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Kinetische Kunst - Eine Kunst-Bewegung der 60ger Jahre

Eine Richtung der modernen Kunst, die optisch bewegte Erscheinungsbilder erzeugt. Das geschieht mit beweglichen oder magnetisch bzw. elektrisch bewegten Objekten, z.T. indem Lichtspiele und -Spiegelungen einbezogen werden. In der Beziehung zur Massenkultur werden hier die Grundlagen für die optische Gestaltung der Diskothekensituation gelegt: Discobeleuchtung und bewegtes Umfeld. Zumeist geht es um mechanischen Konstruktionen im Raum. Als Antrieb kommt zum Einsatz: Luftbewegung, , aufsteigende Warmluft (siehe Mobiles, Weihnachtspyramiden),elektrische Motoren, fließendes Wasser (das meist zusätzlich eine - elektrisch betriebene - Pumpe benötigt) sowie diverse anderer Antriebe.

Vorfahre der Kinetik sind die Wasserspiele in den Gärten des Barock.Mit dem Problem der Bewegung in der Kunst beschäftigten sich schon Vertreter des Dada und Marcel Duchamp (Roto Relief); dann die Brüder Gabo und Antoine Pevsner, welche in ihrem "Realistisches Manifest" von 1920 die Kinetik als die Grundlage ihrer Kunst erklärten, Diese Richtung wurde weitergeführt von Moholy-Nagy, von Alexander Calder ( Stabiles und Mobiles ) , Tinguely, v. Graevenitz, de Soto u.a.

Abgespalten hatte sich inzwischendie Richtung der Lichtkinetiker, welche vor allem den Problemen des Lichtes nachgingen (F. Morellet, H, Goepfert, V. Takis). In Paris.entstand die " Groupe de Recherche d'Art Visuel", zu den Hauptvertretern gehörten u.a. N. Schoeffer, J. Le Parc. Es entstand in Düsseldorf die Gruppe "Zero", mit Uecker, Mack, Piene, Luther, Haese und anderen.

 Hauptvertreter:
Aljoscha Brandt , Pol Bury , Alexander Calder , Rebecca Horn, George Rickey, Jesús Rafael Soto, Vassilakis Takis, Jean Tinguely

weitere Vertreter: Siegfried Cremer ,Gerhard von Graevenitz, Harry Kramer, Peter Sedgley ,die Künstlergruppe Groupe de Recherche d’Art Visuel,

die Künstlergruppe ZERO mit ihren Gründungsmitgliedern Otto Piene, Heinz Mack, Hans Salentin und Günther Uecker.

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