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KUNST als Investment:in 2017::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Kunst ist inzwischen eine Investment-Anlageklasse zur Diversifizierung des Vermögens. Die großen Bankhäuser bieten Wealth-Management im Bereich Kunst an und geben für den Aufbau von Sammlungen Kredit und Sachwissen, einschließlich Stiftungsgründung und steuerliche Behandlung....(weiterer Text )

Was aber weniger bekannt ist: Man muss schon viel Zeit und Wissen einsetzen um einen guten Künstler zu erkennen und das Wissen um den Kunstmarkt zu haben. Wie überall gilt auch hier, ohne Arbeit kein Verdienst. Viele glauben fälschlicherweise man könnte im Kunstmarkt ohne Arbeit viel Geld verdienen. Das ist falsch. Man muss für den Kauf eines guten Werkes auch entsprechend Geld einsetzen. Der Fehlglauben mit ein paar Mark Meisterwerke erstehen zu können ist falsch. Es gibt nicht irgendwelche Sonderangebote!

Was grundlegend für den Markt ist, das es um einen Künstler und sein Werk als repräsentativen Wert geht. Um das geht es und um nicht mehr. Zur Zeit treibt die Konjunktur des billigen Geldes den Markt und Picasso, Koons, Warhol, Basquiat und Richter sind repräsentativ. Die nächste Generation bewertet jedoch neu, identifizeirt sich mit anderen Personen und verkauft bei schlechter Konjunktur, wenn die Preise fallen. Es zeigen sich Parallelen zum Aktienmarkt. Der Kunstmarkt hat regelmäßige Crashs (1990, 2008,) und regelmäßige Blasen.Die Auswertung von Auktionsergebnisse seit dem 17. Jahrhundert zeigt : Die inflationsbereinigte Rendite liegt bei 1,5 Prozent. Kunst ist langfristig - wie vielfach angenommen- kein super Geschäft. Dennoch macht das Kunstwerk mehr Freude als ein Bankauszug an der Wand.

Zur Zeit liegt die Wasserscheide für steigende Kunstpreise in Deutschland bei ca 70.000 Euro. In den USA muss man eher von 500.000 US$ ausgehen. Arbeiten darüber haben Chancen auf Werterhalt und Steigerung, darunter wird der Einsatz sich eher in Wohlgefallen auflösen. Anderswo liegen die Grenzen wieder anders; denn obwohl internalional verbunden liebt jedes Land vor allem die entsprechenden Landeskünstler und bewertet sie höher als anderswo. Letztendlich entscheidet sich der Preis bei jedem Werk ganz speziell.Es war lukrativ im Kunstmarkt der letzten Jahre, aber es ist auch ziemlich teuer für die Galerien, denn sie mussten um Marktanteile zu gewinnen, weltweit Räume öffnen oder ihre Künstler an andere Galerien verlieren.


Moderne Kunst zu besitzen gilt immer mehr als Statussymbol oder als Raumdeko, soll aber eigentlich die Funktion erfüllen, den Menschen in einen Dialog mit neuen Denk- und Lebensformen zu bringen über Kompositionen von Farben, Materialien und Formen. Auf dieser Seite finden Sie Kunstmarkt-Informationen zu Künstlern, Galerien, Auktionen, Kunstumsatz, Galeriekosten und Ranglisten. Da der Wert von Kunst nicht objektiv zu messen ist, bleibt neben kunsthistorischen Bewertungen der Marktpreis als Wertangabe. In der Auktionsrangliste finden Sie Hinweise auf den Marktwert einzelner weltweit bekannter Künstler. Man schätzt dass dass auf dem globalen Kunstmarkt jährlich 20 Milliarden Euro umgesetzt werden. Der Kunstmarkt ist ein "the winner takes it all "-Markt. Sein Kennzeichen isind die riesigen Preisunterschiede bei nicht nennenswerten sichtbaren Leistungsunterschieden. Es gibt ein sehr kleines boomendes Hochpreissegment für "deep pocket"-Sammler und ein darbendes Niedrigpreissegment mit einem Überangebot an Kunst.

  

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Kunst folgt Geld! Die Auktion ist die zeitgemässe Form des Kunstkaufs im Zeitalter des Internets. In NY und London ist der internationale Kunstmarkt beheimatet, dort beginnt der Kunstmarkt bei Preisen , wo er in Deutschland endet. Der Markt für die Moderne und die zeitgenössische Kunst stieg kräftig in den NY und Londoner Auktionen, besonders Werke aus den 20gern und den 60gern. Die Herbstauktionen "Zeitgenössischer Kunst " im Dez 2016 in NY erbrachten 350 Mio US-$. Die Moderne und Impressionisten ergaben dort im Sommer 2016, 123 Mio GBP.Wobei zu sagen ist, dass kaum noch wichtige Impressionisten am Markt sind, es sei denn die 3te und 4te Riege. Die Sammler der Kunst der Zeit vor dem 19.Jahrhundert sterben aus, darum ging vieles zurück und die Ergebnisse blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück.Der Wohn- und Lebensstil hat sich inzwischen grundlegend verändert. Die Kunst der Alten Meister wird selektiv gekauft bei moderaten Preisen. In London ergab die Abendauktion 2016 den Betrag von 14,8 Mio GBP. Druckgrafik interessiert kaum noch jemanden. Die nationalen Vorlieben für bestimmte nationale Künstler haben sich eher verstärkt. Hauptmärkte sind NY, gefolgt von London, HongKong, Peking, Paris,Kanton, Shanghai, Hangzhou, Taipeh und Wien.

