dem Wechselspiel von Objekt und Raum. Ihre lapidare Erscheinung erfordert eine außergewöhnliche Konzentration. Josef Neuhaus war ein konsequenter Einzelgänger.

"Ein Kunstwerk erklärt sich selbst. Warum also Erklärungen. Was für die Augen bestimmt ist, kann nicht mit den Ohren aufgenommen werden."

Wer mit dem Auto nach Neuss fährt sieht an der Abfahrt von der Kardinal-Frings-Brücke die meterhohe „Endlosschleife“. Ein Kubus steht vor dem Clemens-Sels-Museum, Neuss ; zudem ein weiteres Werk auf auf dem Hauptfriedhof in Neuss.

 

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