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George Brecht (1926 - 2008)

George Brecht , born George MacDiarmid (August 27, 1926 - December 5, 2008) was an early fluxus artist, a John Cage associate and a professional chemist who has worked as consultant for such companies as Pfizer, Johnson & Johnson, and Mobil Oil. When he was about 19 he changed his last name to Brecht just because he liked the sound of the name.

Den Namen Brecht las er im Schwarzwald auf, wo er als Freiwilliger stationiert war. He was one of the most significant and influential avantgarde artists of the 1960s.

His most important and original contribution was a form he called the "event score", which typically was printed on a small white card that he would mail to friends.

Spätestens seit die Fluxus-Bewegung hoch geschätzt wird, gilt sein Werk als herausragende Position, die radikale Ansätze von Marcel Duchamp und John Cage gleichermaßen fortschreibt. George Brecht habe "eine Menge Anerkennung dafür verdient, dass er das Readymade ins Reich der Aktion erweitert hat", postulierte George Maciunas, der Papst der Bewegung.

Nach seiner Rückkehr in die USA beginnt er eine Doppelkarriere als Wissenschaftler und Maler, indem er am College in Philadelphia Chemie studiert und sich gleichzeitig an der Kunstschule in den Fächern Zeichnen, Ölmalerei und Bildhauerei fortbildet. Als Chemiker bei Johnson & Johnson erfindet er den Tampon, als Maler experimentiert er mit Bildern, die vollkommen zufällig entstehen, bekleckert Stoffbahnen mit Tinte und lässt Murmeln im Wäschetrockner das Werk vollenden. Mit "Chance-Imagery" schreibt er eine Geschichte des Zufalls in der Kunst, entdeckt Marcel Duchamp und Robert Rauschenberg und sucht die Bekanntschaft mit dem Komponisten John Cage, dessen Schüler er wird.

 

Bald komponiert er erste "Partituren" für Aktionen - ausdauernd poliert er eine Geige mit Zitronenöl, leise verschüttet er Wasser oder orchestriert einen Parkplatz voller Autos: Scheinwerferblinken, Hupgeräusche, Motorlärm und das Schleifen der Scheibenwischer werden im "Motor Vehicle Sundown (Event)" zum Ereignis. Mit dem "Event" hat George Brecht das Readymade auch in die Koordinaten der Zeit eingeschrieben - fortan kann das Bedienen des Lichtschalters zur Aufführung werden. "Toward events: an arrangement" heißt seine erste Ausstellung im Jahr 1959 in der New Yorker Reuben Gallery. Die Festivals, die Anfang der sechziger Jahre unter dem Kunstbegriff "Fluxus" in Köln, Kopenhagen, Amsterdam, Wiesbaden oder Düsseldorf stattfinden, versorgt Brecht mit Partituren. Gleichzeitig baut er Objektkästen, die er als "Seiten" eines Buches versteht, als das er sein Oeuvre fortan begreift: "The Book of the Tumbler on Fire", wer sich die Titelzeile als Bild des "brennenden Bechers" vorstellt, spürt, wie Brechts Sprache das Objekt attackiert.

 

Ein Abgleich zwischen "Event"-Karten und Arrangement zeigte, dass George Brecht, der das Spiel als zentrale Metapher seiner Arbeit verstand, offensichtlich jede Variation als neue Partie angelegt hat.

Brecht wrote for Fluxus in 1969 in which he proposes “moving landmasses over the surface of the earth” using conveyances such as icebergs or massive amounts of styrofoam, since his made-up company feels that it will be “technologically realizable within ten years.”

1958 trifft er an der New School of Social Research in New York mit John Cage zusammen, was zu ersten Partituren mit plätscherndem Wasser und klickenden Lichtschaltern führt. Ein Jahr später nimmt George Brecht an ersten Fluxus-Aktionen teil, die Kunst als etwas Vorübergehendes verstehen, die sich nur im Augenblick ihrer Aufführung ereignet. Gemeinsam mit Robert Watts organisiert er in den frühen 1960ern das „Yam Festival“ in New York, ehe 1965 nach Frankreich zieht.

 

Von 1970 an lebt George Brecht im Rheinland, zunächst in Düsseldorf, seit 1972 dann in Köln. Hier entstehen seine „Event-Objekte“, zufällig angeordnete Alltagsgegenstände, die durch den Blick oder den Gebrauch des Betrachters zum Ereignis und damit zur Kunst werden. Mit dieser Auffassung gilt Brecht als einer der Pioniere, die in ihrer Kunst ganz auf den Betrachter setzen. Dieser soll seine eigenen Erfahrungen in das Werk einbringen und es für sich selbst deuten. Laut seinem Künstlerkollegen George Maciunas hat Brecht mit den „Event-Objekten“ zudem das Readymade ins Reich der Aktion erweitert. Darüber hinaus beschäftigt sich Brecht mit „Event-Partituren“, Mail-Order-Events und Poesie, initiiert Landvermessungsverlagerungen, baut „Kristall-Objektkästen“, übersetzt aus Liebe zum Fernöstlichen Hsin-Hsin-Ming von Seng-Ts’an oder produziert Hörspiele im elektroakustischen Studio des WDR.

 

Schon 1956 verfasst Brecht sein grundlegendes Essay „Chance-Imagery“, das eine Geschichte des Zufalls in der Kunst des 20ten Jahrhunderts vom Dadaismus bis zum Abstrakten Expressionismus ist.

Sein Hauptwerk ist " Water Yam" , eine Schachtel mit Anweisungen auf Zetteln.

Zu seinen publikumswirksamsten Fluxus-Arbeiten zählt das „Harpsichord Concert“, das er 1976 mit Ben Vautier, Nam June Paik, Alison Knowles, Robert Watts, Robert Filliou und George Maciunas an der Berliner Akademie der Künste verwirklicht. In den letzten Jahren ist es ruhig um George Brecht geworden, denn ausstellen kann man flüchtige Kunst eigentlich nicht. 2005 organisiert das Kölner Museum Ludwig eine Werkschau zu Brechts 80stem Geburtstag, den auch die Berliner Akademie zum Anlass nimmt, ihm den Kunstpreis Berlin zu verleihen.

The "project.arnolfini", an online branch of the British Arnolfini Museum, is organizing a worldwide performance of Brecht’s “Motor Vehicle Sundown (Event)” at sundown (in your own location) on January 10, 2009. The event was planned prior to Brecht’s death, and will take on something of a memorial quality now.

Brecht died in a nursing home in Cologne, Germany, on Friday, December 5th.

 

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