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Hann Trier (1915 - 1999)

Hann Tier war einer der bedeutendsten Maler des deutschen Informel. Seine Werke zeichnen sich in den 50ger Jahren durch netzartiger Linienführung vor bewegten Farbhintergründen aus, die zumeist beidhändig geschaffen wurden. Ab den 60 ger Jahren wird Figur und Bildgrund eins in einer informellen Bildfindung.Mit Nay, Schumacher, Götz, Hoehme, Schultze und Trier ist er einer der wesentlichen Vertreter des Informel.

Er war der ältere Bruder des Kunsthistorikers und zeitweiligen Direktors der Kunstakademie Düsseldorf: Eduard Trier (1920–2009).

 

Biografie

geboren am 1. August 1915 in Kaiserswerth bei Düsseldorf

Jugend in Köln

1934 bis 1938 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf

1939 Abschluss des Studiums mit dem Staatsexamen in Berlin

1939 bis 1941 Militärdienst

1941 bis 1944 als Technischer Zeichner in Berlin

1944 bis 1945 Militärdienst

Nach dem 2ten Weltkrieg bis 1946 als Bühnenbildner in Nordhausen

1946 bezog Trier bis 1952 eine Wohnung und ein Atelier auf Burg Bornheim bei Bonn.

1947 Gründungsmitglied der >Donnerstag-Gesellschaft< in Alfter bei Bonn ( Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Ausstellungen, fanden zwischen 1947 und 1950 auf Schloss Alfter statt.)

1952 bis 1955 Aufenthalt als Werbegrafiker in Medellín , Kolumbien. Ausgedehnte Studienreisen nach Mexiko, Südamerika und nach New York.

1955 bis 1956 Gastdozent an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

1955, 1959 und 1964 nahm er an der documenta 1, documenta II und documenta III in Kassel teil.

1957 bis 1980 Profesur für Malerei und später Direktor der Hochschule für bildende Künste in West-Berlin. (Georg Baselitz und Elvira Bach, Hans-Jürgen Diehl waren seine Schüler

Ab 1967 Atelier in Castiglione della Pescaia,Toskana, It.

1966 den Berliner Kunstpreis

1967 Kunstpreise der Städte Darmstadt, Köln und des Landes Nordrhein-Westfalen.

1972 und 1974 führte er die Deckenbilder in Schloss Charlottenburg in Berlin aus.

ab 1972 Atelierhaus in Mechernich/Vollem, Eifel.

1975 Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

1989 Verdienstkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen

1996 Gründung dere Kunststiftung Hann Trier

Seine Werke zeichnen sich durch Bilder mit differenziertem Linienspiel und netzartigem Bildaufbau vor bewegten Farbhintergründen aus, die zum Teil beidhändig geschaffen wurden.

verstorben am 14. Juni 1999 in Castiglione della Pescaia in der Toskana, Italien

 

Links:

Hann Trier Stiftung

Galerie Utermann, Dortmund | Galerie Schlichtenmaier, Stuttgart | Galerie Zellermayer, Berlin

 

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