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George Segal ( 1924 - 2000 )

Als Plastiken der Pop-Art werden die lebensgroßen weißen Gipsfiguren von George Segal George eingeordnet, dennoch zeigen sie nicht die Welt der Populärkultur und des Konsums, sondern beschreiben pyschologische Tiefendimensionen menschlichen Seins jenseits der glitzernden Konsumwelt. Sie versuchen die Person hinter der Fassade des aüßeren zu fassen, darum abstrahieren sie von Farbe und Material auf eine wie im Nachbild verblassende Erinnerung in Weiß.Die Skulpturen vermitteln häufig ein Gefühl der Banalität und Vereinsamung.

Segal wurde in New York am 26.11. 1924 geboren und war einer der wichtigsten amerikanischern Bildhauer des 20gsten Jahrhunderts. Er begann als Maler, schuf dann ein Werk das mit der Pop Art weltweit bekannt wurde. Seine Platiken bestehen aus vom menschlichen Vorbild abgenommenen Formen aus Gipsbinden und machen in ihrer weißen äußeren Erscheinung einen verletzlichen fast immateriellen Eindruck. Die lebensgroßen, aus weißem Gips geformten Figuren zeigen sich oft in alltägliche Umgebung, diedurch wenige Requisiten angedeutet wird. Seine gestalteten Environments mit in Gips abgeformten Modellen von Menschen bei alltäglichen Verrichtungen erinnern an die in Pompeji gefundenen menschlichen Körper. Die Anonymisierung der abgeformten Menschen durch den Gestaltungsprozeß spiegelt die Anonymität des Individuums in der Gesellschaft und zeigt typische Figuren und Verhaltensmuster.

Ohne Sockel werden sie bevorzugt wie beiläufig in Ausstellungsräume integriert, so dass ihnen der Betrachter auf einer Ebene begegnet und er sie als abgestorbene Spiegelbilder seiner eigenen Existenz erleben kann.

 

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