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Fernsehen (engl. Television, Abk. TV) ist eine elektronsiche Bildübertragung mittels Radiowellen oder Kabel von Fernsehsendern auf ein heimisches TV-Gerät. TV vermag live zu übertragen als auch zuvor gespeicherte Aufnahmen zu senden. Das öffentliche bzw. private TV ist wesentlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens mit einer durchschnittlichen Sehbeteiligung von 3,5 Stunden.Über 98 % der deutschen Haushalte besitzen ein Fernsehgerät. Die gesendeten Programme bestehen aus den Sparten: Nachrichten, MusikShows, Spielshows, Spielfilme, Talkshows, Infosendungen, Dokumentationen, Meinungssendungen.TV ist das Haupttätigkeitsfeld der weltweit agierenden Medienkonzerne.
1843 entdeckte A.Bain das Prinzip der zeilenweisen Abtastung für elektrisch zu übertragende Bilder. Versuche zur elektrischen Bildübertragung wurden schon kurz nach der Jahrhundertwende ausgeführt und brachten zunächst auf mechanischelektrischem Weg erste Teilerfolge (Nipkowscheibe).1883 erfand P.Nipkow den mechan. Bildzerleger (Nipkow-Scheibe), der noch bis in die 30er-Jahre dieses Jh. verwendet wurde. Erst mit der Einführung des Röhrenverstärkers nach dem 1.Weltkrieg begann die eigentliche Entwicklung: 1924/25 erste prakt. Vorführungen in Deutschland. (A.Karolus), Großbritannien (J.L. Baird) und den USA (C.F. Jenkins). Erste reguläre TV-Sendungen März 1935/36 in Berlin Dtld., USA und England. Ein tägl. Programm begann in der Bundesrep. Dtl. 1952 der NWDR, dem die weiteren Anstalten folgten. 1966/67 wurde das PAL-Farbfernsehsystem (von W.Bruch) eingeführt. Etwa seit 1990 werden die verbesserten Farbfernsehsysteme PALplus und HDTV eingeführt.
In Deutschland wurden Fernsehstuben von den Nationalsazialisten eingerichtet. Das Medium konnte sich aber nicht durchsetzen, dafür war die Qualität und die geringe Sendezeit verantwortlich. Sendezeiten von 20 Uhr bis 21 Uhr , dann wurde die Sendung wiederholt. Von den USA ausgehend, breitete sich dann das TV nach 1945 aus. Das erste dt. Nachkriegsprogramm wurde am 25.12.52 in Hamburg und Köln ausgestrahlt. In der Schweiz erste öffentl. Sendung am 20.7.53 vom Sender UtlibergZÜrich; in Österr. am I. 1.57 in Wien. In der BRD gestalten die Rundfunkanstalten ein Gemeinschaftsprogramm (Erstes Programm, ARD) mit Beiträgen jeder Anstalt. Ein weiteres Einheitsprogramm gestaltet das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) seit 1.4.63. Außerdem laufen seit Herbst 1965 regional Dritte Programme. Seit 1968 gibt es in Deutschland das Farbfernsehen. Seit ca 1990 gibt es in Deutschland und Europa wie in den USA Fernsehsender von Privatgesellschaften betrieben und vorwiegend durch Werbesendungen finanziert werden.
TV SenderDas Fernsehen ist technisch und publizistisch eine Weiterentwicklung des Hörfunks. Unterschieden werden staatl., öffentlich-rechtl. und privatwirtsch. (kommerzielle) Systeme, wobei in den meisten Ländern Mischformen existieren, in Deutschland seit 1984 das duale Rundfunksystem aus öffentlich-rechtliche und privaten Sendern. In Deutschland gibt es öffentlich-rechtl. Sendeanstalten wie: ARD mit elf Landesrundfunkanstalten, die ein Erstes Fernsehprogramm und acht Dritte Programme veranstalten, das ZDF, die drei Kulturprogramme arte , 3sat und BR alpha , der »Kinderkanal«, der Dokumentationskanal Phoenix sowie die Deutsche Welle.
Empfangen werden können ferner über Kabel oder Satellit (z.T. verschlüsselt), 26-28 Privatkanäle, darunter die Vollprogramme / RTL / RTL2 / SAT.1 / PRO7 / Kabel1/ VOX sowie die Spartenkanäle / DSF/ Eurosport (Sport)/ n-tv (Nachrichten/Börse) / Bloomberg ( Wirtschaft), Nickelodeon (Kinder), tm3 (Frauen), MTV und Viva (Musik) und die internationalen Sender BBC WOLRD / CNBC / CNN .
Die öffentlich-rechtl. Sender unterliegen einem gesetzlich fixierten Programmauftrag, der sie zur Grundversorgung der Bev. mit Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung verpflichtet; gewährleistet sein müssen ferner tatsächl. Erreichbarkeit, Meinungsvielfalt (Programmausgewogenheit) und Spartenvielfalt. Marktführer unter den Fernsehanstalten ist seit Jahren der Privatsender RTL, ARD und ZDF liegen dahinter, darauf folgen die dritten Programme der ARD und PRO7.
Die Fernsehnutzung hat in Deutschland seit der Einführung des Kabel- und Satellitenfernsehens leicht zugenommen und liegt bei durchschnittlich 186 Minuten pro Tag. Das Fernsehen erreicht täglich 83% der Bevölkerung ab 14 Jahren, vor Hörfunk (75%) und der Tageszeitung (65%).
