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Marcel Duchamp (1987-1968)
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French American artist Marcel Duchamp (1887- 1968) was associated with the Dada and Surrealist movements, and through his iconoclastic work and ideas influenced the course of modern and contemporary art.

Auf der Schwelle zu Moderner Kunst - Marcel Duchamps Ready-mades

 

Marcel Duchamp: Fahrrad-Rad, 1913. Ready-made. Metall, Hocker: Holz bemalt, Höhe 125cm. Replik 1964. Privatsammlung.

Marcel Duchamp: Flaschentrockner, 1914. Ready-made. Eisen, Höhe 64,2 cm

Marcel Duchamp: Springbrunnen, 1917. Ready-made. Urinoir aus Sanitärporzellan, Höhe 62,5cm. Replik 1964. Privatsammlung.

Marcel Duchamp ist schon Geschichte, sein >Fahradrad< der >Zuckerkäfig< oder sein >Großes Glass< sind da, können noch gesehen werden. Seine Freunde waren Francis Picabia, Man Ray.Er begann mit malen und war auch Schachspieler.Seine Dinge heißen "Scheiben mit Spiralen","Staubzucht","Flaschentrockner".John Cage arbeitete auch mit M.D. Er lernte Schach bei ihm,eigentlich eine Art Vorwand um mit ihm zusammen zu sein.Meist spielte Teeny Duchamp. Cage war Anfänger im Schach, M.D. ein Meisterspieler. Sein Werk und seine Person wareb lange verborgen. Erst seit  Anfang der Sechziger steigt das Aufmerken der Umwelt. Jasper Johns machte ein Bühnenbild, für Merce Cunninghams Walkaround Time(Dance) nach Motiven vom MDs Großem Glass.Cage machte "Reunion" mit ihm (1968). Rauschenberg sagte :"Es ist völlig unmöglich, über MD zu schreiben, aber wenn ich an ihn denke, geht ein gutes Gefühl durch meinen Körper.

Der Franzose Marcel Duchamp hat zwar nur ein relativ kleines Gesamtwerk hinterlassen, dafür aber mit wenigen, entscheidenden Handlungen den bis dahin gültigen, normativen Kunstbegriff in Frage gestellt und bedeutende Anregungen und Denkanstöße für die Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert geliefert. Duchamp, der seine künstlerische Laufbahn zunächst als Maler begann , vollzog mit seinen sogenannten Ready-mades einen radikalen Schritt. Ready-made (engl., gebrauchsfertig) ist die Bezeichnung für aus der Industrieproduktion stammende Gebrauchsgegenstände, die Duchamp durch ihre Ausstellung zu Kunstwerken erklärte. So entzog er einem Flaschentrocknerseine Gebrauchsfunktion und stellte ihn ins Museum, ebenso wie ein auf einem Hocker montiertes Teil eines Fahrrades oder ein auf die Rückseite gestelltes Urinoir, das er mit dem Pseudonym „R. Mutt" signierte und als „Springbrunnen" titulierte. Duchamp, der eng mit der Bewegung des Dadaismus und Surrealismus verbunden war, löste mit diesen Objekten Skandale aus und provozierte: „Die Ready-mades verspotten nicht nur den Funktionalismus im Umgang mit den Dingen und dessen theoretische Begründung, die wissenschaftliche Weltanschauung.

Duchamps Arbeiten konnten als Herausforderung des bürgerlichen Kunstbegriffs nur wirksam werden, wenn sie nicht nur die scheinbar selbstverständlichen Gesten des Alltags, sondern zugleich alle vermeintlich absouten und unantastbaren Regeln vom Kunstwerk und der künstlerischen Schöpfung für absurd erklärten.

Philosophische und gedankliche Hintergründe der Ready-mades

Nehmen wir als Beispiel dieser bewußten Neutralisierung (des Künstlers und seines Objektes) den „Flaschentrockner" : 1914 kaufte Duchamp in einem Pariser Kaufhaus einen Flaschentrockner, ein damals verbreitetes Haushaltsgerät, signierte ihn und versah ihn mit einer Inschrift. Seit dem Aufenthalt in New York (ab 1916), wohin sich Duchamp während des Krieges zurückzog, ist dieses Objekt wie die meisten Ur-Modelle verschollen. Dieser „Flaschentrockner" war niemals ausgestellt und fotographiert worden, erst 1921 signierte Duchamp ein zweites Exemplar mit dem Zusatz „Antique, 1921". Man Ray machte nun von einer weiteren Fassung ein Foto, das aber erst 1936 publiziert wurde, als der „Flaschentrockner" von 1921 erstmals in der Pariser Galerie von Charles Ratton ausgestellt wird. Wir stehen hier am Beginn der Konzeptkunst: Die Idee-manifestiert sich in der Wahl eines Objektes, das seine Originalität zunehmend einbüßt und selbst den Künstler entbehrlich macht. Dennoch ist es zu einem der berühmtesten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts geworden, „das man nicht einmal mehr anschaut", so Duchamp, „von dem man aber weiß, daß es existiert". ( Gottlieb Leinz)

