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Richard Artschwager (1923 - )
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Der Amerikaner mit ostpreußischem Vater und russischer Mutter mußte im Zweiten Weltkrieg ein Biologiestudium unterbrechen. Er erzählt gerne, wie er von einem Tag auf den anderen beschlossen hat, sein Leben der Kunst zu widmen. In Wahrheit hatte die Mutter, eine Hobbymalerin, ihn und seine Schwester schon von klein auf inspiriert. Seine intensiven Studien zu Miro, Ma-tisse und vor allem Cezanne haben ihn beeinflusst.

Um die Familie zu ernähren, betrieb er ab 1953 mit seinem Schwager eine Möbeltischlerei in New York. Hauptthema sind Sehgewohnheiten und Wahrnehmungsmuster von Alltagsgegenständen, und wie sie durch den Kontext beeinflusst werden. Heute lebt Artschwager in der Nähe New Yorks in einer ehemaligen Kirche.

 In eine künstlerische Richtung einordnen lassen sich seine Werke schwer. Objekte wie „Table with Pink Table Cloth" (1964) sind Minimalismus, ebenso seine „Blips", schwarze, gestreckte Ovalformen. Eine Vielzahl von Gemälden, für die er gerne Reso-pal oder grobkörnigen Celotex, einen billigen mit Prägestruktur versehenen Hartfaserstoff, benutzt, klassifizieren ihn als Postmodernen. Sie zeigen psychologische und emotionale Komponenten.

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