Finanzierung der Sender: Während die öffentlichen Sender ihre Kosten größtenteils aus Gebühren und zu einem geringen Anteil aus Werbung bestreiten, finanzieren sich die privaten Sender ausschließlich aus Werbeeinnahmen oder aber, wie der 1991 gegründete Pay-TV-Sender »Premiere« und das 1996 gestartete digitale Programmpaket »DF1«, über Zuschauer-Abonnemententgelte.
MedienkonzerneDas TV ist ein Medium der weltweit agierenden Medienkonzerne. Bilder werden nicht mehr mehrheitlich durch Einzelpersonen erzeugt und verbreitet, sondern arbeitsteilig, industriell . Die Medienkonzernen haben als Arbeitskanäle die Medien TV ( DVD und VIDEO ), Computer (DVD und CD), Audio (Kasette und CD) und Buch. Link zu Medienkonzerne
Fernsehen ist eine drahtlose oder kabelgebundene Übertragung von Bildern bewegter und unbewegter Objekte mit zugehörigem Begleitton für einen großen, mit entsprechenden Empfangsgeräten ausgestatteten Teilnehmerkreis. Mittels Aufnahmeröhre(n) in der Kamera werden bei zeilenweiser Abtastung (nach CCIR-Norm 25-mal je Sekunde 625 Zeilen) die Bilder in elektr. Signale umgewandelt, verstärkt und durch die ebenfalls elektr. Ton- und Synchronsignale ergänzt. Zur Übertragung werden diese Signale über Kabel- oder Richtfunkverbindungen einem Fernsehsender zugeführt, wo die Bild- und Synchronsignale im Bild-, die Tonsignale im Tonsender je einem Träger aufmoduliert und als elektromagnet. Wellen ausgestrahlt werden. Fernsehsendungen können nur mit hohen Sendefrequenzen (ultrakurze elektromagnet. Wellen) übertragen werden, denn die Bildsignale selbst benötigen zur Wiedergabe der Bildeinzelheiten analoge oder digitale elektr. Signale sehr hoher Frequenz (bis zu mehreren MHz). Es werden Ultrakurz- (VHF, very high frequency) und Dezimeterwellen (UHF, ultra high frequency) verwendet, die sich lichtähnlich ausbreiten, weswegen Sendeantennen auf Bergen oder Türmen errichtet werden müssen. Empfang und Wiedergabe erfolgen im Fernsehempfänger (Bildröhre). Während beim Schwarzweißfernsehen das Bildsignal nur Helligkeitswerte überträgt, enthält es beim Farbfernsehen Helligkeits- und Farbinformationen. Die Farbsignale charakterisieren die roten, blauen und grünen Teilbilder, die in drei Fernsehaufnahmeröhren der Farbfernsehkamera erzeugt und zur Wiedergabe mit Farbfernsehröhren benötigt werden.
Standardfernsehsysteme: Die Standardfernsehsysteme sind das NTSC- und das PAL-System, bei denen die Zuordnung von Farbsättigung und Farbton in zwei voneinander unabhängigen, aber zeitgleichen Größen (z.B. Betrag und Phase einer Schwingung) erfolgt, sowie das SECAM-System, bei dem die Übertragung dieser Größen nacheinander erfolgt. Bei den weiterentwickelten Fernsehsystemen stehen die Verbesserung der Wiedergabequalität durch größere Bildschärfe, kräftigere Farben, Flimmerfreiheit und CD-Qualität des Begleittons im Vordergrund. Das Bildformat wird dabei zu einem Breitwandformat mit einem Höhen-Breiten-Bildverhältnis von 9:16 (herkömmlich 3:4). Das PALplus (Breitwandverfahren) arbeitet noch mit einer Bildauflösung von 625 Zeilen, dennoch können Farb- und Helligkeitssignale exakter getrennt und somit Cross-Colour-Effekte (flimmernde Farbüberlagerung, regenbogenfarbige Moiréstörungen) vermieden werden. Ein Breitwandsystem der Zukunft ist das HDTV (Abk. für engl. High Definition Television). Dieses hochauflösende Fernsehen arbeitet mit 1250 Zeilen. Ein analoges HDTV-System ist das europ. HD-MAC, bei dem eine analoge Bild- und eine digitale Tonübertragung erfolgt. V.a. in den USA werden derzeit digitale HDTV-Systeme entwickelt (digitales Fernsehen).
Kabel- und Satellitenfernsehen: Stark ausgeprägt ist inzwischen das Kabel- und das Satellitenfernsehen. Beim Kabelfernsehen (Abk. CATV, von engl. Cable Television) muss ein breitbandiges Kabelnetz zw. Fernsehstudios und dem Territorium vorhanden sein, wobei mehrere Fernsehprogramme übertragen und in Gemeinschaftsempfangsanlagen in die Frequenzbereiche der Fernsehempfänger umgesetzt werden. Über Breitbandkabel sind mehrere Dienste mittels Multiplextechnik empfangbar. Künstl. Erdsatelliten für den direkten Fernsehempfang (z.B. Astra, TDF) erhalten die auszustrahlenden Signale von Bodenstationen, haben hohe Sendeleistung und müssen gut ausgerichtete Antennen aufweisen; bevorzugt werden geostationäre Satelliten. Die (privaten) Empfänger benötigen Parabolempfangsantennen und ein Zusatzgerät, es ist aber auch ein Empfang über Kopfstationen und Kabelanschlüsse, über Bodenstationen und terrestr. Ausstrahlung möglich. In Deutschland verfügt knapp ein Drittel aller Fernsehhaushalte über Satellitendirektempfang, rd. zwei Fünftel über Kabelanschluss. Über 98 % der deutschen Haushalte besitzen ein Fernsehgerät.
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