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Henry Moore (1898-1986)

Henry Moore war britischer Bildhauer und gehört zu den bedeutendsten Bildhauern des 20.Jahrhunderts. Sein Werk ist ganz wesentlich beeinflußt von altägyptischer , präkolumbianischer , afrikanischer und polynesischer Kunst und von einfachen Naturformen wie Knochen und Steinen. Weitere Anregungen erhielt Moore von zeitgenössischen Künstlern wie Constantin Brancusi, Alexander Archipenko und vor allem Pablo Picasso, dessen Arbeiten er auf mehreren Parisreisen in den zwanziger Jahren kennen lernte., ferner die Begegnung mit den Werken Giottos, Masaccios und Michelangelos auf einer Italienreise 1925.

Er wurde in Castleford (bei Leeds) am 30.7. 1898geboren und starb in Much Hadham (Hertfordshire) am 31.8. 1986. Seine Skulpturen und Plastiken folgen den Ideen der Abstraktion und sind Kunstwerke von beeindruckender Ausdruckskraft und Strenge. Sie sind von archaischen Skulpturen und der Kunst der Naturvölker beeinflusst. Zentrales Thema ist der Mensch als Einzelfigur, oft liegend oder auch als Gruppe gestaltet. Moore arbeitete in Stein und Holz, später vorwiegend in Bronze.

Auf eine Abbildfunktion der Plastik wird weitgehend oder sogar völlig verzichtet. Moore betont ein frei abstrahierte Form gegenüber dem Naturvorbild ( Knochen,Schaf, Frau, mexikanische Plastik).

Moore bringt eine äußerst spannungsreiche Wechselbeziehung zwischen Skulptur und Umraum zustande. Er macht den Hohlraum den Korperformen gleichwertig. Oft bilden sich wie von Spangen umschlossene leere Raumzellen, in die der Umraum geradezu einzufließen scheint. Moore bemerkt dazu: »Was nicht ist, ist ebenso intensiv wie das, was ist.« Er bevorzugt die Asymmetrie, da diese gegenüber der symmetrischen Form über reichere Ansichten verfügt. Dem Material verschafft er Geltung, indem er dessen Eigenschaften sichtbar bewahrt (etwa im Stau eines plötzlich erstarrten Bronzeflusses).

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