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MUSICAL Die Abfolge unserer Aufführungen

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"JOSEPH and the amazing technicolor dreamcoat "von Webber &Rice /1986

"OLIVER!" von Lionel Barth /1989

"Bloodbrothers" von Willy Russell /1992

"La Revolution Francaise" von Boubil & Schönberg /1996

"Which Witch" von Benedicte Adrian und Ingrid Bjoernov /1999

"Der Bürger als Edelmann" von Molière & Lully /2000

"Big River" von Roger Miller /2002

 


Die Geschichte der Kant-Musicals

Kein Zweifel: Deutschland ist vom Musicalfieber gepackt, und das seit geraumer Zeit. Das war nicht immer so. Als das Immanuel-Kant-Gymnasium in Münster-Hiltrup im Jahre 1985

 

No1- "Joseph and the amazing technicolor dreamcoat"

von Webber und Rice präsentierte, hatten keine Bühne Deutschlands sich an das Musical um den alttestamentarischen Stoff herangewagt, während es heutzutage zu den erfolgreichsten Produktionen des Musiktheaters zählt. 


No 2 - "Oliver!" Für unsere Schule bedeutete das von der Presse als "totales Theater" gerühmte Spektakel um Joseph und seine Brüder die Initialzündung für eine Reihe von Musicalproduktionen.

Vier Jahre später folgte Lionel Barts "Oliver!".

musikalische Bühnenversion des Dickensschen Romans.

Mit der Realisierung stieß das Kant in neue Dimensionen vor. Statt bisher 100 Akteuren wirkten nun 150 Schüler, Eltern und Lehrer mit. Die Zahl der Zuschauer sprang von 5000 auf 7000, und das Budget kletterte von DM 38 000,- auf DM 48 000,- . Selbst die von "Joseph" verwöhnte Presse schwelgte in Superlativen.

 


No 3- Beflügelt von zwei unzweifelhaften Erfolgen machten wir uns auf den Weg zum nächsten Musical und wurden fündig in Willy Russels "Bloodbrothers" .

Inhaltlich spröder als die beiden Vorgänger, sprachlich und musikalisch aber auf der Wellenlänge vieler Jugendlicher, versprach auch dieses Stück vom Publikum angenommen zu werden und hielt sein Versprechen. Bloodbrothers erzählt die traurige Geschichte von der Trennung der Zwillinge, die fortan in verschiedenen sozialen Umfeldern aufwachsen und sich widerstreben ohne einander zu erkennen. Die Zuschauer ließen sich vom "Geheimnis mit tragischer Offenbarung" mitreißen. Die Reihe von zehn ausverkauften Aufführungen im Februar 1992 mit insgesamt 5000 Zuschauern hätte durchaus verlängert werden können.

 


No 4- Keine Frage: Die Musicaltradition verlangte nach einer würdigen Fortsetzung. Als uns dann durch Zufall die inzwischen vergriffene CD der "Rockoper" "La Revolution Francaise" von Boubil und Schönberg in die Hände fiel, war es Liebe auf den ersten Blick. Jedoch verlangte die anspruchsvolle Musik eine Synthese von klassischem und Rockorchester. Ähnliche Probleme stellten sich für den Gesang in französischer Sprache. Und würden wir die Aufführungsrechte erhalten in einer Zeit in der nun das Musical ein wirtschaftlicher Gesellschaftsfaktor geworden war? Wir nahmen Kontakt zu Alain Boubil auf, der uns zu einem Gespräch in sein Londoner Domizil einlud. Der große Boubil, Autor von Welterfolgen wie "Les Miserables" und "Miss Saigon" nahm sich zwei Stunden Zeit für unser Anliegen. Wir bekamen grünes Licht, nur gab es keine Partituren mehr für dieses Stück aus den siebziger Jahren und wir mussten das gesamte Notenmaterial mit Hilfe der CD und einer Kassette rekonstruieren. Das uns das in Auftrag zu gebende Arrangement noch eine fünfstellige Summe und viel Ärger kosten würde, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Aufführung wurde zu einem unseren größten Erfolge und die für uns gewaltigen Ausgaben von 84.000,-DM wieder eingespielt.Als der letzte Ton der zwölften Aufführung von "La Revolution Francaise" verklungen war, saß ein Grüppchen von Sängerinnen und Sängern in einem stillen Winkel der Kulissen und weinte. Nur ein Argument vermochte die traurigen Gesichter wieder aufzuheitern: "Das nächste Musical kommt bestimmt!"


 

No 5- "Which Witch" im Frühjahr 1999 aufgeführt, ist ein Opernmusical von Benedicte Adrian und Ingrid Bjoernov nach einer Idee von Ole A. Soerli und thematisiert die Hexenverfolgung.Die Inszenierung von Werner Coenen und dem ehemaligen Kant-Schüler Robert Wiezorek wurde dirigiert von Heiner Wehking, sowie Reinhard Pelz für die Chöre.Das Bühnenbild war von Klaus Tesching, die Kostüme und die Requisiten. „Which Witch" zeichnet sich insbesondere durch die perfekte Zusammensetzung vieler einzelner Faktoren aus. Daß es Laien waren, die dieses Opera-Musical auf die Bühne gebracht hatten schien beinah unvorstellbar.

 


No 6- "Der Bürger als Edelmann" von Molière & Lully war eine barocke Ballettkomödie die wir im Jahre 2000 im neu erbauten KantForum aufführten. Nicht umsonst gilt der Bürger als Edelmann als ein besonders dankbares Stück. Es enthält viele Versatzstücke der Molièreschen Komödie - man denke an den dépit amoureux, d. h. jenen nicht enden wollenden Streit von Liebenden.Die Lachtränen kullerten der Applaus war garantiert. Die Schülerinnen und Schüler hatten unter der Leitung von Reinhard Pelz (Gesang), Ulrich Siepe (Orchester), Ute Wetter (Choreographie), Klaus Tesching (Bühnenbild und Requisite) und Werner Coenen (Regie) mal wieder ganze Arbeit geleistet.


 

No 7-"Big River" wurde im Frühjahr 2002 europäisch uraufgeführt ,ist ein Musical von Roger Miller aus dem Jahr 1985. Es greift das Buch über "Huckleberry Finn" von Mark Twain auf . Bei >Big River< arbeiteten wir mit dem Mariengymnasium in Warendorf zusammen, dabei stellt das Kant das Bühnenbild und das Mariengymnasium in Warendorf  das Orchester. Umfangreiche Informationen bietet die Musical-Website des Mariengymnasiums (www.mgnw-musical.de) und www.bigriver.de


 Worin besteht das Geheimnis unseres Erfolges? Vermutlich in einer günstigen Konstellation von äußeren Bedingungen einerseits und der Einsatzfreude unserer Akteure andererseits. Wir verfügen zwar nicht über eine eigene Aula, können aber die benachbarte Stadthalle mit 400 Sitzplätzen benutzen. In gut einem Jahrzehnt haben wir so viel Erfahrungen gemacht die uns die Projektierung sehr erleichtert. Zudem gibt es eine personell recht konstante Produktionsgruppe. Die manchmal zu vernehmende Kritik an unseren Qualitätsansprüchen bei der Musicalrealisierung : "Ihr seid doch eine Schule. Bleibt doch mit euren Anstrengungen auf dem Teppich!" verstehen wir allerdings als Lob.

Eine Darstellung der KANT- MUSICALS::finden Sie in aussführlicher Form unter kantgym.de

kunstwissen.de

 
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