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Leonardo da Vinci (1452 -1519 )

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Leonardo da Vinci war einer der großen Meister der Hochrenaissance und einer der bedeutendsten Künster überhaupt. Als Maler, Bildhauer, Architekt, Ingenieur und Wissenschaftler gehört er zu den kreativsten Persönlichkeiten der Kunst und Naturwissenschaft. Seine Neuerungen auf dem Gebiet der Malerei bestimmten die italienische Kunst noch mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod, und seine wissenschaftlichen Studien, insbesondere in Anatomie, Optik und Hydraulik, nahmen bereits zahlreiche Entwicklungen der modernen Naturwissenschaften vorweg.

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Leonardo wurde in Vinci, Region Empoli Italien 15. 4.1452 geboren und starb am 2. 5.1519 Schloß Cloux, Region Amboise in Frankreich . Leonardo war Sohn eines Florentiner Notars und eines Bauernmädchens. Er kam 1466 in die Werkstatt Andreas del Verrocchios, wo er eine vielseitige künstlerische und technische Ausbildung erhielt. 1472 wurde er in die Florentiner Malergilde aufgenommen. Um 1478 beendet er seine Lehre und ist bis 1481 selbständig tätig in Florenz. In der Lehrzeit entstanden Gemeinschaftsarbeiten (knieender Engel auf Verrocchios «Taufe Christi,) und erste selbständige Bilder (Madonna mit der Nelke, um 1478); sein bedeutendstes Frühwerk, die «Anbetung der Könige» (1481), blieb unvollendet.

1481 wurde Leonardo an den Hof der Sforza nach Mailand berufen, wo er als Kriegstechniker, Ingenieur, Maler und Bildhauer eine umfsngreiche Tätigkeit entfaltete. Beinahe zwei Jahrzehnte beschäftigte er sich mit dem Plan für ein monumentales Reiterstandbild des Francesco Sforza, das nur bis zum Gußmodell des Pferdes gedieh. Als Maler erlangte er großen Ruhm mit der «Felsgrottenmadonna» (1. Fassung 1483 beg.; 2. Fassung 1497-1511) und vor allem mit dem «Abendmahl», einem großformatigen Wandbild im Refektorium des Malländer Klosters Sa. Maria delle Grazie (1495-1498). Dieser erste Malländer Aufenthalt, in dem Leonardo auch seine systematischen wissenschaftlichen Studien, u. a. zur Malerei, Baukunst und Mechanik, aufnahm, endete 1499 mit dem Sturz Lodovico Sforzas durch die Franzosen.

Leonardo kehrte über Mantua und Venedig nach Florenz zurück; 1502 Festungsbauinspizient in den Diensten des päpstlichen Heerführers Cesare Borgia; Fortsetzung der wissenschaftlichen Untersuchungen (Kartographie, Anatomie, Strömungskunde u. a.). Er malte die >Mona Lisa< (La Gioconda, um 1503) sowie die «Hl. Anna selbdritt» (1501-1506) und arbeitete am Karton der >Anghiarischlacht<(1503/04 bis 1506), der nur in Kopien erhalten ist.

1506 reiste Leonardo wieder nach Malland, wo er bis 1513 als Berater des französischen Vizekönigs Charles d'Amboise wirkte (architektonische Entwürfe, wissenschaftliche Studien). Anschließend in Rom, das er im Januar 1517 verließ, um einer Einladung Franz' I. nach Frankreich zu folgen. Hochgeehrt (Premier peintre, architecte et mechanicien du Roi) verbrachte er seine letzten Jahre im Schlößchen Cloux bei Amboise. -

Leonardo repräsentierte wie kein zweiter das Menschenideal der Hochrenaissance. Er beherrschte nicht nur Künste und Wissenschaften gleichermaßen, sondern vermochte sie miteinander zu verschmelzen; nur so ist der universale Aspekt seiner Malerei zu verstehen, die exakte, tiefenräumliche Bestimmbarkeit der Landschaften, das organisch-plastische Volumen seiner Figuren, die bedeutungsvolle Lichtführung und das berühmte «sfumato„ («verschleierte», etwas unscharfe Umrisse).

Links:

Literatur:

The artist and science
Excerpt from the book 'Leonardo da Vinci - The Complete Paintings and Drawings' by Frank Zöllner, Taschen Verlag, ISBN-

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Leonardo da Vinci - The Complete Paintings and Drawings
Author(s): Zöllner, Dr. Frank / Nathan, Johannes
Hardcover, 290 x 440 mm
Da Vinci in detail: Leonardo's life and work - the definitive edition. All pictures, all drawings! Taschen Verlag, ISBN-

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