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MULTIMEDIA  INTERMEDIA  MIXED MEDIA::DIGITAL MEDIA::VIDEO INSTALLATION :::::

Multimedia , Intermedia, Mixed Media und Medienkunst ( Entwicklung der Medienkunst in Deutschland ) sind Konsequenzen einer befreiten Kunsttheorie als eine vom spartendenken befreite Kunstpraxis.

Die Geburt von Multimedia und Intermedia liegen um 1910 im Futurismus und DADA in der simmultanen Verbindung von Literatur, Text, Graphik, Foto, Objekt , Ton und Aktion.

Um 1960 ergänzten die Kinetiker programmierte Bewegung und Licht. Fluxus brachte die Methoden von DADA auf die Höhe der damaligen Zeit ( 1960-1970) ergänzte Film und Video,den Umgang mit der Gebrauchsgegenstandssphäre und dem Denken und Handlen in Konzepten und minimalen Stukturen. Während der inhaltliche Bezug in den 60ger und 70ger Jahren gesellschaftlich gegeben war, wurde er in den 80ger und 90ger Jahren egozentrisch/körperlich orientiert, jedoch auch im Beziehung auf zentrale Ideologien ( Krieg der Sterne, Herr der Ringe, Disneyland ). Disneyland ist wohl die amerikanische Form von Gesamtkunstwerk im Gegensatz von Beuys >Sozialer Plastik<.Der prozeßhafte Charakter der Kunst und die intermediale Praxis tritt auch bei Warhol -einem der einflußreichsten Künstler des 20ten Jahrhunderts - in den Mittelpunkt seines Werkes.

Der Weg der technischen Entwicklung geht vom 16 mmm Film über Umax Analogbandaufzeichnung (Video) zu Digital Video bzw Digital Media, von der Leinwand zum >Flatscreen< , von der Projektion zur Video-Skulptur , Video-Installation , Video-Räumen zu Website-Netzwerken mit Streaming Video und Interaktiv Media.

Multimedia Künstler
Zu den Protagonisten von Multimedia und Intermedia zählen:

ab 1910 Huelsenbeck, Tzara, Arp, Schwitters, Duchamp

ab 1945 Cage, Wolf Vostell,

ab 1960 Allan Kaprow, George Maciunas, Nam June Paik, Shigeko Kubota , Brecht, Dick Higgins, Jonas Mekas,Warhol, Beuys, Rebecca Horn, Hans Breder, Phill Niblock , Robert Rauschenberg, Ulrike Rosenbach,

ab 1970 Robert Wilson,Yvonne Rainer,Vito Acconci, Chris Burdon, Bruce Nauman, Ulrike Rosenbach, Fabrizio Plessi (VideoSculpture), Gordon Mata-Clark, Donna Cameron, Christian Boltanski, Rudolf Bonvie, Jonathan Borofsky, Jenny Holzer, Stephan von Huene, Peter Weibel,

  • ab 1980, Fischli/Weiß, Laurie Anderson, David Byrne , Jo-Marie Lafontaine, Henk Tas, Olaf Metzel, Jeffrey Shaw, Rosemarie Trockel,

    ab 1990 Tony Oursler, Mike Kelly, Paul Mc Carthy, Jason Rhoades,Walter Gieres, Joachim Goßmann ( Audio Fraktale)

    ab 2000, Olafur Eliasson, Harun Farocki, Gregor Schneider,

  • Der 1933 in Indiana geborene "intermedia artist" Phill Niblock verknüpft in seiner technisch wie auch ästhetisch herausfordernden Arbeit die Disziplinen Musik, Film, Fotografie, Video und Computerkunst, wobei diese Medien zwar ineinander übergehen, aber auch Kontraste bilden und auf mehreren Ebenen gleichzeitig wirken. Niblocks Musik zeichnet sich vor allem durch lang angehaltene Töne, Mikrointervalle, reiche Harmonik und Obertöne wie auch obsessive Cluster aus. Seine Kompositionen entstehen aus mehrspurigen Aufnahmen von genau festgelegten Frequenzen, die entweder von Musikern gespielt oder elektronisch erzeugt werden, er arbeitet aber auch mit "gefundenem" Tonmaterial, das er in seinen Performances mit Live-Musik zusammentreffen läßt. Für seine Filmaufnahmen hat er sämtliche Kontinente bereist: "Ich war auf der Suche nach Bewegung, die Tanz ist - aber ohne Tänzer. Und das habe ich in der manuellen Arbeit traditioneller Kulturen gefunden: Bewegungen, die sich von ihrem Inhalt gelöst haben und nicht mehr bewußt wahrgenommen werden."

    Phill Niblocks Musik ist in gewisser Weise ein Oberflächenexperiment mit der Spannung von Statik und Mobilität. "Es geht nicht um Bedeutung, sondern um Klang." Zwischen Bild und Klang gibt es keine Koordination; die Phasenverschiebungen, die sich zwischen den repetitiven Bewegungen in den Filmen und den Reibungen der Musik entfalten, haben keinen Autor. Sie entstehen von selbst, jedesmal anders. Der ästhetische Schock bleibt sich gleich: Man erlebt einen radikalen Ausstieg aus der gewohnten Wahrnehmung von Zeit bis hin zum Hypnotischen. Diese Belagerung der Sinne läßt dem Denken (vielleicht gar dem eigenen Ich) keinen Raum, die Stille danach ist betäubend. ("Neue Züricher Zeitung")

    Phill Niblock ist nicht nur mit seinen Intermedia-Performances international vertreten (MOMA oder Whitney Museum in N.Y, Paris Autumn Festival, Palais des Beaux Arts in Brüssel, Akademie der Künste in Berlin), er ist auch Direktor der Experimental Intermedia Foundation in New York, die er u.a. mit Trisha Brown und Elaine Summers 1968 begründet hat und die seither in über tausend Konzerten und Performances einen tiefen Einblick in das Who's who der experimentellen Szene bietet.

     

    Donna Cameron is the author of an extensive body of work which includes oil paintings, watercolors, photos, films, videos and CD-ROMs, and has been an exhibiting visual artist since 1970. Her paper emulsion films have been collected by the Museum of Modern Art,NY Dept. of Film & Media (1990-CURRENT). Her current installation work explores therelationship of the traditional image to the digital frame, and the function of an imagewithin the framework of inter-media.

  • -Hans Breder (* Herford, D- lebt in IowaCity ) wurde es zuteil das erste Universitätsinstitut für Intermedia in den USA zu gründen. 1964 gründete er das Department for Intermedia an der University of Iowa (UIOWA) in Iowacity.
  • -Wulf Herzogenrath ist der Curator für Video und Intermedia in Deutschland .
  •  John G. Hanhardt is Senior Curator of Film and Media Arts at the Solomon R. Guggenheim Museum, developing their collection and exhibiting programs for film and the media arts worldwide. Among the exhibitions he has curated for the Guggenheim are the major retrospectives.

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