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HOCHKULTUREN

6.000 - 2000 v. Chr

Der Übergang der vorzivilisatorischen Gruppen zu den großen zivilisierten Gesellschaften hing vor allem von der Schaffung eines Nahrungsüberschusses ab, d.h. von Bauern, die genügend Nahrung produzierten, um einem Großteil der Bevölkerung die ausschließliche Teilnahme an anderen, nichtproduktiven Tätigkeiten - dem Handel, der Verwaltung und natürlich dem Krieg - zu ermöglichen. Die allmähliche Spezialisierung des Handwerks führte zu verbesserten Methoden des Ackerbaus, so zur künstlichen Bewässerung und zur Regulierung von Überschwemmungen sowie zur Verwendung von Rad , Pflug ,Töpferscheibe und der Metallogie. Dies ermöglichte nicht nur die Herausbildung großer Stadtgemeinden, sondern in der Folge auch die Entstehung von Staaten. Deutliche soziale Schichtungen entstanden mehr oder weniger gleichzeitig mit einem Verwaltungsapparat, dem Kontrollaufgaben oblagen. Diese Funktion machte die Erfindung und Weiterentwicklung der Schrift erforderlich.

Mit der Einführung eines standardisierten Tauschmittels bei der Bezahlung der Güter und Arbeitsleistungen beschritt man ebenfalls neue Wege. Auf diese Weise wurde die auf dem Tauschhandel beruhende Naturalwirtschaft durch eine Geldwirtschaft ersetzt, die die Lagerung und den Verkehr mit Gütern erleichterte. Dieser Prozeß wiederholte sich bei der Entstehung jeder Hochkultur mit nur geringen Abweichungen in den verschiedenen voneinander getrennten Weltteilen - im Gebiet der großen Flußbecken des Euphrat und Tigris im Nahen Osten, des Indus in Pakistan, des Nils in Ägypten und des Gelben Flusses in China.



MESOPOTAMIEN:4.000-1000 v Chr

::Theokratischer Sozialismus
Mesopotamien
oder das >Zweistromland< bezeichnet das Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. Historisch bezeichnet Mesopotamien das Gebiet der altorientalischen Stadtstaaten und Reiche der Sumerer, Akkader, Babylonier und Assyrer. Die erste Hochkultur nannte das Gebiet >Sumer<. Woher sie stammten, ist nicht bekannt; ihre Sprache weist keine Beziehungen zu irgendeiner anderen bekannten Sprache auf. Sie lebten in Siedlungen, die aus Lehmziegeln errichtet waren und schrittweise auf Stadtgröße anwuchsen, insgesamt elf oder mehr an Anzahl einschließlich Uruk (dem biblischen Erech und heutigen Warka), Eridu, Ur, Larsa und dem kürzlich entdeckten Tell Habuba im Gebiet des obern Euprath.

Die Regierungsform ist als >theokratischer Sozialismus< beschrieben worden, und sie verfügte über Merkmale eines Wohlfahrtsstaates. Die Verwaltung lag in den Händen der Priester. Sie leiteten das Volk an, ließen Vorräte an Gerätschaften und Zugvieh anlegen. Sie beaufsichtigten die Arbeitsteilung bei Gemeinschaftsaufgaben, etwa bei den äußerst wichtigen Bewässerungsgräben und den Flutkanälen. Ferner trieben sie Nahrungsmittel ein und verteilten sie an Handwerker und andere, die nicht in der Landwirtschaft arbeiteten; sie lagerten Getreide, um Hungersnöten abhelfen zu können. In diesem Zusammenhang wurde erstmalig ein Zahlensystem entwickelt. In ähnlicher Weise bildete man aus Bildzeichen eine standardisierte Keilschrift, die diesen Namen aufgrund des rechteckigen, keilförmigen Aussehens ihrer mehreren hundert Schriftzeichen erhalten hat. Sie wurden mit einem aufgespaltenen Schilfrohr in Tontafeln eingeritzt - die älteste uns bekannte Schreibweise der Welt. Man benutzte sie vom 3. bis zum i.Jahrtausend v.Chr. bei einer Anzahl nahöstlicher Sprachen - dem Sumerischen, Akkadischen, Elamitischen, Hethitischen und anderen.

Es mehren sich die Hinweise, daß die städtischen Zentren von Mesopotamien bis zum Flußtal des Indus und vom Persischen Golf bis nach Belutschistan und Turkmenistan etwa um 3000 v. Chr. miteinander verbunden und voneinander abhängig waren. Die Entwicklungsimpulse gingen nicht von einem einzelnen Zentrum aus.

Die Sumerer verfügten über eine Literatur von hoher Bedeutung, zu der auch das >Gilgamesch-Epos< gehört, das den Homerischen Epen 1500 Jahre vorausliegt. Zu der vorwiegend religiösen Kunst zählen als früheste erhalten gebliebene Stücke einige über 90 cm hohe Alabastervasen aus dem Tempel von Uruk. Sie stammen aus der sogenannten protoliterarischen Periode, d. h. aus den letzten Jahrhunderten des 4.Jahrtausends v.Chr., als die Schrift erfunden wurde. Sie zeigen vereinfachte Figuren von Menschen , Tieren und Pflanzen bei kultischen oder kriegerischen Handlungen.

Es handelt sich hier um das früheste Beispiel eines Künstlers, der die Möglichkeiten eines abgegrenzten >Bildfeldes< ausnutzt, um die Figuren auf eine feste Grundlinie vor einem als Raum verständlichen Hintergrund zu stellen. Es ist vielleicht nicht zufällig, daß diese Bildidee mit der Erfindung des Schreibens aufkam. Der sich in diesen Reliefwerken offenbarende Kunstsinn ist auch bei den Siegelzylindern anzutreffen, kleinen Zylindern aus hartem Gestein, kaum 5 cm hoch, denen abstrakte oder figurative Formen eingeritzt wurden. Beim Abrollen über Wachs oder feuchtem Ton entsteht ein Reliefabdruck, der gewöhnlich zur Kennzeichnung von Eigentum verwendet worden ist. Vor dem Ausgang des 4. Jahrtausends hatte man auch schon freistehende Skulpturen angefertigt, von denen aber nur Fragmente erhalten geblieben sind. Malerei auf Tafeln ist nicht bekannt dafür Einlegearbeiten mit farbigen Steinen und Email auf Metallen, dazu farbig gefaßte Reliefarbeiten. Aus Stelen und Votivfiguren entwickelt sich eine eher kleinplastischee Skulpturenkunst.

Literatur:

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Krauße > Geschichte der Malerei<
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Homour, Flemming > Weltgeschichte der Kunst<
Prestel Verlag, ISBN 3-7913-0631-6

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