In Deutschland ist mit 1,3 Mio Euro die Höchstgrenze in Auktionen definiert. Die Hauptzone bewegt sich bis 10500 und bildet 55% des Marktes ab, bis 35 Tausend Euro bildet sie 85% des Marktes ab, die gehobene Zone liegt bis 70 Tausend Euro und bildet 10% des Marktes ab, bis 150.000 bildet sie nochmals 5% ab,bis 500.000 sind es 2%, bis 1 Mio sind es 0,5%. In Deutschland führte die schwache Binnennachfrage bedingt durch die Euroeinführung, die Anhebung der Steuer von 9 auf 19% und Zusatzsteuern, Kulturschutzgesetz und die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank zu starken Umsatzrückgängen.

Global steigt der Kunstmarkt in Breite und Tiefe. Galerien wie Gagosian, Hauser & Wirth, Pace, Aquavella, David Zwirner, Mnuchin entsprechen global tätigen Firmen. Die Galerie fokussieren sich auf die Inseln des Reichtums. Der Handel verlagert sich weg von Europa in Richtung Miami, N y, LA und den asiatischen Raum. Auf den internationalen Messen wird der Hauptumsatz gemacht, nationale Märkte schrumpfen . Deutsche Künstler machen zB den Hauptumsatz jenseits deutscher Grenzen. Dennoch macht die international gehandelte Kunst nur 5-9% der Kunstporduktion aus.Die übrigen 90-95% der Künstler werden keine Nachfrage finden.

2015 soll ein weltweiter Umsatz von ca 63 Milliarden US$ gemacht worden sein. Davon fielen an die USA ca 40 %, GB= 20 % ,China=20 %, Deutschland =2,7 %( ca 2Mrd) Der Kunstmarkt polarisiert sich immer mehr: 90% aller Lose in Auktionen erzielen unter 50T- US$; die restlichen 10% der Lose machen aber 88% des Umsatzes aus.

Die Rankinglisten der Künstler bestimmen das Geschäft. Preise für junge Künstler von 35 Jahren die seit ca 5-8 Jahren in der Öffentlichkeit agieren bringen in den USA Auktionspreise von 200.000 $ bis 1 Mio $. Ältere Künstler wie Christopher Wool die seit 20 Jahren im Handel sind erzielen zB. 26 Mio $ in Autionen, das ist in Deutschland undenkbar. Die Zeitgenössische Kunst ab 1945 hat den großten Verkaufsanteil mit ca 70%. Der bestverkaufte Künstler weltweit soll Andy Warhol sein. Für die Klassische Moderne führt Picasso die Verkaufslisten an.

Deutschland: Durch das neue Kulturschutzgesetz und die nicht konkurenzfähigen Steuern auf Kunst ( volle Mehrwertsteuer, Künstersozialkasse und weitere Abgaben) ist ein deutlicher Rückgang im mittleren und unteren Preissegment festzustellen. Ein Galeriensterben ist voraussichtlich, zudem werden die Museen Schwierigkeiten bei der Einwerbung von Leihgaben haben. Die Aufschläge auf den Hammerpreis liegen zur Zeit bei 30%. Die Auktionsergebnisse ergeben zur Zeit nur Käufe an der unteren Schätzpreislinie und nur Spitzenlose erreichen den oberen Schätzpreis oder auch darüber.

 

 HINWEIS: Kunst im Preissegment ab 150.000 erweist sich als wertstabil !

 

  Literaturempfehlungen:

 

Spiegel >http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,513645,00.html

 

>Artinvestor< , Pues/Rissa, FinanzbuchVerlag, ISBN 3-932114-74-4

 > Mit dem Rücken zur Kunst -Die neuen Statussymbole der Macht- <, Wolfgang Ullrich ,Wagenbach Verlag, Berlin
(Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek Bd. 64), 128 Seiten

Piroschka Dossi>HYPE - Kunst und Geld<
dtv Verlag


ISBN 978-3-423-24612-5

Adam Lindemann >Collecting Contemporary< 2006, 296 S. ISBN 3-8228-4938-3

Uta Grosenick >Insight - Inside. Galerien 1945 bis heute <(Gebundene Ausgabe) ISBN 383217202

Martin Leyer-Pritzkow >Das Kunstkaufbuch. Für Sammler und solche, die es werden wollen <(Gebundene Ausgabe) ISBN 3791333593.01

Carole Katchen, >Kunst erfolgreich verkaufen - oder warum Picasso auch ein Marketinggenie war< e-book  

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