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  USHER

Usher ist ein echter Wirbelwind. Auf der Bühne schlägt der Texaner (geboren am 14.10.1978 in Dallas) Saltos aus dem Stand, tanzt und singt. Er vermittelt den Eindruck, dass ihn nichts und niemand aufhalten kann. Sein Talent verblüfft. Sein Erfolg gibt ihm Recht. Sein letztes Album "My Way" verkaufte sich 1997 sieben Millionen mal. Die beiden Singles "You Make Me Wanna" und "Nice & Slow" setzten sich nicht nur in den Gehörgängen fest, sondern vor allem in den Charts. Es hagelte gewaltig Nominierungen (unter anderem für den Grammy) und Preise. Mit seinem aktuellen Werk "8701" hat Usher zu neuen Höhenflügen angesetzt und ist extrem stolz auf das Werk. Nicht nur, weil er von A bis Z an der Entstehung beteiligt war: Er hat die meisten Songs mitgeschrieben und hat sich bei der Produktion einbringen können. So singt er jetzt nicht nur, er erzählt Geschichten. Da ist es kein Wunder, dass das Werk mit einem Soul-Train-Award ausgezeichnet, seine Performance von "U Remind Me" mit einem Grammy geehrt und dass er den BET-Award 2002 als bester R&B-Künstler in Empfang nehmen durfte. Dreimal als strahlender Sieger ging Usher bei den Billboard R&B-HipHop-Awards auf und von der Bühne: Er erhielt die Auszeichnung als Künstler des Jahres, hielt eine Dankesrede für den Award "Top R&B/HipHop-Artist, male" und durfte sich - dank den Nummer-1-Hits "U Got It Bad" und "U Remind Me" - auch als "Top R&B/HipHop-Single Artist" des Jahres feiern lassen.

"8701" ist ein sehr frisches, fast ungewöhnlich klingendes Werk. Ushers Handschrift ist unverkennbar, auch wenn der gewisse Touch seiner Kindheitsidole Donny Hathaway, Michael Jackson und Marvin Gaye zu spüren ist. Usher nennt seinen Stil HipPop. Das macht Sinn. Usher, der Breakdancer, besprüht sich seine Klamotten mit lustigen Mustern. Aber er rappt nicht, er singt und erzählt dabei Geschichten. Das Album wurde übrigens gleich zweimal eingespielt. Die erste Songkollektion konnte man nämlich schon vor der Veröffentlichung auf der Musiktauschbörse Napster runterladen. Deshalb entschied sich Usher für ein komplett neues Album und für einen neuen Namen. Zuerst hieß das Werk "All About You" jetzt "8701". "8701" steht für zwei Jahreszahlen - für 1987 und für 2001. 1987 fing alles an. Im Alter von neun Jahren stand Usher zum ersten Mal auf der Bühne. 2001 beschreibt das Jetzt, seine Karriere - den Usher von heute.

Ushers viertes - mit dem Soul Train Award ausgezeichnete - Werk hat viele Facetten und ebenso viele kreative Väter: Jimmy Jam & Terry Lewis, The Neptunes, Jermaine Dupri, She´kespere, Babyface, Edmund "Eddie Hustle" Clement und Mike City. Das Grammy-gekrönte "U Remind Me" (Best Male R&B Vocal Performance) ist nur ein Highlight von vielen: Vor allem das unwiderstehliche "U-Turn" sticht beim ersten Anhören heraus. Usher selbst ist von der Soul-Pop-Nummer so begeistert, dass er sich dazu gleich einen Tanz ausgedacht hat: "Der Tanz ist ganz einfach. Jeder zwischen sechs und achtzig Jahren kann mitmachen. Wenn du den Rhythmus behalten kannst, bist du dabei!" Den groovigen Sound von "Pop Ya Collar" hat der R&B-Superstar bewusst im Straßen-Slang eingesungen: "Damit alle mitsingen können". Usher präsentiert mit dem Album aber auch seine experimentelle und seine romantische Seite. Für das Experimentelle steht "I Can´t Let You Go", das an den Groove der 80er-Jahre erinnert. "I Don´t Know" ist Club-Sound pur mit einem besonderen Special-Guest - mit P. Diddy (alias Puff Daddy). "How Do I Say" mit seinen spanischen Gitarren ist eine Hymne an die Sprache der Liebe, die ohne Verständigungsprobleme und Worte funktioniert. Der Song erzählt eine Geschichte aus dem Leben des 23-Jährigen - von einer Begegnung mit einem Mädchen in einem fernen Land.

"8701" ist eine Erfahrung. Auch für Usher selbst. Er hat sich mit sich selbst beschäftigt, damit er auch das ausdrücken konnte, was ihn wirklich bewegt. Mit Musik, die ihn bewegt: R&B

 

 

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