Indem Duchamp nun einen existiernden Industriegegenstand nahm, reagierte er auf den damals vorherrschenden Glauben an unbedingte Modernität und an Fortschritt, an den Triumph der industriellen Expansion in Technik und Industrie, an die da mit verbundene Allmacht der Maschinen, wie sie die Industrieausstellungen in Paris vorführten. Das Rütteln an der „total verfügbaren Welt, in der nur dasjenige gilt, was vollständig erkannt, durchschaut und vermessen worden ist, wirkt auf den Menschen zurück, doch nicht als Befriedung, sondern als Auslöser von Konflikten". Duchamps ready-mades, die aus diesem Milieu stammen, entziehen sich total einer Sinngebung und verweisen auf Struktur- und auf Wahrnehmungsphänomene, auf die das künstlerische Umfeld nicht vorbereitet war und sie -selbst nicht sogleich einlösen konnte. „Die Idee war die", so Duchamp 1968, „ein Objekt zu finden, das vom ästhetischen Blickwinkel aus keinerlei Anziehung hatte. Dies war nicht Akt eines Künstlers, sondern eines Nicht-Künstlers - eines Handwerkers, wenn Sie wollen. Daß die meisten meiner Ready-mades Massenprodukte waren und dupliziert werden konnten, ist ein weiterer wichtiger Unterschied. In manchen Fällen wurden sie dupliziert, um dadurch den Kult der Einmaligkeit, der großgeschriebenen Kunst, zu vermeiden."

 


Marcel Duchamp Komplex in Deutschland

Marcel Duchamp (1887-1968) gilt als kosmopolitischer Künstler, der auf beiden Seiten des Atlantiks in der kunsthistorischen Fachwelt, aber auch der interessierten Öffentlichkeit grosse Hochachtung geniesst.
Werke von ihm befinden sich im Philadelphia Museum of Art, in der Staatsgalerie Stuttgart, der Tate Gallery London, dem Moderna Museet, Stockholm, und dem Museum of Modern Art in New York und dem Museum in Schwerin.

Die für Schwerin erworbenen Werke dokumentieren eindringlich Marcel Duchamps Lebens- und Arbeitsweise. Zum Sammlungskonvolut gehören neben verschiedenen Ready-mades zahlreiche Plastiken, Grafiken, Plakat- und Buchgestaltungen sowie zwei Versionen seiner berühmten Boite-en-Valise/Schachtel im Koffer, die Duchamps Werke in der Art eines Miniaturmuseums vereinigen.

Marcel Duchamp präsentierte mit einem in Buchbinderarbeit gefertigtem Musterkoffer, der einer Mappe eines Kupferstichkabinetts ähnelt, eine umfassende Reproduktion seines Werkes.
Er nannte ihn "Boîte-en-Valise". Der Koffer erlaubte es ihm, seine wichtigsten Arbeiten in Miniaturformat sowohl in Europa, als auch in den USA zu zeigen.
Dreidimensionale Werke erscheinen hier als Repliken, zweidimensional reproduziert und zu einer Mappe geordnet.
Duchamp legt mit der Präsentation sein eigenes Werk aus: Er zeigt es nach Werkgruppen geordnet.

Insgesamt zählen zum Schweriner Duchamp-Werksatz 69 Exponate. Mit dem Ankauf der Arbeiten Marcel Duchamps bringt das Schweriner Museum eine wichtige Position in der Moderne in die Diskussion, die markant über die regionalen und nationalen Grenzen hinausweist.

BÜCHER :

D.Daniels:>Duchamp und die Anderen< Dumont 1992 /J.Mink: M.Duchamp,Taschen 1994


M.Duchamp:>Interviews and Statements< H.g. von S . Stauffer, Edition Cantz.
Am schönsten ist jedoch:

M.Duchamp>Der Kreative Akt<Edition Nautilus ISBN:3-89401-198-X

Er schreibt darin über seine Zeitgenossen Arp, Klee, Max Ernst,....

Über Klee sagt er: Ein tiefes Verständnis für die Anwendung von Wasserfarben....

Er sagt etwas über seine eigenen Dinge, Kamm, Das große Glass, Der Busch, Schokoladenzerreiber

Links:

Literatur:

Duchamp
Author(s): Mink, Janis
Softcover, flaps, 185 x 230 mm, 96 pages
Basic Art Series
The myth and the compelling charisma of Marcel Duchamp and his art
Taschen Verlag, ISBN-


Marcel Duchamp , Hatje Cantz Verlag

 

  Marcel Duchamp , Hatje Cantz Verlag

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