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Ingold (19 -20 )


Ingold Airlines

Als seien es Produkte einer ganz gewöhnlichen Firma, hängen seine Spiegel in den Foyerräumen.
Seit 1997 können sich Besucher in dem Spiegel an der Garderobe der Galerie der Gegenwart betrachten,
der nicht eindeutig als Kunstwerk in Erscheinung tritt. Er befindet sich außerhalb des Ausstellungs- und Sammlungsbereichs. Da er das Logo einer Firma namens Ingold Airlines trägt, könnte er als Werbeträger einer Fluglinie erkannt werden. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Fluggesellschaft um ein konzeptuelles, fiktives Unternehmen, das Res Ingold seit 1982 betreibt. Zur Entwicklung von Ingold Airlines gehörte ein eigenes Firmensignet. 1999 hat der Künstler und Unternehmer Res Ingold in Zusammenarbeit mit einer Werbefirma das alte Corporate Design überarbeitet. Das neue Signet erscheint auf einem zweiten Spiegel im Foyer des Erweiterungsbaus. Die Spiegel erproben die Systemgrenzen. Es sind Werke, die an der Peripherie des Museums in Erscheinung treten und sich dennoch als Kunst behaupten.

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