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FLUXUS (1962-1978)

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Wichtige ZITATE und Texte

 

Emmett Williams: Der Flügel? Ich erinnere mich an den Abend damals, 1962 in Wiesbaden, als ein Korrespondent der Associated Press George fragte, warum wir den Flügel zerstört hatten. „Wir mussten ihn loswerden" antwortete er. „Er war abgespielt und er ist schwierig zu transportieren. Wie Sie sehen, war die Komposition schön in ihrer Zweckmäßigkeit." Jedem war klar, daß das eine seltsame Angelegenheit war. Es dauerte nicht lange, und Studenten in ganz Deutschland veranstalteten Wettbewerbe, in denen es darum ging, wer am schnellsten ein Klavier zerstören konnte, und das lag sicher an der Fernseh- und Presseberichterstattung über unsere Verstümmelungsaktion.

Ben Patterson: Na ja, ich würde meinen, das war Georges öffentliche Rechtfertigung des Stücks. Er machte immer Witze über die Zweckmäßigkeit von irgendwelchen Sachen. ,Dies ist eine praktische Art und Weise, das zu machen, aber..."

aus: Hommage an Emmett Williams, Seite 23, Museum am Ostwall, 2005


René Block: Ja, die Masse. Und ich glaube, das war ein Teil seiner Philosophie. Nicht Professionalismus. Ist das nicht ein Teil dessen, was man FLUXUS-Philosophie nennen könnte, nämlich unprofessionell zu sein?

Benjamin Patterson: Das hängt davon ab, wie man einen Professionellen definiert. Die Arbeit hätte nicht von einem Dilettanten getan werden können, als dem Gegenstück zum Professionellen, wie man es normalerweise auffasst. Es gab einen gewaltigen Aufwand an Disziplin sowohl in Georges Bemühungen wie in seinen Werken und Publikationen, und was man zu tun hatte als Performer oder bei der von Herstellung von Objekten war nicht dilettantisch in dem Sinne

René Block: Aber ich würde dilettantisch positiv beurteilen. Nur Dilettantismus bringt die Dinge in Bewegung, Professionalismus nicht. Deshalb betone ich den Professionalismus. Professionalismus im Sinne eines klassischen Musikers oder eines Konservators - das heißt im Wesentlichen, den Status Quo zu wahren. Aber mir scheint, daß George gerade dagegen mit dem Begriff Professionalismus angehen wollte, gegen eine kuratorenhafte, museale Qualität der Arbeiten.

aus: Hommage an Emmett Williams, Seite 25, Museum am Ostwall, 2005


 

 

 


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