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von Hermann Karsten und Jens Rosenberger

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Die Geschichte des Jazz

Der Jazz hat sich  aus verschiedenen Formen afroamerikanischer Volksmusik entwickelt. Deren Wurzeln sind sowohl in Afrika als auch in Europa zu finden. Zu den frühesten Beispielen einer ausgeprägt afroamerikanischen Musik im 19. Jahrhundert zählen Spirituals, Work Songs und Field Hollers. Vor allem in den Spirituals findet man dabei sowohl Elemente aus europäischer Musik (Hymnen) als auch solche afroamerikanischer Provenienz (spezielle Tonbeugung, Vortragsart).

Nach der Befreiung der amerikanischen Sklaven (Emanzipationserklärung von 1863) entwickelte die afroamerikanische Musik immer stärker eigene, auch nach außen wahrnehmbare Traditionsmerkmale. Vor allem lokal bedeutenden musikalischen Entwicklungen ermöglichten auch den musikalischen Kontakt durch herumreisende Künstler. In den ländlichen Gegenden bildete sich eine Musiktradition heraus, die von großem Einfluss auf den späteren Jazz ist: der Blues. Der wichtigste urbane Einfluss auf den Jazz war der Klavier-Ragtime. Die frühen Ragtime-Bands sind als direkte Vorläufer des Jazz anzusehen.

 

Louis Armstrong

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Der amerikanische Jazztrompeter Louis „Satchmo” Armstrong, der „König des Jazz”, war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Er brillierte durch seine technische Perfektion und seine Leichtigkeit der Improvisation. Zudem gilt er als Erfinder des Scatgesangs. Mit der von ihm entwickelten Soloimprovisation, wie der im „Melancholy Blues” statt des bis dahin üblichen freien kollektiven Spieles, stellte der amerikanische Jazztrompeter Louis „Satchmo”Armstrong in den zwanziger Jahren Weichen für die künftige Entwicklung des Jazz. Sein Stil hatte großen Einfluss auf viele Jazztrompeter.

 

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Earl „Fatha" Hines

Der amerikanische Jazzpianist Earl „Fatha” Hines gilt als einer der ersten herausragenden Jazzpianisten. 1927 spielte er in der Band von Louis Armstrong, 1928 gründete er eine eigene Big Band, aus der Ende der dreißiger Jahre so berühmte Jazzmusiker wie Charlie Parker und Dizzie Gillespie hervorgingen.

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Fletcher Henderson

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Fletcher Henderson lebte von 1897-1952.In seinen Bigband-Arrangements etablierte Fletcher Henderson, in dessen Orchester auch Louis Armstrong, Coleman Hawkins oder Benny Carter spielten, das Frage-und-Antwort-Spiel zwischen den Trompeten und Posaunen einerseits und den Klarinetten und Saxophonen andererseits als innovatives festes Element.

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Charlie Parker

Charlie Parker war am 29. August 1920 in Kansas City geboren und starb am 12 März 1955 in New York. Der Altsaxophonist, genannt Bird, war eine der legendären Gestalten des Jazz, auf der Bühne des New Yorker Jazzclubs Birdland im Jahr 1950. Um neue musikalische Dimensionen erweiterte er zusammen mit dem Trompeter Dizzy Gillespie in den späten vierziger Jahren die Klangwelt des Jazz: Beide entwickelten die Bebop-Richtung.

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Pianist McCoy Tyner

McCoy Tyner war  1938 in Philadelphia geboren. Erst als Mitglied des legendären Quartetts von John Coltrane entwickelte er zwischen 1960 und 1965 eine ganz und gar eigene Spielweise, mit melodischen Clustern und einer ausgeprägten, rhythmischen rechten Hand. Zusammen mit dem Schlagzeuger Billy Cobham und dem Bassisten Ron Carter entwickelte McCoy Tyner in den siebziger Jahren das für ihn typische Triospiel mit Anklängen an Rock und Free Jazz.

 

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Miles Davis

 

Miles Davis (Miles Dewey Davis III) wird am 25.Mai 1926 in Alton, Illinois, geboren September 1991 stirbt Miles in Santa Monica, Kalifornien an einer Lungenentzündung.1955 stellte Miles Davis ein Quintett mit dem Tenorsaxophonisten John Coltrane zusammen, dessen Spielweise Davis’ eigenen facettenreichen, entspannten und ausdrucksstarken Stil ergänzte.1959 wirkte er bei einem Album von Miles Davis mit, das sich als ein Meilenstein in der Geschichte des Jazz erweisen sollte: Kind of Blue. Sein Name ist untrennbar mit dem Begriff "Cool Jazz" verbunden.

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:::::::::::::::::::::::::::::::::::::© by Hermann Karsten (Oktober 2002)

 

 

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