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Japanische Kunst - Hokusai ( 1760- 1849 )
Hokusai2 / /: Holzschnitte von Hokusai / 36 view of the Fuji

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Katsushika HOKUSAI , japanischer Maler und Meister des Farbholzschnitts, Geboren in Edo (heute Tokio) 21.10. 1760, gestorben in Edo am 10.5. 1849. Einer der vielseitigsten Künstler des Ukiyo-e, schuf er meisterhafte Buchillustrationen und Farbholzschnittfolgen mit Darstellungen von Landschaften, Vögeln, Blumen.Holusai war bei einem Holzschneider für Theaterbilder in. die Lehre gegangen, thematisch aber setzte er sich keine Grenzen. Er war ebenso produktiv wie begabt und schuf etwa 30000 Zeichnungen, von denen die meisten als Buchillustrationen erschienen. Eine unvergleichliche Darstellung vom Leben seiner Zeit, besonders vom Straßenleben in Edo und Umgebung, findet sich in den 15 Bänden seiner >Manga<, die er 1814 zu veröffentlichen begann.

Keine menschliche Tätigkeit scheint seinen scharf beobachtenden Augen und seinem ausdrucksvollen Pinsel entgangen zu sein. Seine Linien sind kräftig, sein Stil ist männlich und seine Betrachtungsweise der Menschen amüsant und sachlich. Er unternahm keinen Versuch, etwa die ungraziösen Körper von Akrobaten zu verschönen, die sich unbeobachtet fühlten . Gegen Ende seines Lebens signierte er als >der alte Mann, der aufs Zeichnen versessen ist<. Sein wichtigster Beitrag zur Kunst des Mehrplattenfarbdrucks waren Landschaften, die es so in Japan und China noch nie gegeben hatte: starkfarbige Ansichten, deren Vorbild leicht wiederzuerkennen ist, aber weder realistisch noch idealisiert sind. Der schneebedeckte Gipfel des Fudschijama taucht darin immer wieder auf; in seinem berühmtesten Blatt sieht man ihn im Tal einer ungeheuren Welle, deren Gischt wie Drachenkrallen über zerbrechlichen Booten steht. Seine Holzschnitte äußern ein intensives Interesse an Naturformen und meisterhaften dekorativen Mustern, die für die japanische Kunst schon immer typisch waren, dort, wo sie sich am wenigsten auf die chinesische stützte. Das gleiche gilt für die Landschaftsdrucke seines jüngeren Kollegen Ando Hiroshige (1797-1858), der für die Japaner wie für den Westen zum Inbegriff Japans wurde. Sie sind realistischer, oft auch poetischer und weniger stilisiert als die von Hokusai. Häufig deutete er Entfernung im Bild an, indem er den Hintergrund durch einen >umrahmenden< Vordergrund aus Pflanzen hindurch erscheinen ließ, mal aus Iris, mal aus Ahornblättern.

Vier Jahre nach HOKUSAIS Tod endete Japans Isolierung, und fast gleichzeitig fanden seine Drucke den Weg nach Europa, wo sie jene Maler faszinierten, die aus den Konventionen der westlichen Kunst auszubrechen versuchten. Im Jahr 1854 zwang der amerikanische Geschwaderkommandant Matthew Calbraith Perry die Japaner, ihre Häfen auslandischen Händlern zu öffnen. Radikale innenpolitische Veränderungen folgten rasch. 1867 wurde die Diktatur der Shogune beendet, die Regierungsgewalt ging wieder in die Hände des Kaisers in Kyoto über, man übernahm schnell westliche Technologien, und so begann die Verwandlung eines feudalen Japan in eine Industrienation. Zu den vielen Opfern dieses Prozesses gehörten auch die >Ukiyo-e<-Drucke. Am Ende des 19. Jahrhunderts konnte man die Kunst der Welt nicht mehr in Ost und West einteilen, nun bestand die Unterscheidung zwischen industrialisierten und vorindustriellen Ländern - vor allem Afrika und Ozeanien

 

 

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