<<


Tinguely ( 1925- 1991 )

 

Geboren am 22. Mai 1925 in Friburg , Schweiz.

wuchs in Basel auf und ging dort zur Schule

1941 -44 Lehre als Dekorateur, Besuch von Kursen an der Allgemeinen Gewerbeschule in Basel

1952 Umzug mit seine Frau Eva Aeppli nach Frankreich, verschiedene Ausstellungen, u.a. in Paris, Stockholm, New York 1955 Atelier in der Impasse Ronsin neben dem Bildhauer Constantin Brancusi

1955-56 lernt Niki de Saint Phalle und Yves Klein kennen, mit denen er auch später zusammenarbeitet

1960 Aktion im Garten vom Museum of Modern Art in New York mit einer sich selbstzerstörenden Maschine

Gründung der Gruppe der „Nouveaux Realistes" in Paris mit u.a. Arman, Francois Dufrene und Yves Klein

1961 bis 1968 Heirat mit der Künstlerin Niki de Saint Phalle u.a. Großskulptur für Expo 64 in Lausanne, Ausstellung in Stockholm, Teilnahme an Weltausstellung 67 in Montreal 1968 Umzug in die Schweiz, danach viele Ausstellungen und Skulpturen, u.a. in Basel, Zürich, London

Sommer 1991 - letzte Ausstellung im Kunsthaus Wien

Gestorben am 30. August 1991 in Bern

 

Jean Tinguely war ein Bildhauer und Experimental-Künstler. Bekannt wurde er durch seine für Aufsehen erregenden beweglichen maschinenähnlichen Skulpturen und Installationen.

Nachdem er eine Lehre als Schaufensterdekoratuer gemacht hatte, ging er auf die Kunstgewerbschule in Basel, wobei er sich sehr für die Kunst von Klee und Schwitter interessierte.

Ab 1944 fing Tinguely an seine maschinenartigen Skulpturen zu entwickeln, die meistens mit Motoren ausgestattet waren und sich bewegen konnten.

Nachdem er 1951 nach Paris umgezogen war, lernte er Robert Rauschenberg kennen und nahm zusammen mit ihm an internationalen Happenings teil. Außerdem gründete er mit verschiedenen anderen Künstlern die Künstlergruppe „Nouveau Realistes". 1954 hatte er bereits seine erste Einzelausstellung in der Galerie Arnaud in Paris. Seit 1960 ist er schon ein international anerkannter Künstler. Mit seiner Frau, Niki de Saint Phalle entwickelt er den Brunnen „La Fontaine Stravinsky" in Paris und „La Fontaine de Chateau-Chinon".

Besonders hervorzuheben sind noch die Phantasiemaschinen, die sogenannten „Metamatics" von Tinguely. Sie sind so konstruiert, dass sich die Skulptur fortlaufen verändert, da sich verschiedene Elemente unterschiedlich schnell bewegten. Es entstand also eine Zufallsskulptur, die entweder zur Herstellung von Zeichnungen diente oder sich selbst zerstörte. Mit seinen maschinenartigen Skulpturen kritisierte Tinguely auf ironische Weise den Sinn des technischen Zeitalters. Als Teil der Pariser Avantgarde revolutionierte er den „statischen Kunsstbetrieb". Seine sich bewegenden Plastiken sind eng mit der Kinetik verbunden, die allein Licht und Bewegung als mögliches Kunstwerk ansieht. Die Verwendung von vorgefertigten Gegenständen und die exhibitionistische Natur von Tinguelys Werken machen sie zu einem Beispiel für den neuen Realismus.

Quellen:

www. kettererkunst.de

„ARS Kunst A-Z" von ARS-Edition

 

Links: 

kunstwissen.de

 
>