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Hans-Peter Feldmann (1941-

Feldmann ist ein Alltagsforscher, der mit großer Konsequenz alltägliche Phänomene in der Diffusität und Vielfalt ihrer Erscheinungen und Bezüge aus dem Strom der Bilder und Dinge herausnimmt.Alltagsphänomene sind für Feldmann vor allem die Bilder der Massenpresse, die er in großem Stil heraustrennt und sammelt. Alltagsphänomene sind auch alltägliche banale Dinge, die er ebenfalls sammelt, aber weitgehend nur in ihrem zu Druckerfarbe und Papier geronnenen Zustand, dem des Fotos. In einem bestimmten Verständnis kommt den gesammelten Alltagsbildern durchaus Objektcharakter zu, als er sie zu Bilderheften, Bilderbüchern zusammenfügt, sie als Postkarten, Kalender, oder Poster künstlerisch transformiert. Dabei ist es für seine Arbeiten unerheblich, ob er die Bilder findet oder selber fotografiert. Sein Bilderfundus dokumentiert zu einem bestimmten Thema, einem Gedanken, einer Gegebenheit, einem Phänomen. Es sind politische, gesellschaftliche, naturbezogene, geografische Dokumente ebenso wie trivialästhetische.

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