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Mary Bauermeister (*1934 -

7. Sept 1934 geb. in Frankfurt am Main

1954/55 Studium a d Hochschule für Gestaltung Ulm ( Max Bill )

1955/56 Staat. Schule für Kunst uhnd Handwerk, Saarbrücken ( Otto Steinert)

Seit 1957 freie künstlerische Tätigkeit Köln

1960-62 Atelier Lintgassse 28, Köln - Organisation von Konzerten "Neuester Musik", Ausstellungen, Lesungen

Paik, Cage, usw.

1961 Kompositionskurs bei Stockhausen, Darmstadt

1962 Einzelausstellung im Stedelijk Museum, Amsterdam , Zusammenarbeit mit Stockhausen

Seit 1962 New York

1963 Einzelausstellung Galerie Bonino, NY

Seit 1990 Lehrtätigkeit , Geomantie

Ausstellungen: Galerie Schüppenhauer, Orangerie Schloß Rheda, etc.

 

 

 

Presseinformation der Galerie Schüppenhauer, Köln

zur Ausstellung

Mary Bauermeister: Aus meinem Skizzenbuch: „Ein Tag in New York - work in pmgress" Skizzenbücher, frühe und neue Arbeiten

Vemissage: 2. September 2009,19-22 Uhr (bis 31 .Oktober 09)

Finissage: 30. Oktober 09, 19-21 Uhr

Aus Anlass ihres 75. Geburtstages am 7. September widmen wir Mary Bauermeister eine ganz besondere Ausstellung, in der wir zum ersten Mal ihre Skizzenbücher aus den frühen Jahren der Öffentlichkeit präsentieren. Diese tagebuchartigen Texte und Skizzen von Bildideen spiegeln nicht nur ihr überragendes Potential sondern auch ihr bewegtes Leben wider. Aus dieser Fülle von Ideen konnten bei Weitem nicht alle realisiert werden, daher war es Mary Bauermeisters Wunsch, eine wachsende Ausstellung zu zeigen, in der sie während der Laufzeit Arbeiten aus den Skizzenbüchern fertigstellt und sie der Ausstellung in der Galerie hinzufügt. Mit der Finissage am 30. Oktober wird dieses work in progress seinen Abschluss finden.

Die Edition „Aus meinem Skizzenbuch", bezieht sich auf Werke aus dem Skizzenbuch, die während der Ausstellung realisiert werden. Jedes der zwölf Exemplare ist ein Original, ein dreidimensionaler Linsenkasten, individuell von der Künstlerin bearbeitet.

Mary Bauermeisters überbordende Neugier, Kreativität und Spontanität trieb sie schon in jungen Jahren dazu, außergewöhnliche Dinge zu tun. In nur zwei Jahren, von 1960-61, schaffte sie es mit inzwischen legendären Konzerten, Lesungen und Ausstellungen ihr Atelier in der Lintgasse 28 weit über Köln hinaus bekannt zu machen. Das Atelier war Dreh- und Angelpunkt für gleichgesinnte junge Kreative aller Sparten aus der ganzen Welt, darunter Nam June Paik, Benjamin Patterson, John Gage u.v.a., die, angelockt von Stockhausens Studio für elektronische Musik im WDR und den Konzerten für neue Musik, nach Köln kamen. Nach den Konzerten im WDR traf man sich in Marys Atelier, um dort Neues in der Kunst, Musik und Literatur auszuprobieren, das alle bisherigen Grenzen überschreiten sollte. Köln wurde zum Zentrum der musikalischen, künstlerischen und literarischen Avantgarde.

Der Kontakt zur Musik war für Mary Bauermeister seit jeher von großer Bedeutung. Um sich weiterzubilden, belegte sie 1961 einen Kompositionskurs bei Stockhausen in Darmstadt, wo ihre „Malerische Konzeption" entstand. Aus dieser ersten Zusammenarbeit entwickelte sich eine tiefe Beziehung, die beide Persönlichkeiten stark beeinflusste. In Stockhausens „Originale", die im Oktober 1961 im Theater am Dom uraufgeführt wurde, war bereits Marys frischer künstlerischer Ansatz spürbar. Ende 1961 zog sich Mary Bauermeister von ihren Aktivitäten im Atelier zurück, um sich auf ihre große Ausstellung zusammen mit Stockhausen im Stedelijk Museum in Amsterdam im Juni 62 vorzubereiten. Die Planung dieser Ausstellung ist anschaulich im Skizzenbuch der 60er Jahre nachvollziehbar. Als Mary einen Brief von George Maciunas erhielt, in dem er sie fragte, ob das erste Fluxus-Festival in ihrem Atelier stattfinden könnte, war sie schon im Aufbruch nach New York, und so fand Fluxus seinen Anfang in Wiesbaden.

Mary Bauermeister hatte in New York großen Erfolg, und ihre Arbeiten sind in vielen Museen und Sammlungen in den USA, Europa und Deutschland vertreten. Sie hatte zahlreiche Einzelausstellungen in Museen und Galerien und war an wichtigen Gruppenausstellungen weltweit beteiligt. Im Herbst 2010 wird das Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen ihr eine retrospektive Ausstellung widmen.

Am 20. September 2009 von 15-19:30 Uhr findet die Premiere des 2-D-Animationsfilmes „psst.gß Piano - Hommage ä Mary Bauermeister" von Gregor Zootzky im Filmforum des Museum Ludwig Köln mit einem musikalischen Begleitprogramm zu Ehren der Künstlerin statt. Der Eintritt ist frei.

 

Galerien: Schüppenhauer, Köln

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